Asyl

Asyl

 © Fotolia/Christine Wulf

Asyl ist in Deutschland ein von der Verfassung geschütztes Recht. Menschen, die aus anderen Teilen der Welt vor Gewalt, Krieg und Terror fliehen, sollen hierzulande Schutz finden. Mit ihrer Ankunft in Deutschland erreichen Geflüchtete – oft nach Jahren der Bedrohung – sicheres Terrain. Doch Gewissheit, ob sie und ihre Familien hier dauerhaft leben und arbeiten können, gibt es erst mit der endgültigen Entscheidung über ihren Asylantrag.

 

Politisches Asyl

Als politisch verfolgt gem. Art. 16a Grundgesetz (GG) gilt, wer gezielten und intensiven ausgrenzenden Rechtsverletzungen ausgesetzt war und aus diesem Grund gezwungen war sein Heimatland zu verlassen und im Ausland Schutz zu suchen. Die Verfolgung muss im direkten Zusammenhang mit der eigenen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Überzeugung stehen. Allgemeine Notsituationen wie eine Hungersnot oder Umweltkatastrophen werden nicht als Asyl- oder Fluchtgrund anerkannt.  Wird Asyl beantragt, muss die Verfolgung vom Staat ausgehen oder ihm zuzurechnen sein. Bei der Flüchtlingsanerkennung kann die Verfolgung laut der Genfer Flüchtlingskonvention auch von nichtstaatlichen Akteuren ausgehen. 

Allgemeine Informationen

1. Asylverfahren

Asylbehörde ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das in jeder Erstaufnahmeeinrichtung ein Büro hat. Dort werden die Flüchtlinge von den Mitarbeiter(innen) der Asylbehörde zu ihren Fluchtgründen und zum Ablauf ihrer Flucht befragt. Die Flüchtlinge bekommen fürs erste eine Aufenthaltsgestattung. Damit dürfen sie in Deutschland bleiben, bis über ihren Asylantrag entschieden ist. Flüchtlinge, die nicht aus sogenannten "sicheren Herkunftsstaaten" kommen, verlassen spätestens nach sechs Monaten die Aufnahmeeinrichtung und werden nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel einer Stadt oder einem Landkreis zugewiesen. Die Stadt oder der Landkreis ist dann für ihre Unterbringung zuständig.

Ablauf des Asylverfahrens

Asylum and refugee protection

 

2. Herkunftsländer

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis Dezember 2015 wie folgt:

 Herkunftsland

Asylanträge

davon:
Erstanträge

davon:
Folgeanträge

Syrien

162.510

158.657

3.853

Albanien

54.762

53.805

957

Kosovo

37.095

33.427

3.668

Afghanistan

31.902

31.382

520

Irak

31.379

29.784

1.595

Serbien

26.945

16.700

10.245

Mazedonien

14.131

9.083

5.048

Ungeklärt

12.166

11.721

445

Eritrea

10.990

10.876

114

Pakistan

8.472

8.199

273

Gesamt

 476.649

441.899 

34.750 

Unter den zehn Hauptherkunftsländern fanden sich 2015 vier aus der Balkanregion: Serbien, Kosovo, Mazedonien und Albanien. Zuzüglich der Asylbewerber aus Bosnien-Herzegowina und Montenegro kamen im Jahresdurchschnitt 2015 etwa 30 Prozent aller Asylbewerber aus den sechs Staaten des Westbalkans. Allerdings verringerte sich deren Anteil in der zweiten Jahreshälfte kontinuierlich und lag im Monat Dezember 2015 nur noch bei 8 Prozent von allen Asylbewerbern.

Übersicht über die anhängigen Asylverfahren in Schwerin weitere Informationen
Zurück Seite drucken

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin

Fachgruppe Ausländerbehörde 

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-1812
+49 385 545-1809
auslaenderbehoerde@schwerin.de

Öffnungszeiten

Montag:

08.00 - 16.00 Uhr

Dienstag:  

08.00 - 18.00 Uhr

Donnerstag:

08.00 - 18.00 Uhr