Talsohle ist überschritten
Die Immobilienpreise ziehen wieder an
Die Transaktionen am Schweriner Immobilienmarkt nehmen zu und die Preise ziehen moderat an. Die Unsicherheit der Marktteilnehmer aufgrund der aktuellen monetären Risiken durch steigende Baupreise und Bauzinsen, zeitgleich einhergehend mit Ölkrise und Inflation, ist jedoch trotzdem zu spüren. Dies und vieles mehr geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht der Landeshauptstadt Schwerin hervor, den der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in seiner jährlich stattfindenden Sitzung erörtert hat. Im Demmlersaal des Rathauses, unter der Leitung des Vorsitzenden Ulrich Frisch, haben die ehrenamtlichen Sachverständigen den aktuellen Grundstücksmarktbericht sowie die Bodenrichtwertkarte zum Stichtag 01.01.2026 beschlossen.
Anzahl der Grundstückskäufe um 21 % gestiegen
Der Schweriner Immobilienmarkt gelangt mit 649 abgeschlossenen Grundstückskaufverträgen langsam wieder in sicheres Fahrwasser. Wie die Abbildung zeigt, erholen sich die Vertragszahlen und es ist das zweite Jahr in Folge ein Anstieg zu verzeichnen. Bis zum langfristigen Mittel von 750 Verträgen pro Jahr fehlen zwar noch rund 100 Verträge, jedoch ist der Tiefstand von 2023 (458 Verträge) schon weit übertroffen. Der absolute Verkaufsschlager sind Eigentumswohnungen mit 60 % Marktanteil. Fehlende Baugebiete sorgen jedoch dafür, dass nur sehr wenige Grundstücke für den Wohnungsbau veräußert wurden.
Bebaute Grundstücke
Im Jahr 2025 wurden mit 206 bebauten Grundstücken 5 % weniger Immobilien verkauft als 2024. Es wurden 53 Ein- und Zweifamilienhäuser veräußert, ein Minus von 21 Verträgen. Dafür wurden mit 47 Doppel- und Reihenendhäusern fast die Vorjahresumsätze (52) erreicht. Mit 55 Verkäufen belebt sich auch der Markt für Mehrfamilienhäuser, im Vorjahr wurden 51 Objekte veräußert.
Für individuell genutzte Wohnhäuser sind die preisbestimmenden Merkmale die Lage des Grundstückes, das Baujahr und der Bau- und Unterhaltungszustand des Gebäudes. Die durchschnittlichen Erlöse pro Quadratmeter Wohnfläche liegen für sanierte Objekte, Baujahre bis 1949 und Baujahre ab 1991 bis 2021 bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern zwischen 2.530 und 3.150 €/m² und bei Doppelhaushälften sowie Reihenendhäusern zwischen 2.530 und 2.660 €/m². Bei Reihenmittelhäusern liegt das Preisniveau zwischen 1.980 und 2.540 €/m². Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Wohn- und Teileigentum
Inzwischen hat sich das Wohn- und Teileigentum mit 60 % Marktanteil als Verkaufsschlager auf dem Schweriner Immobilienmarkt entwickelt. Von 200 Wohnungen im Jahr 2024 legte der Weiterverkauf von Eigentumswohnungen im Jahr 2025 weiter zu, er stieg auf 310 Verkäufe. Auch der Erstverkauf von Eigentums-wohnungen ist mit 65 Verkäufen um 76 % gegenüber 2024 gestiegen. Bei durchschnittlich ausgestatteten Wohnungen mit 45 bis 120 m² Wohnfläche liegt der Preis bei 1.940 €/m² Wohnfläche und damit 30 €/m² über dem Durchschnittspreis des Vorjahres.
Grundstücksmarktbericht ist gedruckt und digital erhältlich
Der Grundstücksmarktbericht wird über den Geoshop Schwerin in gedruckter und digitaler Form angeboten. In digitaler Form kann er als PDF kostenfrei auf der Website oder im Geoshop downgeloadet werden. Die Grundstücksmarktberichte der Vorjahre finden Sie zur Einsicht und zum kostenfreien Download im untenstehenden Archiv.
Benötigen Sie die Grundstücksmarktberichte zurückliegender Jahre, so wenden Sie sich bitte mit Ihrem Anliegen an die Geschäftsstelle.
Nachfolgend können Sie den aktuellen Grundstücksmarktbericht 2026 kostenfrei herunterladen.
