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Schwerin baut öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur weiter aus: 20 neue Ladesäulen genehmigt / Weitere Standorte stehen in Aussicht 06.08.2026

Eine der neuen Landsäulen wurde in der Franz-Mehring-Straße aufgestellt, die sich noch  in der Sanierung befindet. © LHS / Michaela Christen

Jedes zehnte Kraftfahrzeug in Schwerin ist inzwischen ein Elektro- oder Hybridfahrzeug, das mit Strom betankt wird. Insgesamt ist die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte laut Statistik der Bundesnetzagentur in Schwerin seit Dezember 2024 von 119 Ladepunkten an 53 Standorten auf aktuell 181 Ladepunkte an 85 Standorten angewachsen.

Und die Landeinfrastruktur wird gegenwärtig weiter ausgebaut: 80 Anträge zur Errichtung von Ladeinfrastruktur sind seit 1. November 2025 eingegangen. Die Anträge wurden überwiegend von Energieversorgern und Ladesäulenanbietern gestellt. 20 öffentliche Ladesäulen im Stadtgebiet wurden gerade genehmigt und sollen in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt werden. Sie entstehen an Straßen im Innenstadtbereich, in der Weststadt sowie auf dem Dreesch und verfügen über jeweils zwei Ladepunkte, sodass insgesamt 40 öffentliche Lademöglichkeiten neu hinzu kommen. Überwiegend handelt es sich dabei um Normalladesäulen, auch einige Schnellladesäulen mit Ladeleistungen über 22 kW sind dabei.

Das unerwartet hohe Interesse privater Anbieter an der Schaffung neuer Ladeinfrastruktur hat in Schwerin hat auch mit einer Neuerung in der städtischen Sondernutzungssatzung zu tun: Damit haben Ladesäulenanbieter seit 1. November 2025 die Möglichkeit, auf eigene Initiative Standorte für Ladesäulen auf städtischen Verkehrsflächen zu beantragen. Zu Steuerung gibt die Verwaltung konkrete Anforderungen und Obergrenzen vor und prüft die einzelnen Anträge darauf, ob dem Wunsch der Unternehmen etwas entgegensteht. „Das sichert ein wettbewerbsorientiertes, kundenfreundliches und flächendeckendes Angebot“, erklärt der Fachdienstleiter des städtischen Verkehrsmanagements Dr. Bernd-Rolf Smerdka.

Angebot wächst entsprechend dem Bestand an Elektrofahrzeugen

„Wir freuen uns über das große Interesse der Unternehmen, in Schwerin Ladesäulen anzubieten“, sagt Verkehrs- und Umweltdezernent Bernd Nottebaum. Zwar rechnet er damit, dass nicht alle 80 Anträge auf Basis der Sondernutzungsatzung realisiert werden können, weil z.B. an manchen Standorten die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet, schützenswerte alte Bäume Vorrang haben oder Welterbe-Bestandteile beeinträchtigt werden könnten. „Insgesamt haben wir jedoch Rahmenbedingungen geschaffen, damit das Angebot entsprechend dem Bestand an zugelassenen Elektrofahrzeugen weiter kontinuierlich wächst.“

Insbesondere für Personen, die über keine eigene Garage oder keinen privaten Stellplatz mit einer eigenen Wallbox verfügen, sind öffentlich zugängliche Ladesäulen eine wesentliche Voraussetzung für den Umstieg auf ein Fahrzeug mit E-Antrieb. Einen weiteren wichtigen Baustein des Schweriner Elektromobilitätskonzeptes bilden neben den Ladesäulen auf öffentlichen Straßen jedoch Parkplätze an Supermärkten, Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen. Dort kann man bequem während des Einkaufs oder der Freizeitbeschäftigung sein E-Auto laden. Auch hier kommen stetig neue Ladesäulen hinzu.

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