Gesundheit & Erholung

Leitthema Gesundheit & Erholung

 © Andreas Duerst STUDIO 301

„Die Wende war ein Glück für Schwerin. Stadtgesellschaft und Stadtplaner haben das Beste daraus gemacht: eine wunderschöne – lebens – liebenswerte Stadt.“

Schwerin bietet sehr gute Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Bereits im 19. Jahrhundert zählte Schwerin zu den gesündesten Städten in Deutschland. Sauberes Wasser, gute Luft und viel Natur zum Erholen sind hervorragende Grundlagen für die Gesundheitsvorsorge. Und im Krankheitsfall stehen verschiedene medizinische Einrichtungen bereit, um wieder gesund zu werden. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Kliniken am Sachsenberg (Helios – Kliniken/Flemming – Klinik als Krankenhaus mit Maximalversorgung und Lehrkrankenhaus) sowie die Ärztezentren.

Davon profitieren nicht nur die Schweriner Bürgerinnen und Bürger. Immer mehr Menschen aus anderen Teilen Deutschlands und der Welt nutzen die vielfältigen Möglichkeiten zur Erholung in der »Stadt der Seen und Wälder«. Bereits jetzt ist Schwerin ein bedeutendes Ziel des Städtetourismus in Norddeutschland. Die Bundesgartenschau 2009 hat dies eindrucksvoll unterstrichen und gezeigt, welches Potential die Landeshauptstadt hier hat. Zukünftig soll in enger Zusammenarbeit mit dem Umland die Attraktivität der Region mit seinen zahlreichen architektonischen, kulturellen und natürlichen Reichtümern durch entsprechende Vermarktung noch gesteigert werden

Leitziele

Schwerin als Erholungsort entwickeln

Schwerin besitzt durch die einzigartige Naturausstattung eine Vielzahl von Flächen, die als Erholungsraum von besonderer Bedeutung sind.

Dazu gehören die zahlreichen Gewässer, aber auch die Grünflächen im privaten oder öffentlichen Bereich wie der Schlosspark, der Sachsenbergpark, gehölzreiche Blockinnenbereiche sowie Grünachsen im Bereich der Seenufer. Viele dieser Flächen bieten nicht nur ein besonderes Naturerlebnis. Sie haben auch eine wichtige Bedeutung für die Sicherung der Qualität der Böden, des Wassers, des Klimas und der Luft im Stadtgebiet. Vor allem in den dicht bebauten Innenstadtteilen mit geringerer Grünausstattung ist es Ziel, öffentliche Grünflächen für die Erholung zu sichern und zur Erhöhung des Freiraumanteils nach Möglichkeit zu erweitern.

Von besonderer Bedeutung für die Gesundheitsvorsorge ist der Lärmschutz. Hier besteht insbesondere in der Nähe stark befahrener Verkehrstrassen in den kommenden Jahren Handlungsbedarf. Ansätze zur Lärmminderung liegen insbesondere in einer Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs durch Förderung des Umweltverbundes
 

Gesundheitswirtschaft fördern

Gesundheit gewinnt auch als Wirtschaftsfaktor in Schwerin zunehmend an Bedeutung. Ein Schwerpunkt sind hier die Dienstleistungseinrichtungen der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung (Helios – Kliniken, Ärztezentren). Ein weiterer Bereich sind Unternehmen der Medizintechnik, die sich mit speziellen, innovativen Produkten (z.B. Wasserstrahlskalpell) über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben. Eine wachsende Zahl von Angeboten für die Ausbildung von Fachpersonal in Heilberufen und dem Gesundheitstourismus unterstützen diesen Trend. 

Im Rahmen der Wirtschaftsförderung wird die Stadt Initiativen, Projekte und die Ansiedlung von Unternehmen im Gesundheitssektor besonders unterstützen.

Wasser- und Naturtourismus ausbauen
Das große Potential der Stadt für die Erholung und die Gesundheitsvorsorge soll in den kommenden Jahren verstärkt genutzt werden, um die Attraktivität Schwerins für Besucherinnen und Besucher weiter zu erhöhen. Besondere Chancen liegen im Wasser- und Naturtourismus. Ideale Möglichkeiten für den Wassertourismus bietet der Schweriner See – einer der größten Binnenseen Deutschlands – mit der Anbindung über die Elde-Müritz-Wasserstraße an die Elbe sowie die Mecklenburgische Seenplatte. Jährlich wiederkehrende Wassersportevents haben sich als Besuchermagneten etabliert.
 
Um die wassertouristische Anziehungskraft Schwerins weiter zu fördern, soll in einem für das EU-Vogelschutzgebiet »Schweriner Seen« verträglichen Rahmen die maritime Infrastruktur ausgebaut werden. Die Anbindung des Schweriner Außensees durch einen Kanal über Wismar an die Ostsee würde nicht nur dem Wassertourismus sondern der Entwicklung der gesamten Region einen gewaltigen Schub geben. Das Naturerleben in den Natura 2000-Gebieten der Stadt soll insbesondere an geeigneten Uferabschnitten des Schweriner Innensees, des Ziegelaußensees und des Neumühler Sees durch Ausweisung und Entwicklung attraktiver Naturerfahrungsräume unterstützt werden.
Breitensport fördern

Schwerin ist eine bewegungsfreundliche Stadt, die vielfältige Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten bietet. Neben den traditionellen Hallensportarten Volleyball und Handball spielen aufgrund der landschaftlichen Voraussetzungen der Wasser- und der Laufsport in Schwerin traditionell eine große Rolle. Darüber hinaus bieten die zahlreichen Schweriner Sportvereine eine große Zahl an Sportangeboten für alle Altersgruppen, z.B. bei den Sportarten Fußball, Seniorensport, Segeln, Surfen und Gymnastik. Im Trend liegt auch der Gesundheitssport.

Ziel der Stadt ist es, die Voraussetzungen für den Breitensport zu erhalten bzw. weiter zu entwickeln. Dazu gehören insbesondere 

  • die Sicherung eines ausreichenden Angebots an Sporthallen und Sportplätzen für den Schul- und Freizeitsport sowie der Einrichtungen für den Wassersport und das ganzjährige Schwimmen,
  • die Erweiterung spezieller Sportangebote für Kinder, Jugendliche, Frauen, ältere und behinderte Menschen sowie 
  • die Förderung des Radverkehrs als Freizeitsport

Leitprojekte

Etablierung des »Schweriner Gartensommers«

Kurzbeschreibung

Mit den Wiederherstellungsmaßnahmen der historischen Schlossgärten sowie dem Neubau der »Schwimmenden Wiese« im Rahmen der Bundesgartenschau 2009 wurde eine weitere touristische Attraktion geschaffen. Die »touristischen Marke« »Parklandschaft« ergänzt dabei die vorhandenen Teilmarken Schloss – Stadt – Wasser. Schwerin hat dadurch eine vierte, für den Städtetourismus wichtige Erlebnissäule erhalten, die ein hohes Nutzungspotenzial besitzt, welches es zu entwickeln und zu vermarkten gilt.

Der »Schweriner Gartensommer« verfolgt als Veranstaltungsreihe in den Schlossgärten das Ziel, den vorhandenen Reigen kultureller und sportlicher Veranstaltungen zu stärken, thematisch besser zu ordnen und zu koordinieren und damit auch die touristische Verweildauer zu erhöhen. Obwohl der Schweriner Gartensommer mit seinem Programm nur selten alleiniger Reisegrund sein wird, soll er doch dazu beitragen, die Besucher Schwerins länger in der Stadt zu halten.

 

Realisierung eines Wassersportzentrums (maritimes Gewerbe, Marina, Wassertankstelle)

Kurzbeschreibung

Die Fläche des ehemaligen Klärwerksgeländes in der Bornhövedstraße ist geplant für ein größeres Wassersportzentrum »Schweriner See« (Bootsverleih, Sportboothafen, Charterbasis, Camping/ Schwimmende Häuser/ Wohnen am Wasser). Teil der Gesamtentwicklung sollte in jedem Fall eine privatwirtschaftlich betriebene Marina mit Wassertankstelle sein, die gerade durch den Sackgassencharakter unverzichtbar für die Entwicklung des Bootstourismus ist.

Der gesamte Bereich könnte somit touristisch erschlossen werden (Ausflugsziel) und würde eine bedeutende Angebotserweiterung erfahren, zum Beispiel die der bisher fehlenden Service - Infrastruktur. Gleichzeitig würden die Angebote zu einer wesentlichen Verbesserung für den Wassertourismus und zu einer Qualitätsorientierung führen. Dieses Projekt stellt eine grundlegende Voraussetzung für die Revierentwicklung »Schweriner Seenlandschaft« dar.

 

Ausbau und Qualifizierung des Netzes von ufernahen Naturerfahrungsstationen (SEENATOUR – Projekt)

Maßnahmen-Schwerpunkte: Kaninchenwerder-Süd, Freilichtmuseum, Naturschutzstation Zippendorf, aktualisierte Informationsangebote

Kurzbeschreibung

Die ursprünglich vom Land Mecklenburg – Vorpommern und dem Bundesamt für Naturschutz finanzierten Naturerfahrungsräume sollen das Naturerleben der Schweriner Seeufer verbessern und so auch die Akzeptanz des EU-Vogelschutzgebietes in der Stadt unterstützen.

Gleichzeitig entsteht hier eine kleine naturtouristische Infrastruktur für interessierte Wassersportler, Radfahrer und Wanderer.

 

Im Bereich der großen Seen Schaffung eines durchgängigen Wander- und Radwegenetzes abseits der Straßen

Kurzbeschreibung

Die Schaffung eines durchgängigen Wander- und Radwegenetzes abseits der Straßen soll insbesondere dazu beitragen, die Attraktivität des Radfahrens in der Landeshauptstadt sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt als auch für Touristen deutlich zu erhöhen.

Die Maßnahme dient auch dem Klimaschutz, indem der Anteil des motorisierten Individualverkehrs reduziert wird.

 

Ausbau des Sportparks Lankow

Kurzbeschreibung

Der Sportpark Lankow soll zu einem Fußballzentrum entwickelt und ausgebaut werden. Es soll hier insbesondere im Nachwuchsleistungssport eine Konzentration und Bündelung der Kräfte erfolgen. Zur Umsetzung wurde eine Entwicklungskonzeption für den Fußballsport in Zusammenarbeit mit allen Fußballvereinen und dem Stadtsportbund erarbeitet. Eine Konzentration im Sportpark Lankow und dessen Ausbau soll auch zur Schließung bestehender Anlagen mit hohem Sanierungsbedarf (Krösnitz, Görries, Paulshöhe) und zur Einsparung von Bewirtschaftungskosten führen.

 

Projekt » Sport und Gesundheit« (Zielgruppe Mütter mit Kleinkindern in der Elternzeit und danach)

Kurzbeschreibung

Das Projekt ist Teil der Gesundheitsprävention durch sportliche Betätigung und wendet sich in diesem Rahmen an die spezielle Zielgruppe der Mütter (und Väter) mit Kleinkindern in der Elternzeit und danach. Ziel ist der Ausbau des Bewegungs- und Sportangebots für Eltern mit ihren Kleinkindern und Kindern (incl. Sprachförderung) insbesondere im Prozess der »Sozialen Stadt« und in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund.

Umsetzung des Generationenvertrages zum Trinkwasserschutz

Kurzbeschreibung

Der Generationenvertrag zum Trinkwasserschutz wurde 1995 zwischen Vertretern der Politik, kommunaler Unternehmen und Schülervertretern geschlossen. Seitdem wird er begleitet durch eine Reihe wichtiger Projekte, die die Ressource Trinkwasser für die Landeshauptstadt Schwerin nachhaltig schützen.

Im Rahmen der Aktualisierung des bestehenden Generationsvertrages wollen der öffentliche Wasserversorger, die WAG Schwerin mbH, und die Wasserbehörde der Stadt gemeinsam Leitprojekte entwickeln, die den Trinkwasserschutz mit seinen tangierenden Sachbereichen wie Gewässerschutz, Grundwasserschutz und städtebauliche Rahmenplanungen stärker in den Blick der gesellschaftlichen Wahrnehmung rückt, die Imagebildung unterstützt und die bereits bestehende Zusammenarbeit mit allen betroffenen Einrichtungen und Institutionen weiter intensiviert. Hierzu sollen konkrete Ziele und Terminketten zum nachhaltigen Schutz der Wasserressourcen entwickelt werden.

 

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Landeshauptstadt Schwerin - Fachgruppe Stadtentwicklung

Herr Holger Oertel
Technischer Sachbearbeiter
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