Die Anerkennung des Residenzensembles Schwerin als UNESCO-Weltkulturerbe und die damit einhergehenden Qualitätsmaßstäbe erfordern einen sensiblen Umgang mit dem baukulturellen Erbe in Schwerin. Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Stadt. Insbesondere die Umnutzung von Brachflächen bietet die Möglichkeit, auf integrierten Standorten den lokalen Bedarfen nach bezahlbarem Wohnen, sozialem Zusammenhalt und einer klimaangepassten Stadtstruktur Rechnung zu tragen.
Vor diesem Hintergrund hat sich in Schwerin eine bürgerschaftliche Initiative zur Ausrichtung einer Landesgartenschau in Schwerin gebildet und bei der Stadtpolitik und der Verwaltungsspitze für ein solches Vorhaben geworben. Die Stadtvertretung hat die Idee aufgegriffen und den Oberbürgermeister mit Beschluss vom 29.09.2025 beauftragt, die nächsten vorbereitenden Schritte einzuleiten.
Die vorliegende Projektskizze bildet den inhaltlich-strategischen Rahmen für die weitere Planung einer Landesgartenschau.
Drei Ausstellungsflächen sollen in der Innenstadt den räumlichen Schwerpunkt der Landesgartenschau bilden:
● Das Areal ehemaliger Güterbahnhof/ KIW „Vorwärts“ wird der Haupt-Aktionsraum.
● Die „Schwimmende Wiese“ und der Bertha-Klingberg-Platz sollen den heutigen Nutzungsbedarfen entsprechend ertüchtigt und weiterentwickelt werden.
● Die Brachfläche des ehemaligen Küchengartens soll einer denkmalgerechten Nutzung zugeführt werden.
Die Entwicklungsräume der Landesgartenschau sollen sich jedoch nicht auf diese Standorte beschränken, sondern auch in anderen Stadtteilen und im Stadt-Umland-Raum Akzente setzen.
Ziel der Gartenschau ist
● die Stadt im Kontext des Welterbe-Titels nachhaltig weiterzuentwickeln und kulturell aufzuwerten,
● den ökologischen Stadtumbau mit neuen touristischen Angeboten zu verbinden sowie
● den sozialen Zusammenhalt durch neue Frei- und Begegnungsräume zu fördern.
