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Veranstaltungen

Interkulturelle Wochen 2021: #offen geht

 © Landeshauptstadt Schwerin

Vom 19. September bis zum 3. Oktober feiert Schwerin die Interkulturellen Wochen unter dem Motto #offen geht. Ein buntes Programm von Kunst und Kultur, über Musik und Sport bis hin zu Dialogformaten erwartet die Gäste. Eröffnet werden die Interkulturellen Wochen am Sonntag, den 19. September 2021, um 14 Uhr durch den zweiten stellvertretenden Bürgermeister Andreas Ruhl und Ansprachen der Religionen im Garten der Petrusgemeinde mit dem Festival der Kulturen. Ein Festgottesdienst anlässlich der Interkulturellen Wochen findet bereits um 11 Uhr statt.
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungen in diesem Jahr laufend an die entsprechende Verordnungslage angepasst werden.

AKTUELLE ÄNDERUNGEN:

- Das Nachtturnier am 24.09. musste leider auf Grund der aktuellen Verordnungslage abgesagt werden.
- Die Kundgebung zum Weltfriedenstag am 21.09. findet bereits um 15.00 Uhr statt!
- Der Sporttag mit Schach, Backgammon und Co bei Makkabi e.V. findet am 25.09. statt.
Programm

Veranstaltungsarchiv

Interkulturelle Wochen 2020: Zusammen leben, zusammen wachsen

Vom 13.09. bis zum 03.10. fanden die Interkulturellen Wochen 2020 in Schwerin statt, die nicht nur aufgrund ihres 30. Jubiläums in diesem Jahr unter ganz besonderen Vorzeichen standen. Viele Veranstaltungsformate konnten sich nicht wie in gewohnter Form umsetzen lassen. Nichtsdestotrotz gab es zahlreiche und vielfältige Programmpunkte und Veranstaltungen, welche tolle Möglichkeiten für Dialog, Austausch sowie interessanten und bereichernden Begegnungen geboten haben.

Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ein großes Dankeschön an alle Initiativen, Vereine und Institutionen, welche mit ihren Ideen und ihrem Enthusiasmus in diesem besonderen Jahr trotz der herausfordernden Umstände für ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm gesorgt haben. Danke für das Engagement und die wichtige und unverzichtbare Arbeit, die Sie jeden Tag (auch jenseits des Veranstaltungszeitraum der IKW) leisten! 

Sommerfest des Projekts Kita-Einstieg am 21.06.2019
 © jamtsberg

Kita-Einstieg Schwerin: Sommerfest am 21.06.2019

Am 21. Juni 2019 fand im Rahmen des BMFSFJ geförderten Projektes „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ ein Sommerfest im Mehrgenerationenhaus in der Keplerstraße in Schwerin statt. Die beiden am Projekt beteiligten Träger, Caritas und Internationaler Bund, begrüßten bei bestem Wetter etwa 35 Kinder und ihre Familien. Zu Besuch kamen im Laufe des Tages zudem die Vorschulgruppe der Kita „KinderGalaxie“ und die Tagesgruppe „Robinson“ zum gemeinsamen Spielen.

Die Kinder nutzten rege das Spielangebot des FUNtrucks des Deutschen Kinderschutzbundes, ebenfalls ein von der Landeshauptstadt gefördertes Projekt, und probierten sich beim Riesen-Vier-Gewinnt, beim Trommeln, Becherstapeln, Tischhockey oder einer anderen der vielen Spielmöglichkeiten. Auch der Kinderschminktisch lockte mit tollen Motiven und war zu jeder Zeit besetzt. Zwischendurch konnten sich alle am Grill eine Stärkung abholen oder die Sonne bei einer Kugel Eis genießen.

Die Eltern hatten bei dem Fest die Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee zum Thema „Kita“ zu informieren und auszutauschen. Für die wöchentlichen Angebote, bei denen die Kinder in den Kita-Alltag schnuppern können, meldeten sich noch auf dem Fest neue Familien an. „Damit geht das Konzept einer möglichst unkomplizierten Informationsvermittlung auf, die Kinder verleben einen schönen Tag und die ganze Familie profitiert danach von der Teilnahme im Programm“, resümiert die Integrationsbeauftragte Maren Jakobi. Vielen Dank an alle Beteiligten, die das Fest organisiert und gestaltet haben. Ganz besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen, die unser Projekt tatkräftig unterstützen.

Begegnungsnachmittag der Religionen am 14.10.2018
 © ckoepcke

Jüdisches Leben vorgestellt

Über 30 Besucher aus allen Religionen Schwerins trafen sich zum Begegnungsnachmittag in der Evangelischen Petrusgemeinde

Am Sonntag, 14. Oktober, trafen sich über 30 Besucher unterschiedlicher Religionen zum Begegnungsnachmittag in der Evangelischen Petrusgemeinde, Ziolkowskistraße 17, zu dem der Interreligiöse Dialog der Landeshauptstadt Schwerin eingeladen hatte. „Aufeinander zugehen, statt sich ängstlich auszuweichen. Versuchen, den anderen kennenzulernen, in seiner Art zu glauben und zu beten. Nach Gemeinsamkeiten suchen, statt sich an den Unterschieden aufzureiben. Dem andren freundlich, respektvoll und aufmerksam begegnen. Um all das zu tun, sind Sie heute hierhergekommen“, sagte Pastor Ina Diesel von der gastgebenden Petrus-Gemeinde in ihrem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung. Dimitri Avramenko von der Fachstelle Integration  überbrachte die Grüße der Landeshauptstadt Schwerin und des Oberbürgermeisters. Er betonte, dass der Begegnungsnachmittag der Religionen  ein fester Bestandteil der Interkulturellen Wochen bildet. Er wurde 2006 ins Leben gerufen und ist seitdem eine gute Tradition geworden. Gespräche seien heute wichtiger denn je.

Rabbiner Juriy Kadnykov von der jüdischen Gemeinde moderierte die Veranstaltung. Die Gäste sangen zusammen ein jüdisches Lied, das zum Ausdruck bringt, wie gut es ist, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Er berichtete danach ausführlich vom jüdischen Leben. Die Bezeichnung Jude kommt von Juda, einem der Söhne des Erzvaters Jakob und heißt so viel wie ich sage Gott Dank. Er wies auf die Bedeutung Abrahams hin, der eine wichtige Rolle spielt im Judentum als dem Stammvater, bei den Christen als geistlicher Vater und auch im Islam kommt ihm eine wichtige Rolle zu. Er erläuterte das jüdische Gesetz, das 365 Verbote und 248 Gebote beinhaltet. Der Rabbiner stellte die Geschichte des jüdischen Volkes dar von dem Auszug aus Ägypten und der Gesetzgebung auf dem Sinai im 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung bis zur Zerstreuung ab dem Jahr 70. Erste Spuren jüdischen Lebens in Mecklenburg sind um das Jahr 1 000 nachweisbar. Juriy Kadnykov schilderte auch die Situation der jüdischen Gemeinde in Schwerin. Vor fast 80 Jahren war sie gezwungen, ihre Synagoge abzutragen. Der Neuanfang nach 1945 gestaltete sich nicht einfach. 1989 lebten in Mecklenburg nur noch neun Menschen jüdischen Glaubens. Er verwies darauf, dass letzte Volkskammer der DDR den Weg bahnte für die Aufnahme jüdischer Kontingentflüchtlinge und es seit 1994 wieder eine jüdische Gemeinde in Schwerin gibt. Rabbiner Kadnykov erläuterte, dass wegen der derzeit schwierigen Arbeitsmarktsituation junge jüdische Menschen Schwerin verlassen, um woanders nach dem Studium einen Job zu finden.

Kleine Besucher hatten die Möglichkeit, in die Welt der Märchen aus 1000 und einer Nacht einzutauchen. Dafür sorgte Haiko Hasan Hoffmann.

Danach sangen die Besucher bei den Liedern mit, unter anderem bei dem Song „Er hält die ganze Welt in der Hand“.

Außerdem konnten sich die Besucher ihre Namen auf Arabisch oder auf Hebräisch von Haiko Hasan Hoffman schreiben lassen.

Auch für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt. Frank Möller vom Verein New Social Way hatte sich mit weiteren Helfern darum gekümmert. Zum Interreligiösen Dialog in Schwerin gehören die jüdische Gemeinde, der Islamische Bund Schwerin e.V., das Islamische Zentrum Schwerin e.V., die katholische Propsteigemeinde St. Anna, die Evangelischen Kirchen und die russisch-orthodoxe Gemeinde.

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