Schwerin digitalisiert bis 2024 alle kommunalen Schulen - Medienentwicklungsplan legt einheitliche Standards für Ausstattung fest 13.11.2019

Die Landeshauptstadt Schwerin schreibt im Rahmen des Digital-Pakts Schule einheitliche Standards für die Infrastruktur der digitalen Bildung an den 24 kommunalen Schulen in einem Medienentwicklungsplan (MEP) fest. Der MEP bildet die Basis für Investitionen in Höhe von insgesamt 8,4 Millionen Euro bis 2024, die im Rahmen des Digital-Pakts gefördert werden. Der Plan wird am Dienstag dem Hauptausschuss vorgestellt. Die Planungen müssen ebenfalls von der Stadtvertretung bestätigt werden, bevor sie in den kommenden fünf Jahren umzusetzen sind. Die Fördermittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro aus dem Digital-Pakt Schule können von der Kommune nur auf Basis des Medienentwicklungsplans abgerufen werden.

Neben dem Medienentwicklungsplan für die informationstechnologische Ausstattung des Unterrichts werden derzeit in den Schweriner Schulen die pädagogischen Medienbildungskonzepte erarbeitet, die für die inhaltliche Digitalisierung der Schulen erforderlich sind. Unser Grundsatz bleibt: „Keine Ausstattung ohne Konzept. Damit stellen wir sicher, dass sich die massiven Investitionen in die digitale Bildung in Schwerin langfristig auszahlen werden. Die KSM Kommunalservice Mecklenburg verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der kommunalen IT-Verwaltungsprozesse. Vor diesem Hintergrund wurde die KSM mit der Aufgabe der Umsetzung der Infrastruktur der Schul-IT betraut. Damit stellen wir sicher, dass die im Medienentwicklungsplan definierte Ausstattung, das darauf basierende Service- und Betriebskonzept sowie die notwendigen Wartungs- und Supportarbeiten bedarfsgerecht bereitgestellt werden können“, so Oberbürgermeister Rico Badenschier. Nach vollständiger Umsetzung der Schul-Digitalisierung werden die jährlichen Folgekosten auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt. Bereits in der fünfjährigen Investitionsphase entstehen laufende Kosten von rund 5,2 Millionen Euro, zeigt der Medienentwicklungsplan auf.

Aus technischer Sicht umfasst die Digitalisierung der Schulen neben der leistungsfähigen Glasfaseranbindung u. a. die Schaffung standardisierter Schulnetze, die Bereitstellung zentraler Dienste und Lernplattformen, die Ausstattung der Schulen mit Präsentationstechnik wie Beamer oder interaktive Tafeln.  Der Aufbau und Betrieb der standardisierten lernfördernden IT-Infrastruktur an den Schweriner Schulen wird schrittweise umgesetzt: Bereits in diesem Jahr wurden die Regionale Schule am Weststadt-Campus und die Schule am Turm (Sprachheilschule) durch die KSM mit der neuen digitalen Basis-Infrastruktur ausgestattet. 2020 sollen laut MEP die in Sanierung bzw. Bau befindlichen Grundschulen Heinrich Heine und John Brinckman sowie die Erich-Weinert-Regionalschule folgen.

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