#mobilwandel­2035

SNAcKS - Lieferverkehr der Zukunft für die Landeshauptstadt Schwerin


Abschluss der ersten Förderphase

Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Kühn (Bündnis90/Die Grünen) übergibt die Urkunde an Projektmanagerin Fransiska Geske. © Rolf Schulten

Mit einer ganztägigen Veranstaltung in Berlin ging am 21. Juni 2022 die erste Förderphase des Wettbewerbs "#mobilwandel2035 – Zukunftswettbewerb nachhaltige Mobilität" erfolgreich zu Ende. Nach der Begrüßung durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke blickten alle zehn Projekte der ersten Förderphase zurück auf die in den letzten Monaten erarbeiteten Visionen und Konzepte. Am Nachmittag zeichnete der parlamentarische Staatssekretär Christian Kühn die fünf Projekte aus, die nun die Möglichkeit haben, sich auf die zweite Förderphase zu bewerben. Mit einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu den Perspektiven für einen nachhaltigen Mobilitätswandel endete die Veranstaltung.

Die ausgezeichneten Projekte sind:

  • Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO, Baden-Württemberg)
  • Landeshauptstadt Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern): "SNAcKS 2.0 – Der Schweriner Lieferverkehr der Zukunft – nachhaltig, automatisiert, kunden- und serviceorientiert"
  • Stadt Bredstedt (Schleswig-Holstein): "SMANA – Smarte Nachbarschaft für die Mobilität der Zukunft" (Bredstedt und weitere Städte/Gemeinden in Nordfriesland)
  • Universität Kassel (Hessen): "MOSACA II – Mobiles Arbeiten in wohnortnahen Satellitenbüros in Kombination mit nachhaltigen Verkehrsangeboten in Nordhessen" (mehrere Landkreise in Nordhessen)
  • Stadt Burgwedel (Niedersachsen): "mobil ans #werk gemeinsam Zukunft gestalten (#MAW)

 

https://www.bmuv.de/media/veranstaltung-zum-wettbewerb-mobilitaetswandel

Der Förderantrag wird nun bis zum 23.08.2022 beim Fördermittelgeber ZUG gGmbH eingereicht und voraussichtlich am 01. Dezember 2022 ist dann der Start für die zweijährige zweite Projektphase. In dieser Phase werden Maßnahmen aus dem entwickelten Zielbild2035 in die Praxis umgesetzt.

Das vollständige Zielbild2035 für den Schweriner Lieferverkehr wird ab August auf dieser Seite zu finden sein.

Visualisierung

 © Ellerystudio

Das Projekt SNAcKS entwickelt mit vielen Akteuren ein Zielbild für 2035. Vielen fällt es schwer zu verstehen, was das konkret ist. Ein Zielbild ist eine Art Vision, ein Blick in die nahe Zukunft, wie es im Jahre 2035 in Schwerin aussehen könnte und teilweise auch muss, damit wir unsere Klimaziele nicht noch weiter verfehlen. Um dies einmal bildlich darzustellen und somit verständlicher zu machen, wurden wir im Rahmen des Vorhabens des Umweltbundesamtes Nachhhaltige Mobilitätswende von der Kreativ- und Strategieagentur Ellerystudio aus Berlin begleitet. Das Ergebnis ist hier zu sehen. Beim Klick auf das Bild, wird es für eine bessere Ansicht vergrößert dargestellt.

Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Lieferverkehr vom 01. bis 31.01.2022

 © Ulrike Liebenau

Den gesamten Januar 2022 haben wir im Rahmen unseres Projektes die Bürger zum Thema Lieferverkehr befragt.

Von 265 Teilnehmern wurden 210 Fragebögen komplett ausgefüllt. Bei den generierten Daten handelt es sich um ein Stimmungsbild, keine repräsentative Studie.

Klicken Sie auf den untenstehenden Button und schauen Sie sich die Ergebnisse der Bürgerumfrage an.

Auswertung Bürgerbefragung Januar 2022 Lieferverkehr

SNAcKS - Schweriner Lieferverkehr der Zukunft

 © Landeshauptstadt Schwerin

Entwicklung eines Zielbildes für einen umweltfreundlich gestalteten Lieferverkehr im Jahr 2035 in der Landeshauptstadt Schwerin

Der Wirtschaftsverkehr in Ballungsräumen, insbesondere der Lieferverkehr, verzeichnet seit Jahren konstante Wachstumsraten und hat durch Kontaktbeschränkungen und Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie noch einmal an Wachstum gewonnen (Prognosen bis 2025: Wachstum der KEP-Sendungen (Kurier-Express-Patektdienste) von rund 7 % jährlich, das bedeutet voraussichtlich rund 4,7 Mrd. Sendungen für 2022 – im Jahr 2020 waren es rund 4 Mrd. Sendungen). Diese Sendungen werden in den kommenden Jahren zu einem wachsenden Lieferverkehr, vor allem auf den Straßen, führen. Zusätzlich setzt die Corona-Pandemie vor allem den lokalen Einzelhandel unter starken wirtschaftlichen Druck.

Das Projekt SNAcKS (Der Schweriner Lieferverkehr der Zukunft – nachhaltig, automatisiert, kunden- und serviceorientiert) zeichnet sich durch die große Bandbreite an kommunalen und wirtschaftlichen Akteuren aus, die bereits zu Projektstart ihre Bereitschaft zur Teilnahme bekundet haben. Ziel des Projektes ist, gemeinsam mit den unterschiedlichen Akteuren ein Zielbild für einen umweltfreundlich gestalteten Lieferverkehr im Jahr 2035 zu entwerfen. Hierfür bedarf es einer breiten Beteiligung zur Konsensfindung für potenzielle zukünftige Liefermodelle (z.B. Sendungsannahmen über Dritte). Dies soll im Projektverlauf dadurch erreicht werden, dass sich zunächst die kommunalen und wirtschaftlichen Akteure in einem iterativen Prozess der Erarbeitung eines Zielbildes 2035 nähern (Phase 1).  In dem Projekt bereits involviert sind

  • der Nahverkehr Schwerin,
  • die Deutsche Post DHL Group,
  • die IHK zu Schwerin,
  • die Logistikinitiative Mecklenburg-Vorpommern e. V.,
  • das digitale Innovationszentrum Schwerin,
  • die LIMES Solution GmbH,
  • und Walter Konzept.

Um einen möglichst diversen Kreis aus Akteuren zu erhalten, werden noch weitere Logistikakteure aus der Region gesucht, die bereit sind, den Schweriner Lieferverkehr der Zukunft aktiv mitzugestalten. Neben KEP-Unternehmen sollen auch Gastronomie, Entsorgungs- sowie Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe bedacht werden. Darüber hinaus plant die Landeshauptstadt, die Bevölkerung aktiv in die Erarbeitung des Zielbildes einzubinden  (Phase 2). Hierfür ist eine breitgefächerte Bürgerbeteiligung vorgesehen. Der Lieferverkehr der Zukunft muss schließlich einerseits kosten- und verkehrseffizient abgewickelt werden, andererseits aber aus gesellschaftlicher Perspektive zuverlässig und pünktlich gestaltet sein.

Die nachhaltige Ausgestaltung zukunftsfähiger und resilienter Lieferverkehre ist der LHS ein zentrales Anliegen. Neben der Auswertung der Ausarbeitungen (Phase 3) sollen auch Lieferkonzepte getestet werden. Ein Fokus liegt hier vor allem auf der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Lieferverkehr. Die Möglichkeiten der Digitalisierung sollen hierbei eine effizientere Nutzung der Auslastung von Lieferfahrzeugen oder Paketstationen ermöglichen, sowie Prozessabläufe vereinfachen. Gegen Ende des Projektes (Phase 4) werden alle Ergebnisse zusammengetragen. In einer großen öffentlichen Veranstaltung (Bürgerforum) wird dann das gemeinsam erarbeitete Zielbild finalisiert.

Projektbearbeitung

ISME (Institut Stadt│Mobilität│Energie GmbH) ist eine Beratungs- und Planungsgesellschaft, die sich 2016 aus einer gleichnamigen Forschungsgruppe am Städtebau-Institut der Universität Stuttgart gegründet hat. Sie beraten gezielt und erarbeiten maßgeschneiderte Konzepte zur Lösung kommunaler und betrieblicher Fragestellungen im Bereich der nachhaltigen Mobilitäts- und Stadtplanung. ISME entwirft und begleitet vielfältige Transformationsprozesse mit Hilfe praxiserprobter Verfahren der Zustandsanalyse, der Nutzeraktivierung und der Moderation. Die optimale räumliche und systemische Integration neuer Mobilitätsformen und -technologien ist ihr täglicher Antrieb.

ISME Institut Stadt Mobilität Energie GmbH

Projektförderung und Laufzeit Phase 1

Das Projekt wird gefördert und unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und der Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) mbH (https://www.z-u-g.org)

Förderkennzeichen: 67WM21003, Laufzeit 01.10.2021 bis 31.07.2022

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