UN-Behindertenrechtskonvention

Lokaler Teilhabeplan der Landeshauptstadt Schwerin

"Teilhabe für alle!" - Vision für die Landeshauptstadt Schwerin

David-W- / photocase.de
Jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Behinderung, hat laut der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN BRK) das Recht, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Und er hat einen Anspruch, als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft anerkannt zu werden. Dieser Inklusionsgedanke, diese Vision gesellschaftlicher Akzeptanz, Wertschätzung und Teilhabe aller Menschen in ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten, soll in der Landeshauptstadt Schwerin Realität werden. Es soll die Gesellschaft sein, die ihre Strukturen an Menschen mit Behinderung anpasst und nicht umgekehrt. Mit dem lokalen Teilhabeplan will Schwerin ein umfassendes Maßnahmenpaket entwickeln, um diese Vision verwirklichen zu können. Dazu hat die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat der Landeshauptstadt ein Projekt gestartet.  Zur nachhaltigen Umsetzung des Planes ist geplant, dafür ein Inklusionsgremium von der Landeshauptstadt Schwerin ins Leben zu rufen, welches den Prozess in den nächsten Jahren steuern und begleiten wird.

Was ist die UN-BRK?
Die UN-Behindertenrechtskonvention [Externer Link] besteht aus 50 Artikeln. Zunächst werden die Ziele der Konvention und allgemeine Verpflichtungen erläutert. Ferner wird der Grundsatz der Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung dargestellt. Es folgen Artikel über behinderte Frauen und behinderte Kinder. Darüber hinaus geht es um Bewusstseinsbildung und Barrierefreiheit. Danach werden besondere Lebensbereiche angeschnitten: von gleicher Anerkennung vor dem Recht, dem selbstbestimmten Leben in der Gemeinschaft über die Fragen von Gesundheit und Arbeit bis hin zu Kultur und Freizeit.

Auftrag der Stadtvertretung
Am 21.02.2011 beschloss die Schweriner Stadtvertretung, einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention zu erarbeiten. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Zusammenarbeit mit Betroffenen gelegt werden. Ziel ist es, langfristige und teure Maßnahmen zu identifizieren und kurzfristig finanzierbare Maßnahmen möglichst zeitnah umzusetzen. Defizite und entsprechende Lösungsvorschläge sollten möglichst konkret aufgezeigt werden. Der Plan soll stetig fortgeschrieben werden. (Drs.-Nr. 00678/2010).

Ziel des lokalen TeilhabeplansDer lokale Teilhabeplan soll ein strategisch ausgerichtetes Handlungsprogramm für die Landeshauptstadt  Schwerin werden. Er enthält eine Beschreibung der Probleme, die durch den Plan behoben werden sollen, legt konkrete Ziele sowie Maßnahmen fest, mit denen diese Ziele erreicht werden können. Darüber hinaus regelt er die koordinierte Ausführung, Evaluation und Fortentwicklung dieser Maßnahmen. Der Aktionsplan wird das Ergebnis eines transparenten und partizipativen Arbeitsprozesses sein und ist öffentlich zugänglich.

Teilprojektgruppen
Der Teilhabeplan wird in Projektform erarbeitet. Hierzu wurden entsprechende Handlungsfelder bzw. Teilprojekte erarbeitet:

TP 1 – Erziehung, Bildung, Sport
TP 2 – Arbeit und Beschäftigung
TP 3 – Wohnen
TP 4 – Kultur und Freizeit
TP 5 – Gesundheit und Pflege
TP 6 – Mobilität und Barrierefreiheit/Bauen
TP 7 – Kommunikation und Information/Bewusstseinsbildung
TP 8 – Schutz der Persönlichkeit/Gleichberechtigung

Externe Links

Kontakt UN-BRK

Landeshauptstadt Schwerin


Koordinierungsstelle UN-BRK


Am Packhof 2-6
19053 Schwerin


E-Mail:  Koordinierungsstelle-UN-BRK@Schwerin.de