Einbürgerungsfeier im Rathaus Willkommen für neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Schwerin 05.05.2017

Einbürgerungsfeier im Demmlersaal des Rathauses © Viktor Micheilis

Sie stammen aus 27 Staaten und leben oft schon viele Jahre in Deutschland: Im  zurückliegenden Jahr sind 70 Schwerinerinnen und Schweriner deutsche Staatsbürger geworden. 20 von ihnen waren gemeinsam mit ihren Angehörigen am 4. Mai der Einladung  von Oberbürgermeister Rico Badenschier gefolgt, der sie bei einer Einbürgerungsfeier im Demmlersaal des Rathauses willkommen heißt.

Unter den im zurückliegenden Jahr Eingebürgerten waren 37 Männer und 33 Frauen. Der Älteste war 78 Jahre alt und stammte aus der Ukraine, der Jüngste wird im August Acht und wurde als weißrussischer Staatsbürger in Schwerin geboren.
Die Herkunftsländer sind teilweise exotisch: Das Größte ist China, die Kleinsten sind mit 1,8 bzw. 1,9 Mio. Einwohnern das Kosovo und Lettland.  Am weitesten entfernt sind China und Vietnam, am dichtesten dran ist Polen.

Außerdem kommen die eingebürgerten Schwerinerinnen und Schweriner aus der Türkei, Marokko, dem Libanon, Moldau, Bulgarien, Italien, Kirgisistan, Armenien, Afghanistan, Mazedonien, Großbritannien, Thailand, Weißrussland, Mali, Togo, dem Irak, Kasachstan, der Ukraine, der Russischen Föderation, Ägypten, Serbien und Algerien.

Am längsten hat eine gebürtige Polin mit ihrer Einbürgerung gewartet, die bereits seit 40 Jahren in Deutschland lebte. Am schnellsten ging es bei einem Libanesen, der drei Jahre und acht Monate für die Einbürgerung benötigte.

„Die Entscheidung für die deutsche Staatsbürgerschaft ist ein Zeichen gelingender Integration und ein Bekenntnis zu unseren Werten. Sie sind eine Bereicherung für unsere Stadt und unser Land. Wir sind stolz, dass Sie zu uns gehören. Jetzt können Sie noch mehr mitgestalten, z.B. auf allen Ebenen wählen und sich wählen lassen“, so Oberbürgermeister Rico Badenschier.

Zur guten Tradition der Einbürgerungsfeier in Schwerin zählt es, dass Menschen aus dem Kreise der neu Eingebürgerten ihre persönliche Geschichte erzählen. In diesem Jahr berichtet der gebürtige Mazedonier Dimitar Boschkov, wie er vor zehn Jahren seine Ankunft in Deutschland erlebte. Seit 2015 lebt Boschkov in der Landeshauptstadt. Er arbeitet heute als Zahnarzt in Schwerin.

Oberbürgermeister Badenschier, der Integrationsbeauftragte der Landeshauptstadt Dimitri Avramenko und die Leiterin der Ausländerbehörde Andrea Eichstädt  beglückwünschten die eingebürgerten Schwerinerinnen und Schweriner mit einer Urkunde und einem kleinen Willkommensgruß. Für die musikalische Umrahmung sorgten die 15-jährige Maria und der elfjährige Anton Logan, die auf der Geige und der Bratsche musizierten sowie die 18-jährige Sängerin Bente Breme vom Schweriner Konservatorium, die die Einbürgerungsfeier mit John Lennons Song „Imagine“ eröffnete.

Hintergrund:
Um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen, zählt nicht nur der Wille allein. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass diejenige oder derjenige im Regelfall einen  achtjährigen Aufenthalt in der Bundesrepublik vorweisen kann.  In bestimmten Fällen – etwa besonderen Integrationsleistungen oder der Eheschließung bzw. Lebenspartnerschaft mit einem Deutschen  –  ist eine verkürzte Wartezeit möglich. In jedem Fall muss aber der Einbürgerungstest bestanden und Sprachkenntnisse durch eine Prüfung nachgewiesen werden.  Darüber hinaus dürfen die Antragsteller nicht vorbestraft sein. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass die Menschen ihren Lebensunterhalt in Deutschland selbst bestreiten. Ferner müssen die Männer und Frauen bereit sein, ihre bisherige Staatsbürgerschaft abzugeben und die demokratische Rechtsordnung der Bundesrepublik anzuerkennen.

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