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Neue Stabsstelle Weltkulturerbe soll Schwung in den Bewerbungsprozess bringen 30.04.2020

Das große Ziel – der Titel UNESCO-Weltkulturerbe für das Residenzensemble Schwerin ist fest im Blick. Um diesem Vorhaben noch mehr Gewicht zu geben, wird eine neue Stabstelle Weltkulturerbe gebildet, die direkt dem Oberbürgermeister zugeordnet ist. Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier zu dieser Entscheidung: „Wir möchten die Kräfte noch stärker bündeln und dem Welterbe ein politisch höheres Gewicht geben. Damit setzen wir auch eine Forderung der Stadtvertretung um.“
Bisher wurde das Thema Welterbe im Fachdienst Bauen und Denkmalpflege entscheidend vorangetrieben.

Die Welterbe-Managerin Claudia Schönfeld erarbeitet derzeit die Vorstellung der ersten Kapitel für die Fachbeiratssitzung im Herbst 2020. Parallel dazu soll die Ausschreibung und Besetzung eines Welterbe-Koordinators den weiteren Prozess beschleunigen.
„Es ist wichtig, unseren Partnern im Land und insbesondere dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Landtagsverwaltung zu zeigen, dass die Landeshauptstadt den Antrag konzentriert zum Abschluss bringen will“, so Oberbürgermeister Badenschier.

Die Landeshauptstadt ist auf die Mithilfe des Landes MV angewiesen, da sich wesentliche Elemente der ehemaligen Residenz in Landeseigentum und in deren Nutzung befinden. Gerade bei den Themen Erhaltungszustand, Risikofaktoren, Schutz und Verwaltung des Gutes ist eine konzentrierte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land erforderlich, denn die Ergebnisse fließen in den parallel laufenden Managementplan ein.

Tatkräftig unterstützt wird die Stadt auch vom Welterbe Schwerin Förderverein, der jüngst sein Fünfjähriges Bestehen feierte. Mehrere Veranstaltungen waren geplant wie der 7. Welterbe-Tag der Vereine am 7. Juni. Im September tagt voraussichtlich der Fachbeirat. Geplant ist außerdem die sechste Schweriner Welterbe-Tagung, die sich dem internationalen Vergleich und dem Management-Erfordernissen des Klimawandels widmet.

Das Schweriner Residenzensemble ist seit Juni 2014 auf der deutschen Tentativliste eingetragen, der Vorschlagsliste für zukünftige Nominierungen Deutschlands zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt. Der Abgabetermin des Welterbeantrages liegt im Jahre 2023/2024, da nach dem veränderten Reglement der UNESCO nunmehr pro Vertragsstaat nur eine Welterbe-Stätte pro Jahr aufgenommen werden kann.

Das Schweriner Residenzensemble präsentiert den Höhepunkt europäischer Schlossbaukunst des Historismus. Das Residenzensemble entstand im 19. Jahrhundert als Konzept von Repräsentation und Funktion der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin inmitten einer einmaligen Kulturlandschaft. Umgeben von Wasserflächen und Parkanlagen und mit vielfältigen Sichtachsen verbunden, lassen die Bauten der Hof- und Staatsverwaltung, Theater, Museum, Artilleriekasernen, Kirchen und Palais die Residenzstruktur noch heute erkennen.

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