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Jahresauftakt beim gemeinsamen Neujahrsempfang: Im Zeichen der interkommunalen Zusammenarbeit und des Radsports 30.01.2020

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Kunst- und Kulturpreises 2019 © Reinhard Klawitter

Rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erlebten beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und der Landeshauptstadt einen spannenden Abend mit starken kulturellen Akzenten. Zum Start standen Oberbürgermeister Rico Badenschier und Sparkassenvorstand Kai Lorenzen Moderatorin Dörthe Graner Rede und Antwort.  Für Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier steht 2020 im Zeichen der interkommunalen Zusammenarbeit: „Während in Europa mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU Gräben aufbrechen, bin ich der Überzeugung, dass wir die Herausforderungen in unserer Stadt und der Region am besten in einer engen Zusammenarbeit auf Augenhöhe lösen werden. Wir setzen den Stadt-Umland-Dialog für die Siedlungsentwicklung fort und erwarten im August die Ergebnisse des gemeinsamen Nahverkehrsgutachtens für Westmecklenburg.“ Die wirtschaftliche Entwicklung der Landeshauptstadt sei gut. „Die hohen Gewerbesteuereinnahmen des Rekordjahres 2018 haben sich Badenschier zufolge auf hohem Niveau stabilisiert, sodass Schwerin am Ende des Jahres 2019 wiederum 800.000 € weniger Schulden hatte als zu Jahresbeginn. „Ich freue mich außerdem auf einen großartigen Fahrradsommer in der Landeshauptstadt: Mit dem Bundesradsporttreffen begrüßen wir ab dem 19. Juli 2020 tausende Freizeitradsportler in Schwerin. Als Zielort der Start-Etappe der Deutschland-Tour wird vier Wochen später die Elite des Profiradsports am 20. August 2020 in Schwerin zu Gast sein“, so der Oberbürgermeister. 

Sparkassen-Chef Kai Lorenzen zeigte sich mit der Entwicklung seines Hauses sehr zufrieden. Lorenzen: „Unsere Kunden sind uns treu und fragen Finanzierungen, Lösungen zur rentierlichen Geldanlage und intelligente Vorsorgelösungen nach. Darüber freuen wir uns und betrachten das als Auftrag, für unsere Kunden immer besser zu werden.“ Steigende Bestände in allen Bereichen ließen die Bilanzsumme der drittgrößten Sparkasse in MV auf gut 2,3 Mrd. Euro steigen. Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet die Sparkasse ebenso wie die Kunden. Trotzdem kann das Haus auch für 2019 wieder das Eigenkapital stärken und damit eine gute Basis für weiteres Kreditgeschäft mit privaten, gewerblichen und kommunalen Kunden legen. Dazu Lorenzen: „Die großen Belastungen aus unserer Beteiligung an der Nord LB sind hoffentlich ausgestanden, nachdem alle Träger ausreichend Kapital nachgeschossen haben. So können wir im Vergleich zu vielen anderen Kreditinstituten ein sehr respektables Ergebnis ausweisen. Dies verdanken wir dem besonderen Einsatz unserer Mitarbeiter*innen, die im vergangenen Jahr wieder einen tollen Job gemacht haben“.

Kunst- und Kulturpreis Dokumentation „Heimat – Ich bin ein Mensch“


Im Rahmen des Neujahrsempfangs wird traditionell der Kunst- und Kulturpreis der Sparkassen-Stiftung verliehen. Mit dem aktuellen Preis würdigt die Stiftung Projekte zum Thema „Medien in der Kulturarbeit“ in der Landeshauptstadt. Insgesamt zehn Einreichungen lagen zur Entscheidung vor. Diskutiert und bewertet wurden diese von einer Fachjury, in der unter anderem Antje Schunke, Leiterin des Kulturforums Schleswig-Holstein-Haus, Ulrike Auge von der städtischen Fachgruppe Wirtschaft und Tourismus sowie Jörg Velten, Medienanstalt M-V, Medienausschuss mitwirkten.
Der 1. Preis geht in diesem Jahr an Manuela Koska und Felix Conradt für Ihre Dokumentation „Heimat – Ich bin ein Mensch“. Diese Dokumentation aus Fotografien und Gesprächen mit Menschen, wurde für eine umfangreiche Wanderausstellung und einen begleitenden Katalog zusammengestellt. Die Arbeit entstand unter Einbeziehung digitaler Fotografie, Webinhalten und Videos. Neben der Vermittlung von Medienkompetenz überzeugt das Projekt durch seine hohe soziale, gesellschaftliche und kulturelle Relevanz.
Der 2. Preis wurde dem Tanztheater Lysistrate am Gymnasium Schwerin für ihr Tanztheater-Film-Projekt „Immerzu.Immerzu!*frei nach Büchners Woyzeck“ verliehen. Die Besonderheit dieser Inszenierung liegt in der Kombination von unterschiedlichen künstlerischen Mitteln. Neben der künstlerisch-ästhetischen Bildung umfasst das Projekt auch eine Auseinandersetzung mit einer gesellschaftlich brisanten, politischen Thematik – der Spaltung der Gesellschaft.
Der 3. Preis geht in diesem Jahr an das Mecklenburgische Förderzentrum für Körperbehinderte in Schwerin mit ihrem Animationsfilm in Anlehnung an Godzilla. Im Zeitalter der digitalen Welt lernen die Jugendlichen mit digitaler Technik umzugehen. Mit diesem Filmprojekt, welches mit der Stop-Motion-Technik gedreht wurde, wurde den Jugendlichen die frühere, analoge Zeit nähergebracht.
Auch im Jahr 2020 wird der Kunst- und Kulturpreis wieder ausgeschrieben. Dann jedoch ohne Schwerpunkt. Eine themenfreie Bewerbung im Bereich Kunst und Kultur ist dann möglich. 

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