
Oberbürgermeisterin
Willkommen bei Angelika Gramkow
Angelika Gramkow
Immer wenn sich das Schweriner Märchenschloss bei Bilderbuchwetter in seiner allerschönsten Postenkartenansicht sonnt, wenn ich mich am Pfaffenteich über die neue Fontäne freue oder junge Muttis mit dem Kinderwagen durch den Schlossgarten spazieren, dann atme ich einmal tief durch und denke: Wie wunderschön doch Schwerin ist!
Viele Touristinnen und Touristen, die Jahr für Jahr hierher kommen, beneiden uns um unsere Stadt.
Den Blick, den Außenstehende auf unsere Stadt werfen, finde ich besonders wichtig. Nicht zuletzt die Besucherinnen und Besucher der Bundesgartenschau waren es, die den Schwerinerinnen und Schwerinern 2009 klar gemacht haben, in was für einer wunderbaren Stadt sie eigentlich leben. Plötzlich war da ein neues Wir-Gefühl, ein neues Selbstbewusstsein, ja sogar Stolz. Das alles wirkt nach in einer Stadt, die schön und reich an Schätzen, aber arm an Geld ist. In einer Stadt, die gerade dabei ist, sich neu zu erfinden. Wir haben das bei der Ausrichtung unserer
850-Jahrfeier in diesem Jahr hautnah erlebt. Bürgerinnen und Bürger haben 120 000 Euro Spenden gesammelt, um unseren Festumzug zu ermöglichen. Viele waren selbst unter den 3000 Mitwirkenden.
Wie soll Schwerin sich in den kommenden Jahren weiter entwickeln? Über diese Frage haben wir mit den Schwerinerinnen und Schwerinern ausführlich diskutiert. Das Ergebnis dieser Debatte ist ein Leitbild der Landeshauptstadt „Schwerin 2020: offen – innovativ - lebenswert“.
An diesem Leitbild werden Bürgerinnen und Bürger unsere Entscheidungen zukünftig messen. Und das ist gut so. Breite Bürgerbeteiligung, Offenheit und Transparenz von Entscheidungen gehören zu unseren Prinzipien.
Auch soziale Verantwortung ist mir wichtig. Menschlichkeit einer Stadt lässt sich daran ablesen, wie sie die Schwächeren unterstützt und stärker macht. Ohne bezahlbare öffentliche Einrichtungen und ohne öffentliche Hilfe ist für sie nicht an ein selbst bestimmtes Leben zu denken. Soziale Verantwortung gilt für alle Generationen - jung wie alt. Dabei geht es mir besonders darum, noch mehr dafür zu tun, dass alle Kinder in der Stadt eine gute Bildung und Ausbildung erhalten. Chancengleichheit ist durchzusetzen.
Starke Unternehmen sind wichtig für unsere Stadt. Die Rahmenbedingungen für die Bestandssicherung der in Schwerin ansässigen Unternehmen und notwendige Neuansiedlungen müssen schnell, unbürokratisch und attraktiv gesichert werden – da sind wir als Stadt gefragt.
Ich weiß, die finanzielle Lage in Schwerin ist nicht gut. Eigene Fehler und eine Unterfinanzierung durch das Land und den Bund haben dazu geführt. Schwerin braucht aber finanzielle Klarheit. Hier fordere ich Unterstützung ein. Aber wir müssen unsere Hausaufgaben auch selber machen. Dazu gehört, die Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen. Dazu gehört, bei jeder Ausgabe klug zu überlegen, wofür und mit welcher Wirkung wir das Geld einsetzen. Und dazu gehört auch das Sparen. Sparen tut weh. Das werden wir alle in den kommenden Jahren noch stärker zu spüren bekommen.
Lassen Sie mich eines abschließend klar sagen:
Es geht um die Menschen, um die Schwerinerinnen und Schweriner. Ihnen gegenüber stehe ich in der Verantwortung. Ihnen gegenüber fühle ich mich verpflichtet. Diese Stadt hat großes Potenzial, eine Menge Kraft und gute Ideen. Davon bin ich überzeugt. Als Ihre Oberbürgermeisterin möchte ich gemeinsam mit Ihnen nach vorn schauen und die Zukunft unserer Stadt erfolgreich gestalten – ergreifen Sie mit mir diese Chance!
Ihre
Angelika Gramkow
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