Land will Personal aus Abstrichzentrum abziehen: Oberbürgermeister Rico Badenschier reagiert mit Unverständnis 28.04.2020

Das Corona-Testzentrum wurde am 12. März eröffnet. © Landeshauptstadt Schwerin / Michaela Christen

Dass das Land sein Personal aus dem vom Landesgesundheitsamt (LaGus) betriebenen Testzentrum zur Corona-Verdachtsabklärung in der Landeshauptstadt abziehen will, sorgt in Schwerin für Unverständnis und Irritationen: „Die Testzentren haben sich bewährt. Sie unterstützen die niedergelassenen Allgemeinärzte bei der Corona-Diagnostik, minimieren den Verbrauch von Schutzausrüstungen und die Infektionsgefahr. Dieses sehr begrüßenswerte Vorgehen haben wir als Stadt und die HELIOS-Kliniken in der Startphase massiv unterstützt. Nach wenigen Wochen des Betriebs durch das Land werden jetzt die Mitarbeiterinnen abgezogen. Darüber bin ich sehr irritiert, denn damit wird das Abstrichzentrum de facto wieder geschlossen“, so Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier. „Ich erwarte, dass das zuständige Wirtschaftsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und erst Recht die Schweriner Bürgerinnen und Bürger nicht im Regen stehen lässt. Eine Schließung des Testzentrums wäre in der gegenwärtigen Situation das falsche Signal.“

Seit Mitte März bis einschließlich 27. April wurden landesweit 30.846 Personen per Abstrich auf eine Corona-Infektion getestet, davon 708 positiv. Das geht aus einer heute veröffentlichten Statistik des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums MV hervor. Durchschnittlich waren 2,3 Prozent der Abstriche positiv.

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