Naturerfahrungsräume

Station 14: Wendenhof

Wendenhof
Wendenhof
Legende
Legende

Lage:
am Nordwestufer des Ziegelaußensee, östlich der K 42
nach Lübstorf, südlich von Wendenhof; Stadtgebiet
Schwerin, im Landschaftsschutzgebiet "Schweriner
Seenlandschaft"

 

Karte:

Detailkonzept Station Wendenhof [PDF] (1.01 MB)

 

Landschaftselemente:

CIR-Aufnahme Wendenhof / Ziegelaußensee
Bildzoom CIR-Aufnahme Wendenhof / Ziegelaußensee

  • 1. südöstlich exponierte, teilweise artenreiche, extensiv genutzte trockene bis wechseltrockene Grünlandhänge (Mähweide), Feldgehölze/Gebüsche auf den Hängen und den Hangkanten, Hangneigung ca. 7-10° , Nutzung der Grünlandbereiche als Schafweide von der Agrargenossenschaft Lübstorf
  • 2. bewaldete Böschung/Hangwald mit Kraut- und Strauchschicht, Totholz, Heckenzaun, dominant ist Feld-Ahorn (Acer campestre), gesetzl. geschützte Biotope nach LNatG MV (§20)
  • 3. landeinwärts hinter dem Ufer-Schilfgürtel breitet sich im
    Verlandungsbereich eine Feuchthochstaudenflur aus, dominante Arten sind Behaartes Weidenröschen und vor allem seeseitig die Sumpfsegge, hier stellenweise Ausbildung eines artenarmen Sumpfseggenriedes, das in einen artenreicheren Bestand mit charakteristischen Arten neben verschiedenen Feuchtwiesen- und Röhrichtarten übergeht, §20-Biotop
  • 4. aufgelassene Feuchtwiese auf feuchter vermoorter Seeterrasse, Vorkommen dominanter Feuchtwiesenarten neben Rotschwingel und Rasenschmiele wie Sumpf-Kratzdistel, Sumpf-Schachtelhalm und Mädesüß sowie Wiesen-Segge und Wiesen-Flockenblume, unmittelbar angrenzend an der Badestelle Sumpfseggenried mit zunehmenden Bestand des
    Behaarten Weidenröschens sowie Orchideenstandort, im Uferbereich Schilfröhricht als Verlandungsröhricht, §20-Biotop
  • 5. unterhalb des Wendenhofes, von Entwässerungsgraben durchzogener seggen- und strauchreicher Erlenbruchwald auf sehr feuchtem bis nassen, zersetzten Niedermoortorf mit prägender Krautschicht aus Sumpfsegge und Schilf, in Teilbereichen verstärktes Aufkommen der Esche in der
    Strauchschicht, kleinflächig prägen Himbeere und Gundermann den Charakter eines stark entwässerten Erlenwaldes, Uferabschnitte mit überwiegend geschlossenem, nur aus Bruchwäldern aufgebauten Verlandungssaum, §20-Biotop
  • 6. Eschenwald in Hanglage, bis in Waldbestand hineinreichend - kanalartiger Bootshafen mit Ufergehölzen, Fußpfad im westlichen Abschnitt zum Bootssteg hin

 

Ufervegetation:
Die Ufervegetation des Untersuchungsgebietes ist vor allem durch großflächige zusammenhängende Schilfund
Sumpfseggenröhrichte bestimmt. Z.T. kommen auch Schwanenblumen-Röhrichte vor (MORDHORST
1997):

 


Ufervegetation Wendehof Ziegelaußensee

Legende im pdf-Format unter:
Naturschutz / Pflanzen / Legende


Wasservögel:
Aus den vergangenen Jahren ist bekannt, dass z.T. große Trupps
Graugänse die Grünlandflächen als Rast- und Futterplatz nutzen. Im
Bereich Wendenhof können regelmäßig Grauganspaare beobachtet
werden. Weitere Brutplätze der Graugänse befinden sich am
gegenüberliegendem nordwestlichem Seeufer von Schelfwerder (Salix
2003).
m Untersuchungsgebiet kommen weiterhin Brutvogelarten wie
Haubentaucher (11 Brutpaare), Stockente (1 Brutpaar) sowie Blässhuhn (3 Brutpaare) vor. Als Rastplatz wird der Untersuchungsraum vor allem von Blässhühnern genutzt (SALIX 2001/2002).

 

 

Beobachtungs- und Naturerlebnispotentiale:

 

  • extensiv genutztes Grünland als Schafweide
  • Erlenbruchwald
  • bewegtes Relief
  • Feuchtwiese und Feuchthochstaudenflur
  • Beobachtung rastende Graugänse
  • uferbegleitende Röhrichte
  • bewegte Uferlinien
  • herrliche Ausblicke auf den Ziegelaußensee, auf Schelfwerder sowie auf die Stadt Schwerin

 

Nutzungskonzept und Verhaltenshinweise:

  • der betrachtete Raum soll vor allem als Ruheraum mit Ausblick auf den Ziegelsee und die Stadt Schwerin genutzt werden, störungsempfindliche Bereiche sollten von der Erholungsnutzung ausgeschlossen werden
  • störungsempfindliche und wertvolle Lebensräume sind vor allem die Schilfröhrichte im Uferbereich
    sowie die landseitigen Verlandungsbereiche mit naturnaher Feuchtvegetation, ein Betreten und
    Befahren sollte vermieden werden (siehe Karte)
  • Steg am Ziegelaußensee
    Bildzoom Steg am Ziegelaußensee
    eine Störung der Graugänse soll vermieden werden, um speziell die Störungen der Jungenaufzucht zu verhindern, sollte der NER nicht vor dem 15. Juni eines jeden Jahres genutzt werden.
  • Hunde dürfen auf dieser Fläche nicht mitgeführt werden.
  • Das Zelten kann auf Antrag für Kleingruppen innerhalb dieses Teiles des Landschaftsschutzgebietes für max. 2 Tage ab 1. August zugelassen werden. Anträge sind an die Untere Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Schwerin zu richten
    (Tel.: 0385 - 545 2461).
  • Müll darf selbstverständlich hier nicht hinterlassen werden.
  • am Waldrand gelegene öffentliche Steganlage (s. Foto) kann je nach Frequentierung von motorisierten und nicht motorisierten Booten benutzt werden
  • in südlich gelegener kleiner Bucht sollten max. 2 nicht motorisierte Kleinboote(Kanus, Kajak etc.) gleichzeitig anlanden

 

 

 

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin

Naturschutz und Landschaftspflege

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin

Fax: 0385 545-1759

Dr. Hauke Behr
Abteilungsleiter und stellv. Amtsleiter
Zimmer: 2.046
Tel: 0385 545-2451
E-Mail: hbehr@schwerin.de
Landeshauptstadt Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern - Stadtportal

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