Kleinere Seen

© Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr

Die kleineren Schweriner Seen

Medeweger See
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Der Medeweger See liegt in einer subglazialen Schmelzwasserrinne, hat eine maximale Wassertiefe von 28m und ist als eutrophes, geschichtetes Gewässer zu charakterisieren. Dieser See wird vom Aubach durchflossen.

See-Daten / Trophie

Zu den Besonderheiten dieses Gewässers gehört der weitgehend noch geschlossene Röhrichtstreifen am Gewässerufer, das ausgedehnte Weiden- und Schilfgebiet am NWUfer und das reicht strukturierte naturnahe Südufer. Der Medeweger See liegt innerhalb des Landschaftsschutzgebietes "Schweriner Innensee und Ziegelaußensee" (2005).

Über das am Westufer gelegene Wasserwerk Gosewinkel wird aktuell kein Trinkwasser entnommen, trotzdem ist dieses Gebiet als Trinkwasserschutzzone ausgewiesen. Die Fischereirechte sind von der BIMES erworben worden.

Tiefenkarte Medeweger See

Viele angrenzende Agrarflächen werden durch den Hof Medewege  biologisch-dynamisch bewirtschaftet.

Röhrichtkartierung:

Ergebnisse Röhrichtkartierung - Medewege See

Legende

Wasserpflanzen: u.a. Faden-Laichkraut, Tannenwedel

Vögel: 62 Brutvogelarten, faunistisch besonders wertvoll, darunter: Braunkehlchen, Drosselrohrsänger, Sumpfrohrsänger,
Teichrohrsänger, Rohrammer, Haubentaucher,
Blessralle, Stockente, Reiherente, Schnatterente,
Tafelente, Kolbenente, Schellente, Teichhuhn,
Wasserralle, Rohrweihe, Rohrschwirl, Beutelmeise,
Rohrweihe, Kranich, Höckerschwan, Nachtigall,
Schafstelze, Sumpfmeise, Neuntöter

Amphibien: Knoblauchkröte, Grasfrosch, Wasserfrosch, Erdkröte,
Kammmolch, Moorfrosch, Laubfrosch

Reptilien: Ringelnatter

Fischotter: nachgewiesen

Fische: häufige Arten: Zander, Barsch, Blei, Plötze, Hecht

Schmetterlinge: faunistisch wertvolle Bestände: 18 Tagfalterarten, 151 Nachtfalterarten

Libellen: 18 Arten, darunter: gebänderte Heidelibelle, gebänderte Prachtlibelle, kleines Granatauge, kleine Mosaikjungfer

Daten-Quellen:

Stadt Schwerin - Wasservogelkartierung 2002, Stadtbiotopkartierung 1994, Landschaftsplan 2005 (Entwurf) Seenreferat UM MV -  Tiefenkarte Medeweger See, 2002

Bimes Hof Medewege
Fauler See
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Der 50 ha große, angestaute Faule See hat eine mittlere Wassertiefe von 5,8 m und wird als schwach polytrophes Gewässer eingeschätzt. Er ist umrandet von einem öffentlichen Parkgelände mit naturnahen Uferstreifen, die teilweise zu den gesetzlich geschützten Biotopen in M.-V. gehören.

Der denkmalgeschützte Schlosspark liegt am SW-Ende, der Schweriner Zoo am SO-Ende dieses kleinen Sees. Der gesamte See mit vielen Uferzonen liegt im Landschaftsschutzgebiet Schweriner Seenlandschaft (1958).

Ergebnisse Röhrichtkartierung

Legende

See-Daten / Trophie

Der Faule See wird vorrangig von Wassersportvereinen, einem Angelverein und der Fischerei genutzt.

Am Westufer des Faulen Sees wurden im Rahmen der Stadtbiotopkartierung Schwerin folgende Tierarten nachgewiesen:

Vögel: 32 Brutvogelarten, darunter Blessralle, Haubentaucher, Nachtigall, Stockente, Teichralle, Teichrohrsänger

Amphibien: 3 Arten (Grasfrosch, Moorfrosch, Wasserfrosch)

Reptilien: 1 Art (Ringelnatter)

Libellen: 6 Arten: gem. Binsenjungfer, gr. Pechlibelle, Herbst-Mosaikjungfer, blaugrüne Mosaikjungfer, glänzende Smaragdlibelle, gr.  Blaupfeil

Fischotter: nachgewiesen an mehreren Stellen

Datenquellen: Stadtbiotopkartierung 1992-94, Fischotter-Kartierung 1997 (Binner), Seenreferat UM M.-V. 2003

Karausche
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 Im Verlandungsbereich des Südufers des Schweriner Innensees liegt die Große Karausche, ein 1,7 ha großes, flaches Gewässer mit einer mittleren Wassertiefe von nur 1,2 m. Der Gewässerboden besteht aus einer Schlickauflage sowie darunterliegenden Torfmudde- und
Kalkmuddeschichten. Die Karausche wird von einem größeren Graben (Verbandsgewässer des Wasser- und Bodenverbandes) in Richtung
Schweriner See durchflossen und hat weitere kleinere Grabenzuflüsse.

Dieses eutrophe Gewässer mit seinen Schwimmblatt- (See- und Teichrosen), Röhricht- und naturnahen Erlenbruchwaldzonen zählt zu dengesetzlich geschützten Biotopen in M.-V. und befindet sich im Landschaftsschutzgebiet "Schweriner Innensee und Ziegelaußensee".

Ergebnisse der Röhrichtkartierung an den Schweriner Seen 1996 - Kartenausschnitt - Karausche

Legende zu den Kartenausschnitten

Der 3-5m breite Verlandungssaum ist als Schwingmoor ausgebildet in dem verschiedene Seggenarten (dominant: Sumpfsegge-, sonstige
Seggen: Rispen, Steif-, Scheinzypernsegge), beide Rohrkolbenarten und Schilf wachsen. Dieses Gebiet hat eine lokal herausragende Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Im Rahmen des Projektes "SEENATOUR SCHWERIN" wurde es als Naturerfahrungsraum bekannt gemacht und vor Ort gekennzeichnet.

Libellen: 15 Arten, wertvolle Libellengesellschaft

Vögel: 11 Brutvogelarten
Bleßralle, Höckerschwan, Kuckuck, Reiherente, Rohrammer, Schnatterente, Stockente, Sumpfrohrsänger, Tafelente, Teichralle,  Teichrohrsänger

Fischotter: nachgewiesen

Fledermäuse: 3 Arten - Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zwergfledermaus

Im Rahmen der geplanten Bundesgartenschau Schwerin 2009 soll die Karausche ein Buga-Geländeteil sein, der naturnah belassen in die Ausstellung einbezogen jedoch nicht eingezäunt wird. Datenquelle: Stadtbiotopkartierung 1992-94, Gutachten IBS (2005)

Lankower See
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Morphometrische Daten
Seefläche 54,4 ha

Tiefe (Maximum / Mittel)

10,2 m /5,2 m
Uferlänge 6.145 m

Einzugsgebiet

4,4 km²
 
Klassifizierungs-Daten
 Schichtung geschichtet
 Trophie (Klasse, Bezugsjahr) stark eutroph, 1998

Quelle: Seenreferat, Umweltministerium M-V, 2003

Tiefenkarte (Seenreferat 2003)

Ergebnisse Röhrichtkartierung

Legende

Weitere limnologische Kennwerte stammen aus der "Studie über den Istzustand, die Belastbarkeit und mögliche Sanierungsvarianten des Lankower Sees und der Sodemannschen Teiche" (bioplan i.A. der
Wasserbehörde der Landeshauptstadt Schwerin - 1995) sowie aus den Voruntersuchungen zum E + E Projekt "Naturschutz" und "Naherholung" an städtischen Gewässerufern (Mordhorst und biola i. A. des Bundesamtes für Naturschutz und der Landeshauptstadt Schwerin 1996):

Nutzung des Gewässers
Der Lankower See liegt bedingt durch die räumliche Nähe zu den Wasserwerken am Neumühler See und Medeweger See innerhalb der Trinkwasserschutzzone III B. Der See wird zum Baden, von Ruderern,
Anglern und auch fischereilich (Angeln) genutzt (STADT SCHWERIN/BIOPLAN 1995).

Vom Sozialministerium MV wurde im Mai 2002 die Badewasserqualität des Lankower See folgendermaßen eingeschätzt:
Noch zum Baden geeignet, mikrobiologische Belastungen wurden festgestellt

Angrenzende Nutzungen
Das Ostufer mit den anschließenden Hängen wird von 13
Kleingartenanlagen mit insgesamt 1317 Parzellen eingenommen. Von
diesen besitzen 435 (33 %) Einheiten keine geregelte Abwasserentsorgung (STADT SCHWERIN/BIOPLAN 1995).

Am Nordufer grenzen vorwiegend Privatgärten an. Das West- und Nordwestufer mit einem 100-250 m breiten Hang wird von parkartig genutzten, von zahlreichen Wanderwegen durchzogenen Grünlandflächen eingenommen. Die früher als Schafweide extensiv genutzten Hänge (Lankower Berge) unterliegen einer zunehmend intensiver werdenden Erholungsnutzung (Neubaugebiet Neumühle).

Sichttiefe
mittlere sommerliche Sichttiefe - bis 2 m Wassertiefe

Sauerstoffversorgung
Sommerliche sauerstofffreie Zone - unterhalb 4-5 m Wassertiefe

Uferröhricht
Ergebnisse der speziellen Ufer- und Röhrichtkartierung am Lankower See 1996 sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst und in der oben angeführten pdf-Karte einsehenbar.

a) Vegetationstypen der Röhrichte und Rieder Code Fläche absolut (m²) rel. Flächenanteil (%)

Anzahl Flächen + Punkte

Schilfröhrichte P 5406 37,1 46
Epilobium hirsutum - Staudensäume und - Röhrichte E 2117 14,5 20
Wasserschwaden - Röhrichte G 1897 13,0 60
Kalmus-Röhrichte K 1635 11,2 36
Röhrichte des Schmalblättrigen Rohrkolbens T 1107 7,6 21
Röhrichte des Breitblättrigen Rohrkolbens L 868 6,0 12
Sumpfseggen-Ried C 720 4,9 23
Brennessel-Fluren U 360 2,4 5
Röhrichte des Aufrechten Igelkolbens A 302 2,1 6
Teichsimsen-Röhrichte S 134 0,9 3
Sonstige Vegetationsbestände X 25 0,2 1

Schwertlilien-Röhrichte

J 21 0,1 3

Schwanenblumen-Röhrichte

B 0 0,0 1
Wasserdost-Staudensäume D 0 0,0 2
gesamt   14592 100,0 239

Daten zur Ausdehnung von Röhrichten an anderen Stadtseen können Sie unter der Rubrik Naturschutz / Pflanzen / Innensee einsehen.

b) Vegetationstyp Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzengesellschaften Code Fläche absolut (m²) Anzahl Flächen
Gesellschaft des Ähren-Tausendblattes My 13974 16
Teichrosen-Gesellschaft Na 836 2
Reichrosen-Gesellschaft NL 2735 7

Die Grenze der Makrophytenverbreitung beginnt ab 4 m Wassertiefe im Lankower See!

 

Plankton   (relative Biomassenanteile in Prozent)
Phytoplankton Kryptomonaden
Kieselalgen
Grün- und Zieralgen
51 - 80 %
0 - 29 %
0 - 22 %
Zooplankton Copepoden (Ruderfusskrebse)
Rotatorien (Rädertiere)
Cladoceren (Blattfusskrebse)
6 - 66 %
21 - 80 %
3 - 17 %

Muscheln und Schnecken
Dreikantmuschel
gewöhnl. Federkiemenschnecke
gem. Schnauzenschnecke
bauchige Schnauzenschnecke
Erbsenmuscheln
neuseeländische Deckelschnecke

Libellen
Am Ostufer des Lankower See wurden zehn Libellenarten nachgewiesen. Hiervon werden zwei Arten landesweit als potentiell gefährdet (RL-MV 4; ZESSIN u. KÖNIGSTEDT, 1993) und eine Art bundesweit als gefährdet (RL-BRD 3; BLAB et al., 1984) eingestuft.

Die nachgewiesenen Libellenarten werden in folgenden Tabelle mit Angabe des Gefährdungsgrades sowie der festgestellten Häufigkeitsklassen aufgelistet.

Artenname Rote Liste-MV Häufigkeit
Kleinlibellen
Gebänderte Prachtlibelle 4 1
Große Binsenjungfer   3
Weidenjungfer 4 3
Große Pechlibelle   10
Großes Granatauge   4
Großlibellen
Herbst-Mosaikjungfer   3
Großer Blaupfeil   4
Gemeine Heidelibelle   7
Gefleckte Heidelibelle   1
Blutrote Heidelibelle   6
Artzahl: 10
Häufigkeitsklassen
1 = Einzeltier
2 = 2 Ind.
3 = 3-5 Ind.
4 = 6-10 Ind.
5 = 11-20 Ind.
6 = 21-30 Ind.
7 = 31-50 Ind.
8 = 51-100 Ind.
9 = 101-250 Ind.
und 10 = > 250 Ind.).

Fische
Folgende Fischarten werden im Lankower See geangelt:
Weißfisch, Barsch, Karpfen, Zander, Aal, Hecht,

Vögel
Am Nord- und Westufer (landseitige Ufer-Anteile) des Lankower Sees wurden im Rahmen der Stadtbiotopkartierung 1994 insgesamt 44 Brutvogelarten nachgewiesen. Drei Arten (Schafstelze, Neuntöter, Rebhuhn) zählen zu den bedrohten Vogelarten. Von der Nachtigall wurden 5 Brutpaare im Gebiet ermittelt. Rohrammer, Sumpfmeise, Schafstelze, Feldschwirl und Sumpfrohrsänger wurden als Vertreter der Gruppe der Bewohner von Seeufern kartiert.

Aus dieser Gruppe wurden am Ostufer zusätzlich Bleßrallen (9 Bp.),
Haubentaucher (5 Bp.), Höckerschwan (1Bp.), Sprosser (1 Bp.), Stockente (4 Bp.), Tafelente (3 Bp.), Teichralle (3 Bp.) und Teichrohrsänger (12 Bp.) beobachtet.

 

Auf den Uferwiesen des Lankower See konnten in den letzten Jahren
regelmäßig Graugänse mit ihren Jungvögeln beobachtet werden.

Eine umfassende Kartierung der Wasservögel liegt für diesen See noch nicht vor.

Fischotter
Bei der Kartierung aus dem Jahr 1996 gelang am Lankower See kein Nachweis von Fischotteraktivitäten.

Naturschutzwert verschiedener Gewässerufer
Eine erste grobe naturschutzfachliche Bewertung der Ergebnisse aus den Kartierungen von 1996 (Voruntersuchungen zum E+E Vorhaben) finden Sie in der folgenden Karte (pdf-Datei): grobe landschaftsökologische Bewertung von Schweriner Seeufern

Pfaffenteich
 © Landeshauptstadt Schwerin / Julia Patzelt

Der 12 ha große, denkmalgeschützte Pfaffenteich entstand 1284 als künstlich aufgestauter Mühlenteich. Die Promenade mit der doppelreihigen Lindenallee wurde Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Seit 1955 kann man auch mit einer Fähre den Pfaffenteich überqueren.

Am Spieltordamm (Nordufer) wird der Wasserstand dieses Gewässers durch ein Wehr reguliert. Der Aubach mündet in dieses innerstädtische Gewässer, dessen Wasser wiederum in den Ziegelinnensee weitergeleitet wird. Der Pfaffenteich besitzt eine mittlere Wassertiefe von 2,8m.

Im Sommer kommt es hier zu einem starken Wasserpflanzenwachstum.

Der Pfaffenteich ist mit seinen Ufern jährlich ein attraktiver Ort für verschiedene Veranstaltungen, z.B.: Drachenbootfestival, Radrennen, Kunstinstallationen.

Wasserpflanzen: Krauses Laichkraut, durchwachsenes Laichkraut,Wasserpest
Muscheln: 4 Arten, Massenvorkommen der Dreikantmuschel
Schnecken: 6 Arten
Vögel: Stockente, Kolbenente, Reiherente, Tafelente, Haubentaucher, Höckerschwan. Blessralle, Kormoran (Nahrungsgäste)

Burgsee
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr

Der unmittelbar am Schweriner Schloss gelegene Burgsee ist ein flaches, hochproduktives Gewässer mit schadstoffbelasteten Sedimenten. Der Gewässerboden besteht u.a. aus Torfen (1-2m mächtig), Mudden (bis 14m mächtig), diversen Aufschüttungsmaterialien, Sand und Kies. Einige Uferbereiche sind in der jüngeren Vergangenheit mehrfach verändert worden.

Größe: 8,7 ha
Tiefe: 1,6m (Mittelwert) bis max. 3,5m
Zufluss: verrohrte Seeke (Ostorfer See), Burgseekanal (Schlosspark,
Fauler See, Ostorfer See), Mischwasserüberläufe Stadt
Abfluss: Schweriner Innensee

Im Schweriner Schloss befinden sich überregional bedeutende Sommerund Winterquartiere für Fledermäuse. Aus faunistischer Sicht sind die vorhandenen Verlandungsbereiche des Burgsees für die dort brütenden Vögel als besonders wertvoll zu charakterisieren. Die Röhricht- und Weidengebüschzonen am Ufer gehören zu den in M.-V. gesetzlich geschützten Biotopen (Datenquelle: Umweltverträglichkeitsstudie Fröhlich & Sporbeck, 2005). Folgende aktuelle Kartierergebnisse liegen für den Burgsee vor:

Libellen: 13 Arten (darunter: gebänderte Prachtlibelle, Großes Granatauge, Fledermaus-Azurjungfer, Braune Mosaikjungfer)

Fische: 22 Arten (neben den dominanten Arten Rotauge und Rotfeder auch Blei, Schlei, Karpfen, Karausche, Kaulbarsch, Flussbarsch,
Stichling, Zander, Gründling, Bitterling, Schlammpeizger, Wels, Quappe, Hecht, Aal)

Säugetiere: Fischotter, Fledermäuse, 10 Arten: Braunes Langohr, Fransenfledermaus, Großer Abendsegler, Mausohr, Kleine Bartfledermaus,  Rauhhautfledermaus, Teichfledermaus, Breitflügelfledermaus, Wasserfledermaus, Zwergfledermaus

Amphibien: Moorfrosch, Teichfrosch, Teichmolch, Laubfrosch

Vögel: 70 Arten (davon 48 Brutvogelarten), u.a.:
Haubentaucher, Kolbenente, Eisvogel, Reiherente,Tafelente, Graugans, Höckerschwan, Teichralle,Wasserralle, Stockente, Tafelente, Schnatterente,Schellente, Fischadler, Flussseeeschwalbe, Lachmöwe, Graureiher, Kormoran

Höhere Unterwasserpflanzen: Keine

Röhricht:

Röhrichtkartierung

Legende

In Vorbereitung auf die Bundesgartenschau Schwerin 2009 wird insbesondere das Südufer des Burgsees wesentlich umgestaltet.

Ziegelinnensee
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr

Der Ziegelinnensee ist ein städtisch geprägtes, eutrophes Gewässer. Dieser 51 ha große See ist Teil der Bundeswasserstraßengewässer in Schwerin. Er besitzt eine mittlere Wassertiefe von 8m und eine maximale Tiefstelle von 17m.

Öffentliche Grünanlagen, Gewerbeflächen, Bootshäuser, neue Wohnbauten und eine ehemalige Hafenanlage mit Speicher (heute: Hotel) beschreiben das Landschaftsbild dieses Seeufers. Ein überregionaler Radwanderweg (Elbe - Ostsee) verläuft entlang des Westufers.

Es gibt nur wenige naturnahe Uferabschnitte - vorwiegend liegen diese im  ordwestlichen Teil. Die im Jahr 1997 kartierte Röhrichtfläche (5.200 m²) ist, verglichen mit anderen Schweriner Seen, sehr klein.

Weitere Trophie- und Wassertiefe-Daten können auf anderen Seiten eingesehen werden:

See-Daten / Trophie

See-Daten / Tiefenkarten

Ufervegetation

Ergebnisse Röhrichtkartierung Ziegelinnennsee [PDF] (166.13 KB)

Legende

Vögel

Nahrungsgäste: Lachmöwe, Mantelmöwe, Eisvogel, Gänsesäger, Reiherente, Tafelente, Stockente, Blessralle
Brutvögel: Haubentaucher, Blessralle, Drosselrohrsänger


Fischotter: Spuren nachgewiesen

Ziegelaußensee
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr

Der Ziegelaußensee gehört zu den Bundeswasserstraßengewässern und liegt als Teil des EU-Vogelschutzgebietes "Schweriner Seen" im Geltungsbereich einer neuen Landschaftsschutzgebietsverordnung.

  • Schelfwerder Wald (Teil des EU-Vogelschutzgebietes)
  • Wickendorfer Moor (FFH-Gebiet; Naturschutz / Schutzgebiete /
    Vogelschutzgebiete)
  • Westuferhang mit Wald-, Wiesen- und Heckenstrukturen

bieten sich dem Betrachter viele besonders eindrucksvolle Landschaftsbildeindrücke. Viele kleinere Strukturen sind als gesetzlich
geschützte Biotope in M.-V. ausgewiesen.

Eingerahmt von den wertvollen Landschaftselementen

Der Ziegelaußensee mit seinen naturnahen Uferbereichen hat für den Artenund Biotopschutz eine sehr große Bedeutung. An vielen Uferabschnitten konnten Fischotterspuren nachgewiesen werden.

Der denkmalgeschützte Park im Bereich des Klinikgeländes am Westufer zeichnet sich u.a. durch einen reichhaltigen Baumbestand aus. Auch der Park am Wendenhof steht unter Denkmalschutz.

Morphometrische Daten (Tiefenkarte, Größe, Tiefe), Trophieangaben, Informationen zu den Naturerlebnisräumen Nr. 14 "Wendenhof" und 13 "Frankenhorst" sowie Ergebnisse zur Röhrichtkartierung finden Sie bereits auf anderen Seiten:

See-Daten

Ufervegetation: Naturschutz / Pflanzen / Ufervegetation Ziegelaußensee

Wasserpflanzen: 10 Arten:
Schwanenblume, Hornkraut (Gemeines H., Glattes Hornkraut), Sumpfbinse, Ähriges Tausendblatt, Laichkraut (Fädiges L., Grasartiges L., Kamm-L., Durchwachsenes L.), Wasserknöterich

Wasservögel: Naturschutz / Tiere / Vögel 

Fischotter nachgewiesen

 

Datenquellen:

BLÜMEL, CH. (1999): Zur aktuellen Flora und Vegetation der nährstoffarmen Seen Mecklenburg-Vorpommerns Teil 1: Vom Aussterben bedrohte Sippen. - Bot. Rundbrief Mecklenb.-Vorpom. 33: 81-106, Waren.

RICHTER, E., SLUSCHNY, H. (1982): Flora des Stadt- und Landkreises Schwerin, Teil 1. - 1-94, Schwerin.
RICHTER, E., SLUSCHNY, H. (1983): Flora des Stadt- und Landkreises Schwerin, Teil 2. - 95-188, Schwerin.
ROTHMALER, W. (1959): Beiträge zur Kenntnis der Flora von Mecklenburg I. - Arch. Freunde Naturgesch. Mecklenb. 5: 336-371, Rostock. Landeshauptstadt Schwerin (1997):Voruntersuchungen zum geplanten E+E Vorhaben "Gewässerufer - Nutzungskonzept unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte "Naturschutz" und "Naherholung" in Schwerin".

Heidensee
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr

Der 24 ha große Heidensee ist ein polytropher und stark verschlammter Flachwassersee mit hohen Nährstoff- und Schadstoffkonzentrationen im Sediment, dessen Sichttiefe unter 0,5m liegt. Die mittlere Wassertiefe beträgt 2,2m.

See-Daten

Der Heidensee gehört zu den Bundeswasserstraßengewässern und hat eine schiffbare Verbindung (Kanäle: Werderderkanal, Stangengraben) zum Schweriner Innensee und zum Ziegelaußensee . Angrenzende Uferbereiche werden von Bootshäusern, einer größeren Wassersportanlage ( www. marina-nord.de) Kleingärten und einigen Schilf-, Erlen- sowie Weidenbruchflächen dominiert.

Relativ ausgedehnte Seerosenbestände (Nymphaea alba) befinden sich im Nordwestbereich des Heidensees (vergl.: Naturschutz / Pflanzen / Ufervegetation des Heidensee). Breitere Schilfröhrichte sind selten und treten bevorzugt nur am Ostufer und am Übergang zum Stangengraben auf.Meist finden sich zwischen den Bootshäusern und Stegen kleinflächigeBestände mit Schilf (Phragmites australis), Kalmus (Acorus calamus),Aufrechtem Igelkolben (Sparganium erectum), Sumpf-Segge (Carexacutiformis), Wasserschwaden (Glyceria maxima) und Behaartem Weidenröschen (Epilobium hirsutum).

Ufervegetation Heidensee

Amphibien (nördl.Werderkanal):
Grasfrosch, Moorfrosch, Erdkröte, Ringelnatter

Vögel:
Brutvogelarten: u.a. Blesstralle, Haubentaucher, Stockente,Teichrohrsänger

Gastvogelarten: Flussseeschwalbe, Graureiher, Höckerschwan, Kolbenente, Kormoran, Lachmöwe, Mehlschwalbe, Tafelente

Fischotter: Spuren nachgewiesen

http://www.marina-nord.de
Ostorfer See
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr

Der Obere wird vom Unteren Ostorfer See durch eine Landverbindung getrennt (Rogahner Straße).

Oberer Ostorfer See

Morphometrische Daten
Seefläche 33,9 ha
Tiefe (Maximum / Mittel) 5,1 m / 2,6 m
Uferlänge 3.228 m
Einzugsgebiet 26,6 km²
 
Klassifizierungs - Daten
Schichtung ungeschichtet
Trophie (Klasse, Bezugsjahr) Polyeutroph 2, 1997

Quelle: Seereferat, Umweltministerium M-V, 2003

Unterer Ostorfer See

Morphometrische Daten
Seefläche 175 ha
Tiefe (Maximum / Mittel) 4,5 m / 2,9 m
Uferlänge 10.283
Einzugsgebiet 66,4 km²
 
Klassifizierungs - Daten
Schichtung ungeschichtet
Trophie (Klasse, Bezugsjahr) Polyeutroph 2, 1997

Quelle: Seereferat, Umweltministerium M-V, 2003

Die Tiefenkarte des Unteren Ostorfer Seesfinden sie als pdf-Datei hier:

Tiefenkarte zum Unteren Ostorfer See

Die beiden Ostorfer Seen haben mehrere Zuläufe. Der Wasserablauf erfolgt über den Faulen See in den Schweriner See. Sie sind in
folgende beiden Seenketten eingebunden:

Seenkette Neumühler See - Schweriner See
Neumühler See - Nuddelbach - Oberer Ostorfer See - Verbindungsgraben zwischen den Ostorfer Seen (ZV 2) -
Unterer Ostorfer See - Püsselbeke (ZV 11) - Fauler See - ZV 12a - Schweriner See bzw. Fauler See - KV 22 - Burgsee

Seenkette Lankower See - Ostorfer See

Ziegeleisee - Rohrleitung - Sodemannscher Teich - Freispiegelleitung- Lankower See - ZV 7 - Oberer Ostorfer See usw. (s.o.)

Eine wichtige hydrologische Verbindung besteht zum Siebendörfer Moor (Niedermoorkomplex an der südwestl. Stadtgrenze), dass über den Herrengraben in den Unteren Ostorfer See entwässert wird. In den dreißiger Jahren wurde eine sehr komplexe Entwässerung des Siebendörfer Moores durch den Ausbau von Grabensystemen herbeigeführt. Der Ostorfer See wurde in diesem Zusammenhang um 35 cm abgesenkt.

Röhrichtkartierung

Ergebnisse Röhrichtkartierung Unterer Ostofer See - Nordteil

Ergebnisse Röhrichtkartierung Unterer Ostorfer See - Südteil

Legende

 

An einigen Stellen beider Ostorfer Seen existieren noch relativ große Schwimmblatt-Bestände (See- und Teichrosen). Die Röhrichtausdehnung ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Ein Vergleich mit Luftbildern aus dem Jahr 1953 macht dies insbesondere für den Oberen Ostorfer See deutlich (Mordhorst 1997).

Geschützte Arten und Biotope

Im Rahmen der Stadtbiotopkartierung wurde im Bereich der an das Südufer des Unteren Ostorfer Sees angrenzenden Verlandungsbereiches des Krebsbaches eine besonders hohe Zahl (32 Arten) von Pflanzenarten der Rote Liste MV gefunden.

Im Rahmen der landesweiten Kartierung (Auftraggeber: Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie MV) von besonders geschützten Biotopen liegen auch für den Ostorfer See erste Ergebnisse vor.

gesetzlich geschützte Biotope am landseitigen Ufer des Ostorfer See

 

Vögel

Aus vogelkundlicher Sicht ist das Mündungsgebiet des Krebsbaches am Sudüfer des Sees besonders wertvoll. Hier wurden im Rahmen der Stadtbiotopkartierung (1994) 57 Brutvogelarten nachgewiesen. Die für das Stadtgebiet einzige große Brutkolonie des Graureihers (48 Bp.) findet sich in diesem Bereich. Zu den bedrohten Arten zählen hier die Beutelmeise, das Braunkehlchen, der Kolkrabe, die Schafstelze und der Schlagschwirl.

Auf der Toteninsel brüten regelmäßig Graugänse, die mit Ihren Jungen die umliegenden Grünlandflächen beweiden. Im Jahr 2003 gelang hier der Nachweis eines Kolbenenten-Brutpaares. Im Winter nutzen Kormorane diese kleine Insel als Schlafplatz.

Die Rohrweihe brütet in den Schilfbeständen des Südufers. Der Eisvogel ist hier regelmäßig zu beobachten. Kraniche, Gänse, Fisch- und Seeadler überfliegen den See immer wieder.

Fischotter
Der Fischotter kommt am Unteren Ostorfer See vor. Im Jahr 1996 gelangen am West- und Südufer des Unteren Ostorfer See bis zur Krebsbachniederung mehrere Nachweise durch Mitarbeiter der Ökologisch Faunistischen Arbeitsgruppe Schwerin (ÖFA).

Naturschutz / Tiere / Fischotter

Bewertung
Eine grobe naturschutzorientierte Bewertung einzelner Uferabschnitte finden Sie in der folgenden pdf-Datei:

Grobe landschaftsökologische Bewertung Schweriner Seeufer

Fische
Die Fischereirechte an den Ostorfer Seen wurden vom Land MV an die Fa."BIMES" verpachtet.

Bootfahren
Der Ostorfer See darf nach § 21 Landeswassergesetz nicht mit Motorbooten befahren werden.

Neumühler See
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr
Morphometrische Daten
Seefläche 171,5 ha
Tiefe (Maximum / Mittel) 17,1 m / 7,9
Uferlänge 14.032 m
Einzugsgebiet 17,9 km²
 
Klassifizierungs-Daten
Schichtung geschichtet
Trophie (Klasse, Bezugsjahr) mesotroph, 2000

 

Umgebung des Neumühler Sees
Die unmittelbare Umgebung des Neumühler See ist im wesentlichen bewaldet. Der südliche und mittlere Teil des Sees ist durch schmale Waldsäume, an die landseitig Ackerflächen, Brachen und das Industriegebiet Sacktannen anschließen, geprägt. Eine Bungalowsiedlung befindet sich im Nordosten und die Ortslage Hof Wandrum im Nordwesten des Sees. Im Norden schließt sich der Friedrichstaler Forst mit seinen Bruch-, Misch- und Nadelwäldern an. Unter Region / Biotypenkarten finden Sie weitere Information über die Lebensraum- und Biotoptypengruppen. In den 50er-Jahren waren die Steilhänge des Sees unbewaldet (Luftbild 1953) und wurden als Grünfläche genutzt. Später wurden sie aufgeforstet.

Die nordwestlichen Uferbereiche des Neumühler See befinden sich bereits auf dem Gebiet des Landkreises Nordwestmecklenburg. Verschiedene Hangquellen mit ihrer spezifischen, sehr trittempfindlichen Vegetation stellen eine schützenswerte Besonderheit vorrangig der nördlich gelegenen Uferbereiche dar. Ein ca. 22 km
langer Wanderweg führt um den gesamten Neumühler See.

Ufervegetation
Die Kartierung erfolgte 1996 im Rahmen der Biotopkartierung. Charakteristisch für den Neumühler See sind die häufig mit ausgeprägten Stelzwurzeln im Wasser stehenden Schwarzerlen und auch Grauweiden. Die steilen Hänge des Neumühler Sees setzen sich unter Wasser kontinuierlich fort, so dass in geringer Entfernung vom Ufer Wassertiefen erreicht werden, die von Röhrichtpflanzen nicht besiedelt werden können. Die Gesamtfläche der Röhrichtbeständen beträgt 33.669 qm. Durch die weitgehend fehlenden Flachwasserbereiche bedingt, sind ebenfalls nur geringe Schwimmblattbestände vorhanden.

Auf 50 Jahre alten Luftbildern sind am Südufer noch ausgedehnte Areale aus Schilf- und Schwimmblattpflanzen zu erkennen. Diese sind offensichtlich durch teilweise erhebliche Wasserstandsschwankungen (s.u.) bis zu 3,5 m in ihrem Wachstum so behindert worden, dass diese Bestände heute weitgehend verschwunden sind.

Schutzstatus

Der Neumühler See befindet sich im Landschaftschutzgebiet Schweriner Seenlandschaft. Er wurde als mesotropher See u.a. wegen des Vorkommens des Fischotters als FFH - Gebiet ausgewiesen. Eine Besonderheit des Neumühler Sees liegt darin, dass die Ufervegetation des gesamten Sees zu den gesetzlich geschützten Biotopen zählt.
Der überwiegende Teil des unter Schutz stehenden Uferbereiches wird durch Erlen und Weidenbrüche (ca. 10 m breit) geprägt. Schmale Röhricht- und Riedbestände sind im nordwestlich, südlichen und mittleren Teil des Sees geschützt. Ein geschützter Bruchwald befindet sich im nordwestlichen Teil des Sees.

FFH-Gebiete in Schwerin

Weitere Informationen finden Sie hier als download-Angebot im Infoblatt (Flyer) zum FFH-Gebiet Neumühler See.

Flyer NeumSee FFH

Zu den gesetzlich geschützten Biotopen zählen auch die Quellfluren am Nordufer des Neumühler Sees. Der Neumühler See ist als Gewässer zweiter Ordnung ausgewiesen und liegt in der

Trinkwasserschutzzone II. Der See darf von motorbetriebenen Booten nicht befahren werden und wird von einer begrenzten Zahl von Anglern genutzt. Die relativ gute, vorläufige Bewertung der Entwicklung des trophischen Status des Neumühler See wird unter folgendem Link näher erläutert:

See-Daten / Trophie 

Nach erster grober Einschätzung des Seenreferates (Umweltministerium MV) hat der Einfluss des Menschen
auf die ursprünglich relativ hohe Gewässergüte (mesotroph) sich kaum ausgewirkt. Der Neumühler See gehört noch zu den im Lande MV aktuell leider relativ seltenen mesotrophen Gewässern.

 

Vögel:

Im Rahmen der im Frühjahr 1996 durchgeführten Brutvogelkartierung im nördlichen Bereich des Neumühler Sees, konnten 32 Brutvogelarten nachgewiesen werden. Als hervorzuhebende Brutvögeln im Randbereich des Sees sind Schwarzspecht, Eisvogel, Nachtigall und der landesweit potentiell gefährdete Zwergschnäpper zu nennen. Weiterhin wurden 29 Gastvogelarten in der Brutperiode nachgewiesen. Auch der in der näheren Umgebung brütende Fischadler jagt hier nach Fischen.

Während der zehnjährige Rast- und Zugvogelkartierung von 1986 bis 1996 wurden Blessralle, Reiherente, Stockente, Tafelente, Eisvogel und Gänsesäger als regelmäßig vorkommende Vogelarten festgestellt. Die Vogelgemeinschaft des Neumühler Sees ist relativ artenreich, wie die Untersuchungen zeigen. Eine umfassende Kartierung der Vogelfauna liegt für den See nicht vor.

Fischotter
Der Fischotter ist 1996 im Norden des Sees an 2 Stellen nachgewiesen worden. Hier findet der Fischotter ideale Lebensbedingungen vor.

Fische
Bei dem Neumühler See handelt es sich um eine Landesliegenschaft die von der Schweriner Seenfischerei gepachtet wurde. Der See kann durch Inhaber einer Angelkarte des Landesanglerverbands beangelt werden.

Naturschutzwert verschiedener Gewässerufer
Eine erste grobe naturschutzfachliche Bewertung der Ergebnisse aus den Kartierungen von 1996 (Voruntersuchungen E + E Vorhaben) finden Sie auf folgender Karte (pdf-Datei):

grobe landschaftsökologische Bewertung Schweriner Seeufer

Wasserwirtschaftliche Nutzung des Gewässers

Im Gegensatz zur heutigen Wasserförderung stellte der Neumühler See ursprünglich die einzige Wasserbasis für die Stadt Schwerin dar. Durch die Kriegswirren stieg die Einwohnerzahl in den Jahren 1944/45 um das Doppelte auf ca 100.000 Einwohner an. So kam es, dass die Wasserentnahmemengen aus dem See die natürlichen Zuflüsse überstieg und zum Absenken des Wasserspiegels um bis zu 2,55 m führte.
 
Mit der Errichtung von Brunnen zur Grundwasserförderung und der Inbetriebnahme eines neues Wasserwerksstandortes in Gosewinkel konnte 1954 endlich eine Trendwende erreicht werden. Der Anteil der Oberflächenwasserentnahme an der Gesamtwasserförderung wurde immer weiter zurückgedrängt, doch in heißen Sommermonaten mussten die hohen Abnahmespitzen stets mit Oberflächenwasser aus dem See angedeckt werden. Dies führte zu starken Wasserspiegelschwankungen. Die Differenz zwischen tiefstem Wasserstand im Jahre 1959 und höchstem Wasserstandim Jahre 1988 beträgt nahezu 3,50 m.

Erst mit der Errichtung eines neues Wehres am Südufer des Neumühler Sees im Jahre 1990 wurden stabile Wasserstandsverhältnisse hergestellt, die etwa auf dem hohen Wasserspiegel-Niveau der Jahre 1943 und 1970 liegen. Die heutige Wasserversorgung erfolgt über das Wasserwerk Neumühle, das jedoch ausschließlich Grundwasser fördert.

Grimke See
 © Landeshauptstadt Schwerin / Hauke Behr
Der 2,5 ha große und maximal 1,2m tiefe Grimke See liegt in Sanden und Kiessanden einer weichselglazialen Sanderfläche. Er schließt unterhalb einer von Kleingärten belegten Geländekante an den Alten Friedhof an. Der polytrophe, flache See zeichnet sich durch eine ausgedehnte Verlandungszone mit der typischen Vegetationsabfolge von gesetzlich geschützten Biotoptypen´aus: Unterwasserrasen mit "untergetauchtem Hornkraut", Schwimmblattzone mit weißer Seerose, Röhrichte, Seggenrieder, Erlen-Bruchwaldgürtel. Daran schließen sich Feuchtwiesen und -gebüsche auf basischen Niedermoortorfen an, die dann in den Oberen Ostorfer See überleiten.

Der Grimke See ist Teil des Landschaftsschutzgebietes "Schweriner Seenlandschaft" (1958). Aufgrund der vielfältigen Biotoptyenausstattung mit einem relativ naturnahen Erhaltungszustand hat das Areal im Bereich des Grimke Sees eine sehr hohe Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz in der Stadt Schwerin und gehört somit zu den Zentren der Artenvielfalt in Schwerin. In Rahmen der Biotopkartierung M.-V. wurden hier im Jahr 2000 ein gesetzlich geschützter 5,7 ha großer Feuchtbrachekomplex und ein etwa 0,7 ha großer Seerosen - Verlandungsbereich kartiert. Die Feuchtwiesenbereiche werden regelmäßig im Auftrag der SDS gemäht. Nur so können viele der hier vorkommenden geschützten Arten erhalten werden.

Höhere Pflanzen

299 höhere Pflanzenarten ( 21 RL- Arten), darunter folgende Arten der angrenzenden Niedermoorwiesen:Ruchgras, Zittergras, Wiesen-Segge, Schwarzschopf-Segge, Hirse- Segge, Schnabel-Segge, Sumpf-Pippau, breitbl. Knabenkraut, Blut- Storchschnabel, Kuckuckslichtnelke, Knäuelbinse, Sumpf-Herzblatt,
Wiesen-Knöterich, Sumpf-Blutauge, gr. Klappertopf, Teufelsabbiß,
Sumpf-Dreizack, kl. Baldrian

Ergebnisse Röhrichtkartierung Oberer Ostofer See, Grimke See

Legende

Säugetiere: Hier wurde neben 5 Fledermausarten (z.B. Wasserfledermaus) 1991 auch der Físchotter nachgewiesen.

Amphibien: 8 Arten (Erdkröte, Grasfrosch, Moorfrosch, Knoblauchkröte, Rotbauchunke, Gründfrösche, Kammmolch, Teichmolch)

Reptilien: 2 Arten (Ringelnatter, Zauneidechse)

Vögel: 99 Vogelarten, darunter:
Beutelmeise, Eisvogel, Flussseeschwalbe, Gänsesäger, Graugans,Graureiher, Haubentaucher, Höckerschwan, Knäkente, Krickente,Reiherente, Rohrammer, Rohrschwirl, Rohrweihe, Schafstelze,Schellente, Schilfrohrsänger, Schlagschwirl, Stockente, Sumpfmeise, Tafelente, Teichralle, Teichrohrsänger, Wasserralle, Weidenmeise,Zwergsäger, Zwergtaucher, Fischadler (Jagd)

Libellen: 23 Arten, rel. artenreichste und besonders wertvolle Libellengesellschaft im Stadtgebiet Schwerins, 6 Arten der Roten Liste: Blauflügel-Prachtlibelle, Gem. Winterlibelle, Weidenjungfer, Speer-Azurjungfer, kl.Granatauge, Große Moosjungfer
 
Schmetterlinge: 436 Arten, davon 52 Arten geschützt nach der Bundesartenschutzverordnung
 
Datenquellen: Pflege- und Entwicklungsplan für den Grimke See und Umgebung (1991)

Bearbeitung: Mordhorst, Deutschmann, Schulze, Binner, Labes, Klaue
Stadtbiotopkartierung 1993 - Bearbeitung Libellfauna: Hoffmann, Piper et.al. / Kurzgutachten Grimke See (Seenummer 220110) 2008 des Seenreferates M.-V. / Biotopkartierung M.-V. 2000 / unveröff. Beobachtungen Dr. Behr 2014

Umweltkarten MV-Regierung Schutzgebiete
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