Bitte nicht füttern! Zoo Schwerin bittet um Verständnis und Mithilfe der Besucher 02.12.2019

Tamarinjungtier mit einer Tagesration Weintraube © Zoologischer Garten Schwerin

Ob Krallenaffen, Kappengibbons oder Kapuziner, alle im Schweriner Zoo lebenden Affen üben eine hohe Anziehungskraft auf die Besucher aus. Und das schönste Erlebnis ist stets den Tieren einmal ganz nahe zu sein. Bei den freilebenden Kattas muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Umso entzückender ist es, wenn sich die Tiere frei zwischen den Besuchern bewegen und die Sonne auf ihren Lieblingsplätzen genießen. Garantiert neugierige Blicke erwarten die Besucher im Humboldthaus zwischen Totenkopfaffen, Springtamarinen und Goldkopflöwenäffchen. Doch leider stellt diese Besuchernähe auch eine Gefahr dar – und zwar für die Tiere!

Berichten der Tierpflege zufolge leiden fast alle Affenarten nach besucherstarken Tagen unter Verdauungsproblemen. Trotz der vielen Verbots- und Hinweisschilder und regelmäßigen Ansprachen der Zoomitarbeiter werden die Tiere mit mitgebrachten Lebensmitteln angelockt und gefüttert.

Viele mögen in den Futternäpfen Gemüse und Obst entdecken, das auch wir Menschen gerne essen. Hinter dieser willkürlich erscheinenden Mischung, steckt jedoch ein strenger Ernährungsplan, der genau auf die Bedürfnisse der Affen und die übrigen tierischen Bewohner abgestimmt ist. Im Verhältnis zu der Körpergröße der Tiere, kann ein zusätzlich gegebener Apfel zu schmerzhaften Erkrankungen führen oder sogar lebensbedrohlich sein. Der Zoo bittet daher die Besucher, der Versuchung zu widerstehen und auch andere Besucher, die im Begriff sind die Affen zu füttern, auf die empfindlichen Verdauungssysteme der Bewohner hinzuweisen.

Ein sehr trauriger Zwischenfall ist der Tod des Jungtieres der Springtamarine vor wenigen Wochen. „Er war stark dehydriert und litt an Durchfall. Das ist bei einem solch kleinem Organismus innerhalb von Stunden tödlich. Wir führen das auf eine falsche und übermäßige Fütterung zurück“, mahnt Biologe und Direktor Dr. Tim Schikora. „Wir bitten unsere Besucher inständig darum, die Distanz zum Tier und das Fütterungsverbot zu respektieren.“ Eine Erkrankung konnte laut des vorliegenden Obduktionsberichts nicht festgestellt werden.

Der Zoo gestattet das Füttern durch Besucher bei ausgewählten und ausschließlich diesen Tieren mit dem im Zoo erhältlichen Spezialfutter. Dazu gehören die Tiere des Bauernhofs, mit Ausnahme der Schweine, die Mähnenspringer und das Damwild. Das Verfüttern von selbstmitgebrachten Lebensmitteln ist strengstens untersagt.

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