Sterben

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Erstbeurkundungen von Sterbefällen

Ein Todesfall stellt für die Hinterbliebenen immer eine Ausnahmesituation dar. Um die Beurkundung in dieser schweren Situation gewährleisten zu können, sollte dem Standesamt der Sterbefall spätestens an dem Werktag, der dem Todestag folgt, von den Familienangehörigen, dem Leiter des Krankenhauses oder jeder anderen Person, die vom Sterbefall Kenntnis genommen hat, angezeigt werden.

In der Regel übernimmt diese Meldung jedoch der beauftragte Bestatter für Sie.

Gebühr für die Ausstellung einer Sterbeurkunde beträgt 12 €

Friedhöfe in Schwerin

Orte der Erinnerung

Friedhöfe sind nicht nur Beisetzungsorte. Sie dienen den Lebenden als Orte des Abschieds, der Besinnung und inneren Einkehr. Darüber hinaus erfüllen sie wichtige und schützenswerte Funktionen in unserer Gesellschaft. Sie dienen als Freiräume der Erholung und des sozialen Miteinanders, leisten für die Umwelt einen ökologischen und klimatischen Beitrag und bieten Lebensraum für Flora und Fauna. Als Zeitzeugen spiegeln sie die Stadtgeschichte wider.

Die SDS-Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin nimmt die Aufgaben des Friedhofs- und Bestattungswesens für die Landeshauptstadt wahr. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören der Alte Friedhof, der Waldfriedhof und die Trauerhallen auf den Friedhöfen. In den Sachgebieten Friedhofsverwaltung und Bestattung/Friedhofsbewirtschaftung sind Gärtner, Kraftfahrer und Mitarbeiter der Verwaltung sowie der Trauerhallen tätig.

Die Friedhöfe der SDS befinden sich an folgenden Standorten:
Alter Friedhof Obotritenring 247
Waldfriedhof   Am Krebsbach 1
Friedhof der OdF Obotritenring/gegenüber dem Alten Friedhof

 

Überblick über die Schweriner Friedhöfe

Alter Friedhof

Der Alte Friedhof umfasst eine Fläche von ca. 28,1 ha. Der Friedhof befindet sich am Obotritenring. Er ist erreichbar mit dem Bus der Linie 11/12 bis Haltestelle "Alter Friedhof".

Trauerhallen - Alter Friedhof

Das zu Beginn des 20.Jahrhunderts errichtete Gebäude wird heute für Trauerfeierlichkeiten genutzt.
Es stehen eine große und eine kleine Trauerhalle, Abschiedskabinen und separate Aufenthaltsräume für die Angehörigen und Trauergäste zur Verfügung. Mit der Fertigstellung des Neubaus eines Krematoriums 1995 am Waldfriedhof werden am Alten Friedhof keine Feuerbestattungen mehr durchgeführt. Das Krematorium des Alten Friedhofs ist im Baustil, der typisch für die 1920er und 30er Jahre war, errichtet worden. Dieses Gebäude sollte Monumentalität und Funktionalität vereinen.
Das Krematorium wurde durch den Stadtbaurat Andreas Hamann errichtet. Er wurde am 19. Juli 1884 in Schwerin geboren. Im Jahre 1919 bekam Andreas Hamann die Berufung als Stadtbaumeister des Schweriner Magistrats. Er wurde bekannt durch seine Arbeiten im Stile des staatlichen Bauhauses, wie die Gerhart – Hauptmann – Schule, den Erweiterungsbau des Stadtkrankenhauses in der Werderstraße und durch das Krematorium. Hamann starb am 15. März 1955 und wurde auf dem Alten Friedhof in Schwerin beigesetzt.

Große Trauerhalle

  • für Trauerfeier und Feierliche Abschiednahme am Sarg oder an der Urne
  • ca. 90 Sitzplätze
  • bei Bedarf kann die Empore genutzt werden

Kleine Trauerhalle

  • für Trauerfeier und Feierliche Abschiednahme an der Urne
  • 16 Sitzplätze

Benutzung der Trauerhallen

  • Tauerfeier mit Trauerrede und Musik
  • Feierliche Abschiednahme mit kurzer Trauerrede oder Musik
  • Stille Beisetzung mit Angehörigen ohne Bestattungsfeierlichkeiten

Für die Abschiednahme am offenen Sarg stehen separate Abschiedsräume zur Verfügung.

Geschichte des Alten Friedhofs
Waldfriedhof

Der Waldfriedhof umfasst eine Fläche von 24,7 ha. Der Friedhof ist erreichbar mit der Straßenbahn Linie 3 und 4 sowie mit dem Bus der Linie 13 und 16 bis Haltestelle "Waldfriedhof".

Trauerhallen - Waldfriedhof 

Große Trauerhalle

  • für Trauerfeiern und Feierliche Abschiednahme am Sarg oder an der Urne
  • ca. 192 Sitzplätze
  • bei Bedarf kann die Empore mitgenutzt werden

Kleine Trauerhalle

  • für Trauerfeiern und Feierliche Abschiednahme am Sarg oder an der Urne
  • 34 Sitzplätze

Benutzung der Trauerhallen

  • Tauerfeier mit Trauerrede und Musik
  • Feierliche Abschiednahme mit kurzer Trauerrede oder Musik
  • Stille Beisetzung mit Angehörigen ohne Bestattungsfeierlichkeiten

Für die Abschiednahme am offenen Sarg stehen separate Abschiedsräume zur Verfügung.

Geschichte des Waldfriedhofs
Friedhof der OdF

Der Friedhof umfasst eine Fläche von 1,1 ha. Der Friedhof befindet sich am Obotritenring. Er ist erreichbar mit dem Bus der Linie 10 und 11 bis Haltestelle "Alter Friedhof".

Geschichte des Friedhofs der OdF
Kriegsgräber

Kriegsgräber finden Sie in Schwerin an folgenden Orten:

  • Alter Friedhof
  • Friedhof der Opfer des Faschismus
  • Grünes Tal
  • Katholischer Friedhof
  • Friedhof auf dem Sachsenberg
  • Waldfriedhof
Verwaister jüdischer Friedhof

Der Friedhof befindet sich in der Bornhövedstraße. Auf dem Friedhof werden keine Bestattungen mehr vorgenommen.

Dem Eigenbetrieb obliegt die Pflege des Friedhofes im Auftrage des Innenministeriums auf Grund des Vertrages zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern (vom 14. Juni 1956).

Historische Friedhöfe

In Schwerin befanden sich folgende Bestattungsplätze:

Schelffriedhof (heutiger Schelfpark)

Der Friedhof befand sich zu Zeiten seiner Errichtung außerhalb der Stadt.
Er wurde von 1771 bis 1929 belegt und von der Evangelisch-Lutherischen  Landeskirche Mecklenburg verwaltet. Es finden sich heute noch die Grabmähler von Sophie von Brandenstein (1787-1790), Stine von Brandenstein (1757-1832), Caroline von Brandenstein), Pastor Heinrich Alexander  Seidel (=1861), Geheimer Kammerrath Johann Schumacher (1786-1855) und seiner Ehefrau Luise Schuhmacher (1800-1865), Baukondukteur Ludig Willbrand (1822-1853), sowie
Dr. Jur. Carl Anton Wilhelm Beste (=1855) im Park. Der Park mit seinen verbliebenen Grabmählern steht unter Denkmalschutz.

Friedhof auf dem Sachsenberg

Friedhof der Nervenklinik Schwerin Sachsenberg - heute Helios Kliniken Schwerin
Die Einweihung des Begräbnisplatzes auf dem Gelände der Nervenheilanstalt auf dem Sachsenberg erfolgte 1851, eine erste Erweiterung war 1873 notwendig. Mit der Weihe des Anstaltskirchhofs im Jahr 1900 wurde der Platz erneut erweitert. 1914 wurde die neuerbaute Totenkapelle geweiht.
Der Friedhof als Teil des Parkes ist denkmalgeschützt. Auf ihm befinden sich u.a. das Grab des niederdeutschen Dichters und Betriebsinspektors der Anstalt, Rudolf Tarnow, Caroline Flemming und des Sängers Hill sowie Kriegsgräber.

Katholischer Friedhof

Der Friedhof steht unter Denkmalschutz.
Am 13. Mai 1861 wurde der katholische Friedhof zwischen der heutigen Wismarschen Straße und dem Aubach eingeweiht. Hier wurden z.B. die beiden Geistlichen Joseph Brocken (=1873) und Joseph Brüx (=1935), die jahrzehntelang der Gemeinde gedient haben und die 1929 hochbetagt gestorbene Schauspielerin Luise Eyben, bestattet. Auf diesem Friedhof ruhen auch 50 französische Kriegsgefangene aus den Jahren 1870/71; ihnen wurde hier nach Friedensschluss ein Denkmal gesetzt.

Jüdischer Friedhof - Bornhövedstraße

Auf einer Anhöhe am Heidensee wurde bereits 1717 der jüdische Friedhof angelegt und umfasste nach mehreren Erweiterungen eine Größe von ca. 2000 m2. Er wurde in der Nazizeit zum größten Teil zerstört, der Rest wurde eingeebnet und während des letzten Krieges als Flackstation benutzt. Von den Grabsteinen sind jedoch die meisten erhalten geblieben. 1949 wurde der Friedhof zum Teil wiederhergestellt, etwa 25 Grabsteine konnten aufgestellt werden. Die letzte Bestattung erfolgte in den 1970er Jahren. Heute werden dort keine Bestattungen mehr vorgenommen.

Domfriedhof

1779 wurde auf dem hohen Felde an der Reiferbahn Acker für den Friedhof angekauft.
Der Friedhof wurde 1786 geweiht und lag zwischen Reiferbahn und dem noch heute so genannten
Totendamm. Die Anlage gehörte zu den Bauaufgaben von Oberhofbaurat Johann Joachim Busch, der auch Schöpfer der barocken Residenz Ludwigslust war.
Nach Eingriffen um 1900 und Kriegszerstörungen 1945 existiert der Friedhof nicht mehr. Auf einem teil des ehemaligen Friedhofsgeländes befindet sich heute der Schulhof des Fridericianums.

Ansprechpartner

Sitz der Friedhofsverwaltung

Waldfriedhof
Am Krebsbach 1
19061 Schwerin

Tel.: +49 385 641080
Fax: +49 385 6410819
E-Mail: info@sds-schwerin.de

Für Fragen zu Bestattungen und Trauerfeiern, einschließlich Terminvergaben und allen Fragen zu Nutzungsrechten auf dem Waldfriedhof, Alten Friedhof und Friedhof der OdF wenden sich alle Bestatter, Gewerbetreibenden, Nutzungsberechtigte und Kunden bitte an die gemeinsame Friedhofsverwaltung im Verwaltungsgebäude am Waldfriedhof.

Zur Erteilung von Auskünften sowie Beratung und die Beantragung von Fahrgenehmigungen steht Ihnen das Service-Büro zur Verfügung.

Service-Büro Alter Friedhof
Obotritenring 247
19053 Schwerin

Tel.: +49 385 732697
Fax: +49 385 7610842
E-Mail: info@sds-schwerin.de

Öffnungszeiten der Friedhöfe

Der Alte Friedhof, der Waldfriedhof und der Friedhof der OdF sind für Besucher zu folgenden Zeiten geöffnet:

01. Oktober bis 31. Oktober  08:00 bis 19:00 Uhr
01. November bis 28. Februar      08:00 bis 17:00 Uhr
01. März bis 31. März      08:00 bis 19:00 Uhr
01. April bis 30. September   07:00 bis 21:00 Uhr

Alle Besucher werden gebeten, die Öffnungszeiten zu beachten und sich abends rechtzeitig zu den Ausgängen zu begeben.

Bitte beachten Sie, dass das Befahren der Friedhöfe nur mit einer Fahrgenehmigung gestattet und nur von Montag bis Freitag in den Zeiten von 8:00 bis 15:30 Uhr möglich ist.

Anschließend werden der Poller auf dem Alten Friedhof und das Tor auf dem Waldfriedhof geschlossen!
An Feiertagen sowie am 24.12 und 31.12 ist der Friedhof für Fahrzeuge geschlossen.

Öffnungszeiten der Friedhofsverwaltung
Friedhofsverwaltung Waldfriedhof, Am Krebsbach 1
Montag 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Dienstag geschlossen 
Mittwoch 08:30 Uhr bis 12.00 Uhr
Donnerstag 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Servicebüro Alten Friedhof, Obotritenring 247
Dienstag  13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Anmeldung für Bestatter und Gewerbetreibende
Montag 08:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Dienstag 08:00 Uhr bis 15:30 Uhr 
Mittwoch 08:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Donnerstag

08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

(März - Oktober)
08:00 Uhr bis 17:00 Uhr

(November - Februar)

Freitag

08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

 

Friedhöfe und Bestattung

Was ist zu tun?

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Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin

Fachgruppe Standesamt 

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-1690
+49 385 545-1689
standesamt@schwerin.de

Öffnungszeiten

Montag: 08.00 - 16.00 Uhr
Dienstag:   08.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag: 08.00 - 18.00 Uhr

Kontakt

Waldfriedhof - Sitz der Friedhofsverwaltung

Am Krebsbach 1
19061 Schwerin
+ 49 385 641080
+49 385 6410819
info@sds-schwerin.de

Alter Friedhof

Obotritenring 247
19053 Schwerin
+49 385 732697
+49 385 7610842
info@sds-schwerin.de