Das Projekt TANZTENDENZEN

© Oren Mansura, Daniel Kedem / OK DANCE

Leuchturm für zeitgenössischen Tanz und internationalen Kulturaustausch in Mecklenburg-Vorpommern

Die TANZTENDENZEN entstanden 1993 in Greifswald auf Initiative des Siemens Kulturprogramms in Zusammenarbeit mit dem Soziokulturellen Zentrum St. Spiritus. Seit Ende der 90er Jahre erweiterte sich der Veranstalterkreis um den Greifswalder Verein Hebebühne e.V. und das Theater Vorpommern, die das Festival zunächst jährlich und seit 2014 als Biennale ausrichteten.

Die TANZTENDENZEN sind eine Plattform für junge Choreographen, die ein eigenes Profil erkennen lassen und sich auf dem Sprung in die internationale Szene befinden. Viele heute international anerkannte Künstler steckten noch in ihren Kinderschuhen, als sie sich einst bei den TANZTENDENZEN präsentierten. Im Mittelpunkt stehen dabei Werke des zeitgenössischen Tanzes und der Performance. Ausdrückliches Ziel des Festivals sind Begegnung und Austausch junger Künstler untereinander und mit dem Publikum. Das Programm umfasst eine Bandbreite aktueller internationaler Arbeiten, die mit inhaltlicher Vertiefung durch Ausstellungen, Publikumsgespräche und Videoarbeiten präsentiert werden. Zusätzlich bieten Workshops Gelegenheit, sich praktisch mit Techniken und Auffassungen junger Choreographen vertraut zu machen.

Von Anfang an hatten die TANZTENDENZEN auch das Ziel, Akzente eines innovativen Kulturprojektes in einer strukturschwachen Region im Bereich des zeitgenössischen Tanzes und der Performance zu setzen. Möglichst viele Menschen sollen für diese Kunstform in ihren unterschiedlichen Facetten gewonnen werden.

2018 werden die TANZTENDENZEN breiter aufgestellt und zu einem grenzüberschreitenden Festival. Neue Partner sind die Oper Szczecin und das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. Die Ballettdirektoren aller drei Häuser wählten in diesem Jahr gemeinsam mit einem Gastkurator und Vertretern des Hebebühne e. V. die Gastspiele aus, die an allen drei Standorten aufgeführt werden. Zuvor wurden die Künstler mittels Ausschreibung aufgefordert, ihre neuesten Arbeiten per Videolink einzusenden.

In den vergangenen Jahren bewarben sich durchschnittlich 200 Choreographen aus dem In- und Ausland mit ca. 300 Beiträgen. Die Auswahl trifft das Kuratorium unter dem Aspekt neuer Entwicklungstendenzen und Trends im modernen Tanz. Die ausgewählten Arbeiten bewegen die Gemüter, inspirieren, verstören und hinterlassen Spuren. Sie tragen dazu bei, das kulturelle Leben im Nordosten nachhaltig und innovativ zu bereichern. Die Region wird somit zum Leuchtturm für zeitgenössischen Tanz und eines internationalen Kulturaustausches auf höchstem Niveau.

Durch die Einbindung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin soll ab 2018 auch die Landeshauptstadt zu einem international bekannten Treff- und Anziehungspunkt für zeitgenössischen Tanz in Mecklenburg-Vorpommern werden. In diesem Jahr sind Gastspiele aus folgenden Ländern zu erleben: Polen, Schweden, Niederlande, Schweiz, Israel und Deutschland.

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