Bewerbung zum Welterbe Residenzensemble Schwerin

Residenzensemble Schwerin - Historie und Authentizität

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Bildzoom Schweriner Schloss mit Schlosspark
Das Schweriner Schloss kann eine außergewöhnlich lange Tradition als historischer, politischer und architektonischer Zentralort vom 10. Jahrhundert bis heute vorweisen. Das Schloss war zunächst eine slawische Hauptbefestigung, später eine deutsche Feudalburg (ab 1160), Residenzschloss des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin (16. Jahrhundert), großherzogliche Residenz (nach 1845), Sitz des Landtages von Mecklenburg in der DDR (1946-52) und Sitz des Landtages des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern (seit 1990). Von allen diesen Epochen haben sich Merkmale und Bestandteile im heutigen Schlosskomplex erhalten. Eine solche durchgängige Funktionskontinuität ist einzigartig in Deutschland und international äußerst selten.

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Bildzoom Schlosstürme
Das Schweriner Schloss ist ein außergewöhnliches Zeugnis für die Stil- und Entwicklungsgeschichte des Historismus. Es handelt sich um einen sehr qualitätvollen Bau, der die für das mittlere 19. Jahrhundert charakteristische Haltung im Spannungsfeld zwischen der Bewahrung der alten Substanz und dem kreativen Neubau im historischen Gewand widerspiegelt. An der Planung des Schlosses beteiligten sich einige der bedeutendsten deutschen Architekten des 19. Jahrhunderts (Demmler, Stüler, Semper, Zwirner). Das Ergebnis dieses langen Diskussionsprozesses war ein gelungener Kompromiss zwischen den beiden Optionen ‚Neubau im historischen Geist’ und ‚strenge Bewahrung des Überkommenen’.

Das Ringen um die richtige Konzeption führte zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung der Entwurfsplanung, die dem ausgeführten Bau eine spürbare Frische und Lebendigkeit verlieh, die bei Bauten des Historismus ansonsten häufig nicht anzutreffen ist.
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Bildzoom Thronsaal
Bei der Ausstattung der Innenräume zeigt sich insbesondere in den großen Repräsentationsräumen (Thronsaal, Festsaal, Ahnengalerie, Schlössergalerie) eine außerordentliche gestalterische und handwerkliche Qualität. Im Ergebnis präsentiert sich das Schloss als ein herausragender Vertreter des ‚romantischen Historismus’ in Europa. Die funktional der Residenz zugeordneten Gebäude (Kollegiengebäude, Theater, Museum, Marstall) um den Alten Garten zeigen verschiedene interessante Varianten historistischer Lösungen zwischen Klassizismus und Neobarock. Aufgrund seiner Geschlossenheit, Unversehrtheit und funktionalen Kontinuität präsentiert das Schweriner Schlossensemble diese für die Herrschaftsarchitektur des 19. Jahrhunderts charakteristische Haltung in einem außergewöhnlich authentischen Zustand.

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Bildzoom Schlossensemble
Das Schweriner Residenzensemble repräsentiert eine einzigartige architektonische und städtebauliche Umsetzung von funktionalen und ideengeschichtlichen Residenzkonzeptionen des 19. Jahrhunderts.  Das Schloss wird ergänzt durch die geschlossene und komplett erhaltene Gruppe von Residenzbauten am Alten Garten. Diese Erweiterung der Residenz über das eigentliche Schloss hinaus ist ein charakteristisches Merkmal von Regierungssitzen des 19. Jahrhunderts. Ihr kommt praktische und symbolische Bedeutung zu. Das Residenzensemble verknüpft Stadt und Schloss miteinander, wobei die Größe, Würde und architektonische Qualität der zur Residenzgruppe gehörenden Bauten weiterhin den Vorrang des Landesherrn unterstreichen. Diese für das 19. Jahrhundert sehr charakteristische Situation hat sich im Stadtbild von Schwerin authentisch und beispielhaft erhalten.

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Bildzoom Schlossblick über den Schweriner See
Das Residenzensemble Schwerin zeigt eine einzigartige Verbindung von Architektur und Kulturlandschaft sowie deren Einbettung in die glazial geformte Naturlandschaft. Es ergibt sich eine außergewöhnliche Vielfalt an Blickbezügen durch die Einbindung der Architektur in die durch Parks und Seen geprägte Umgebung. Die das Schlossensemble umgebende Naturlandschaft ist auch in ökologischer Hinsicht außergewöhnlich hochwertig. Der Schweriner See stellt als ein international bedeutsames Feuchtgebiet (EU-Vogelschutzgebiet) einen bedeutenden Lebensraum für schutzbedürftige Vogelarten dar. Somit verbinden sich in Schwerin Denkmalschutz und Naturschutz in mustergültiger Weise.


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