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Schweriner Wichernsaal soll umfassend saniert werden - Drei-Millionen-Projekt wird mit europäischen Mitteln gefördert 07.07.2017

 © Landeshauptstadt Schwerin/Silke Preßentin

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. wird den geschichtsträchtigen Wichernsaal in Schwerin mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)  sanieren. Es gibt in Schwerin keinen vergleichbaren Saal mehr aus dem 19. Jahrhundert. Einst Tagungsort der mecklenburgischen Synode soll der Saal in der Apothekerstraße 48 künftig den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und der Region als Kommunikations- und Begegnungszentrum zur Verfügung stehen.

Nach einem breit angelegten Beteiligungsprozess hatte die Stadtvertretung Schwerins der Sanierung des Wichernsaals unter dem Leitthema „Tradition und Moderne“ als einem wichtigen Baustein zur integrativen Stadtentwicklung (ISEK) zugestimmt. „Ich sehe in der Realisierung des Vorhabens nicht nur einen Beitrag zur Bewahrung unseres historischen Stadtbildes sondern verspreche mir auch Impulse für das lebendige Miteinander der Schwerinnerinnen und Schweriner“, betont Oberbürgermeister Rico Badenschier.

Die ersten Gespräche zur Sanierung des „Wichernsaals“ in der Schweriner Schelfstadt reichen inzwischen drei Jahre zurück und wurden vom Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. im Juli 2014 mit der Landeshauptstadt Schwerin und dem Wirtschaftsministerium geführt. Eineinhalb Jahre später, im Januar 2016, stellte der Landesverband der Diakonie bei der Stadt und beim Landesförderinstitut einen Antrag auf Förderung des Vorhabens aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Ohne Förderung ist das ca. drei Millionen teure Projekt wirtschaftlich nicht darstellbar“, betont Landespastor Martin Scriba. Nach Abschluss aller Vorplanungen, der baufachlichen Prüfungen sowie der Erteilung der Baugenehmigung durch die Landeshauptstadt konnte das Landesförderinstitut EFRE-Mittel in Höhe von ca. 75 Prozent der förderfähigen Kosten bewilligen. Den Anteil der nationalen Kofinanzierung trägt das Diakonische Werk aus kirchlichen Mitteln.

Der Fördermittelbescheid wurde Oberbürgermeister Rico Badenschier und Landespastor Martin Scriba am 07. Juli 2017 durch den Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, Christian Pegel überreicht. Landespastor Martin Scriba nimmt dies zum Anlass, allen Beteiligten seinen Dank auszusprechen: Den Landesbehörden, der Stadtverwaltung, den Planungsbüros, nicht zuletzt aber auch den mit dem Vorhaben befassten Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Vielzahl der Fragen, die im Vorfeld zu besprechen waren, einer Klärung zuzuführen und gehe davon aus, dass nun bald mit dem Ausschreiben der Bauleistungen begonnen werden kann.“

Der Wichernsaal bildet gemeinsam mit dem sogenannten "Vereinshaus" in der Apothekerstraße 48, heute Sitz des Diakonischen Bildungszentrums Mecklenburg-Vorpommern gGmbH, ein beeindruckendes Ensemble. Es wurde vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege als städtebaulich bedeutendes Denkmal eingestuft wurde, das geeignet ist, den für das späte 19. Jahrhundert charakteristischen Bautypus einschließlich seiner für die Entstehungszeit typischen konstruktiven und dekorativen Details zu dokumentieren.

„Wir unterstützen gern das Vorhaben der Diakonie, den traditionsreichen Wichernsaal zu restaurieren, damit ihn die Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und der Region künftig als Kommunikations- und Begegnungszentrum nutzen können“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. „Das ist eine echte Bereicherung für die Menschen hier“, so der Minister. Landespastor Martin Scriba resümiert: „Europa lohnt sich eben.“

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