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Absichtserklärung zur Errichtung eines Schaudepots unterschrieben/Stadt unterstützt Depoträume für zeitgenössische Kunst auf Vorwärtsgelände 14.10.2021

Visulaisierung des Schaudepots © Landeshauptstadt Schwerin

Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier und die geschäftsführende Gesellschafterin der Schaumagazin gGmbH Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe haben am 14. Oktober 2021 eine Absichtserklärung zur Errichtung eines Schaudepots für moderne und zeitgenössische Kunst in der Landeshauptstadt Schwerin unterschrieben.

Das Schaudepot soll im denkmalgeschützten Eingangsbereich des ehemaligen KIW Vorwärts errichtet werden. Es ist geplant, dafür den fünfgeschossigen Büroturm und den angegliederten bogenförmigen Garagentrakt zu nutzen, den die Stadt mit Hilfe einer bereits beantragten Bundesförderung herrichten möchte. „Die Stadt unterstützt die Idee, auf dem Vorwärts-Gelände ein Schaudepot für zeitgenössische Kunst einzurichten, das im Einklang mit der geplanten Wohnbebauung auf dem Vorwärts-Gelände umgesetzt werden kann. Wir können damit zugleich eine sinnvolle öffentliche Nutzung der im städtischen Besitz befindlichen denkmalgeschützten Gebäude sicherstellen“, sagte Oberbürgermeister Badenschier anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

„Wenn Kunst nicht gesehen wird, lebt sie nicht. Wenn Kunst nicht betreut wird, ist sie gefährdet – diesem Grundgedanken folgt die Idee des Schaudepots“, umreißt die frühere Direktorin des Staatlichen Museums Schwerin und Initiatorin des Schaudepots Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe ihre Pläne. „Das Erleben zeitgenössischer Kunst soll dabei auch als Impuls für die eigene künstlerische Betätigung gerade von Kindern und Jugendlichen verstanden werden. Dazu ist beispielweise die Einrichtung eines Digital- und Kreativstudios für Kinder und Jugendliche, einer Bibliothek und eines Kunstarchivs geplant.“

Die 2020 gegründete gemeinnützige GmbH wird ein Betreiberkonzept erarbeiten und der Landeshauptstadt Schwerin als Grundlage für den weiteren Planungsprozess vorlegen. Die gemeinnützige Gesellschaft wird das Schaudepot eigenständig betreiben und sich dem Lagern, Erforschen und Ausstellen von moderner und zeitgenössischer Kunst widmen. Das Ziel der Institution basiert auf dem Willen, Kunstwerke so aufzubewahren, dass sie auch in Zeiten, in denen sie nicht in Ausstellungen gezeigt werden, für das Publikum und/oder für Forschungszwecke zugänglich sind. Das Schaudepot soll auch eine öffentliche Seite haben und im Rahmen von Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen einem breiten Publikum sowie für Familien und Kinder zugänglich sein. Ziel ist es, mindestens 15.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr zu erreichen. Die Schaumagazin gGmbH verpflichtet sich, den Betrieb so zu organisieren, dass der Landeshauptstadt keine laufenden Betriebskosten entstehen und dementsprechend der städtische Haushalt für den laufenden Betrieb der Kultureinrichtung nicht belastet wird.

Das Schaudepot mit Werken international bedeutsamer Künstler wie Sigmar Polke (D), Hendri v. d. Putten (NL), Richard Serra (USA), Joseph Beuys (D), Daniel Spoerri (CH) oder Günther Uecker (D) sowie namhafter Künstlerinnen und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern wie Sonja Rolfs (D), Matthias Wegehaupt (D), Oskar Manigk (D) oder Michael Wirkner (D) würde die laufende Bewerbung der Landeshauptstadt Schwerin, die bauliche Sanierung des Eingangsbereichs mit 4,7 Mio. Euro Baukosten über das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ zu fördern, mit einer attraktiven Nutzung verknüpfen. Mit der jetzt unterzeichneten gemeinsamen Absichtserklärung bekennt sich die Landeshauptstadt dazu, nach einem Wettbewerbsverfahren den Bauantrag von einem Entwurfsverfasser erstellen lassen und das Genehmigungsverfahren aktiv zu begleiten. Die Schaumagazin gGmbH soll dabei in die Bauphase und den Sanierungsprozess eingebunden werden, insbesondere wenn es um Themen geht, die die spätere Nutzung betreffen.

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