Sommermuseum im Säulengebäude

© Landeshauptstadt Schwerin

Staunen, gucken und erleben...

 © Landeshauptstadt Schwerin

Staunen, gucken und erleben heißt es im Säulengebäude am Markt. Das Schweriner Sommermuseum, das durch das Kulturbüro und die Museen der Landeshauptstadt Schwerin initiiert wurde, widmet sich thematisch einer wichtigen Epoche in der Stadtgeschichte Schwerins - dem 19. Jahrhundert. Dieses Jahrhundert prägte die Stadt entscheidend, sodass der bedeutende Stadtchronist Wilhelm Jesse Schwerin sogar einst als „die Stadt des 19. Jahrhunderts“ bezeichnete.

„Neben der sehr erfolgreichen Stadtgeschichtsausstellung in den Schweriner Höfen bieten wir den Schweriner*innen und Gästen der Landeshauptstadt mit dem Sommermuseum eine weitere Gelegenheit, die Schätze der ansonsten im Depot verborgenen stadtgeschichtlichen Sammlung in Augenschein zu nehmen“, freut sich Nottebaum.

150 Exponate aus den Depots

 © Landeshauptstadt Schwerin/Mareike Diestel

Neben Stadtansichten und dem gerade erst restaurierten Gemälde der großherzoglichen Jacht „Alexandrine“ sind u. a. Silberschmiedearbeiten, eine wertvolle Hofuniform sowie das vielen noch aus dem Polytechnischen Museum bekannte Modell der Eisenbahn „Friedrich Franz“ zu sehen. Zusammen können ca. 150 Exponate aus den Depots der stadtgeschichtlichen Sammlung bis zum 29. September 2019 besichtigt werden.

Die Idee zum Sommermuseum entstand ganz spontan, weil plötzlich das Säulengebäude durch einen nicht vorhersehbaren Leerstand mitten im Sommer für Ausstellungszwecke zur Verfügung stand. Doch neben der Idee war eine Menge Enthusiasmus nötig, um das Projekt in Rekordzeit umzusetzen: Mehr als 60 Freiwillige wirken mit.

Sechs Wochen stehen die Türen des Säulengebäudes von Montag bis Sonntag zwischen 12:00 und 17:30 Uhr für alle Interessierten offen. Der Eintritt ist frei.  Stattdessen wird um Spenden für die Restaurierung der historischen Raumausstattung des Gebäudes „Am Markt 13“ gebeten, das 1975 abgerissen wurde. Teile der Raumausstattung wurden eingelagert, müssen aber restauriert werden, damit sie künftig ausgestellt werden können. Jede Spende hilft zur Bewahrung der wohl ältesten und umfangreichsten Zeugnisse der Schweriner Wohnkultur. Das „Sommermuseum“ ist zwar noch nicht der Beginn eines neuen Stadtgeschichtsmuseums – doch es ist ein weiterer Schritt in Richtung einer dauerhaften Ausstellung, die auch mit Blick auf das Bewerbungsverfahren zum Unesco-Weltkulturerbe wichtig für Schwerin ist.

Spannende Vorträge zu Themen der Ausstellung

Im Säulengebäude:

  • 11. September 2019, 18 Uhr: Carl von Mettenheimer - ein Schweriner Arzt und sein Wirken - Vortrag von Jörg Petzold
  • 18. September 2019, 18 Uhr: Schwerin als Garnisionsstadt - Vortrag von Knut Matzat
  • 19. September 2019, 19 Uhr: Krambudenhaus, Neues Gebäude, Säulengebäude: Die Geschichte und Nutzung einer Kulissenarchitektur am Markt - Vortrag von Norbert Credé
  • 26. September 2019, 19 Uhr: Geschichte des Pfaffenteichs und der Paulsstadt - Vortrag von Christine Rehberg-Credé

Im Schleswig-Holstein-Haus:

  • 6. Oktober 2019, 17:00 Uhr: Schwerin als Garnisionsstadt im 19. Jahrhundert
  • 7. Oktober 2019, 14:30 Uhr: Krambudenhaus, Neues Gebäude, Säulengebäude
  • 7. Oktober 2019, 16:00 Uhr: Hugo Berwald und seine Werke in Schwerin
  • 8. Oktober 2019, 14:30 Uhr: Die Geschichte des Pfaffenteichs und der Paulsstadt
  • 8. Oktober 2019, 16:00 Uhr: Carl von Mettenheimer

Der Eintritt für alle Vorträge ist frei. Die Veranstalter bitten um Spenden für die Restaurierung einer barocken Holzbohlendecke, die ursprünglich im Nachbargebäude des Rathauses verbaut war.

Trotz Schmuddelwetter ließen es sich zahlreiche Schweriner* und Gäste nicht nehmen, mit dabei zu sein, als Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum die Sommerausstellung im Säulengebäude gemeinsam mit dem Kurator Dr. Jakob Schwichtenberg und Kulturbüroleiter Dirk Kretzschmar am Sonntag, den 18. August Punkt 12 Uhr eröffnete.

Bereits am ersten Tag kamen mehr als 450 Besucher*innen, um die Ausstellung über Schwerins Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts zu sehen.

Auch die Spendenbox für die Restaurierung der alten Holzbohlendecke, die bei Abrissarbeiten des Gebäudes Am Markt 13 1975 entdeckt wurde, war bereits nach dem ersten Ausstellungstag prall gefüllt: Mehr als 600 Euro kamen zusammen.

Dank an Sponsoren und Unterstützer

Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS), Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Schwerin (WAG), Restaurant Café Prag-MTH Gastronomie GmbH, Piano-Haus Kunze, Holz- und Bautenschutz Dirk Schwichtenberg, Restaurant Lukas, Kunststoff Schult & Sohn GmbH, Thomas Helms Verlag Schwerin, Architekturbüro Michael Porep, Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS), Tischlerei Au, Elsholt GmbH, Lipako Digitales Druck- und Kopierzentrum GmbH, Friedrich Kruse Möbelspedition GmbH

Zurück Seite drucken

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin - Museen der Landeshauptstadt Schwerin

Herr Dr. Jakob Schwichtenberg
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Alte Crivitzer Landstr. 13
19053 Schwerin

0385-2084128
0385-2084129

Öffnungszeiten

Das Sommermuseum, Am Markt 1, hat bis zum 29. September 2019 täglich von 12.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Spenden

Anstelle des Eintritts wird um Spenden zur Restaurierung der historischen Raumausstattung des Gebäudes „Am Markt 13“ gebeten, die während des Abrisses des Gebäudes im Jahr 1975 geboren wurden. Jede Spende hilft zur Bewahrung und zukünftigen Präsentation der wohl ältesten und umfangreichsten Zeugnisse der Schweriner Wohnkultur.

Hier geht's direkt zum

Was sonst noch interessant ist