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Gemeinsam für Chancengleichheit: Beauftragte der Landeshauptstadt arbeiten Hand in Hand 16.06.2026

Die drei Beauftragten (v.l.n.r.):  Claudia Wendorf – Gleichstellungs- und Familienbeauftragte, Daniela Richter – Integrationsbeauftragte/ Leiterin Fachstelle Chancengleichheit, Franziska Schleiff – Behinderten- und Seniorenbeauftragte © Landeshauptstadt Schwerin

Die drei Beauftragten der Landeshauptstadt Schwerin arbeiten gemeinsam in der Fachstelle Chancengleichheit. Jede von ihnen vertritt dabei einen eigenen Schwerpunkt – von Behinderten- und Seniorenarbeit über Gleichstellung und Familienpolitik bis hin zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen einen ganzheitlichen Blick auf die Lebensrealitäten der Schwerinerinnen und Schweriner. Durch die enge Zusammenarbeit der Beauftragten können Ressourcen zielgerichtet eingesetzt, aber auch Herausforderungen gemeinsam angegangen werden.

 

Franziska Schleiff: Barrierefreiheit und Teilhabe im Fokus

Für Franziska Schleiff, die Behinderten- und Seniorenbeauftragte der Landeshauptstadt Schwerin, steht in diesem Jahr insbesondere die Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts im Mittelpunkt. Die festgelegten Maßnahmen werden einem Umsetzungs-Check unterzogen und an veränderte Bedarfe angepasst.

„Wichtig ist uns, die älteren Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt aktiv einzubeziehen, etwa durch Befragungen und andere Formate der Beteiligung“, erklärte Franziska Schleiff. Auch die Broschüre „Älter werden in Schwerin“ wird derzeit in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk überarbeitet.

Ein weiteres zentrales Anliegen ist für sie die Umsetzung von Barrierefreiheit. „Denn diese ermöglicht eine sichtbare und wirksame Verbesserung der Lebensqualität sowohl für Menschen mit Behinderungen, als auch für ältere Menschen“, hebt Franziska Schleiff hervor, „Auch die touristischen Gäste der Landeshauptstadt profitieren davon, was die Attraktivität Schwerins stärkt.“

Verlässliche Orientierung, gleichberechtigte Teilhabe sowie bessere Mobilität und Zugänglichkeit sollen deshalb weiterhin Schwerpunkte ihrer Arbeit bleiben. So initiierte sie bereits im vergangenen Jahr ein inklusives Unternehmerfrühstück. Dort kamen Menschen mit Behinderungen aus Werkstätten und potentielle Arbeitgeber miteinander ins Gespräch. Ziel war es, Bedarfe sichtbar zu machen, den Austausch zu fördern und Barrieren abzubauen. Aufgrund der positiven Resonanz wird das Format auch in diesem Jahr fortgeführt.

 

Claudia Wendorf: Aufklären, stärken, unterstützen

Auch Claudia Wendorf, Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt, plant zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen. Im Mittelpunkt stehen Themen und Herausforderungen, die insbesondere Mädchen, Frauen und Familien betreffen.

„Neben den Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag wird es auch ab dem 23. November, rund um die jährlichen Aktionstage gegen Gewalt an Frauen und Kindern, wieder vielfältige Angebote geben“, erläutert Claudia Wendorf. Mit ihrer Arbeit möchte sie über häufig tabuisierte Themen informieren, sensibilisieren und Handlungsbedarfe sichtbar machen.

Wer über Unterstützungsangebote informiert ist, kann eigene Interessen besser vertreten und Hilfe leichter in Anspruch nehmen. Gleichzeitig wird auch das soziale Umfeld befähigt, Unterstützung anzubieten. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern arbeitet die Beauftragte deshalb an Maßnahmen zur Prävention und Gewalthilfe.

Darüber hinaus setzt sie sich dafür ein, das Leben von Familien in Schwerin weiter zu verbessern. Gemeinsam mit Restaurants, Geschäften und anderen Einrichtungen engagiert sie sich dafür, dass Schwerin eine still- und wickelfreundliche Kommune wird. Orte, an denen Familien ihre Kinder versorgen und sich kurz zurückziehen können, sollen vermehrt geschaffen und stärker bekannt gemacht werden.

 

Daniela Richter: Integration als Gemeinschaftsaufgabe

Daniela Richter verbindet ihre Tätigkeit als Leiterin der Fachstelle Chancengleichheit mit ihrer Aufgabe als Integrationsbeauftragte. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das Zusammenbringen von Menschen.

„Gerade Integration lebt vom Miteinander, vom gegenseitigen Verständnis und der Akzeptanz“, fasst sie zusammen. Dabei kann sie auf ein über viele Jahre gewachsenes Netzwerk aus Verwaltung, Behörden, migrantischen Selbstorganisationen, Initiativen der Flüchtlingsarbeit, Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen und vielen weiteren Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft zurückgreifen.

Dieses Netzwerk gelte es weiter zu stärken. Gesellschaftliche Veränderungen und neue Rahmenbedingungen machten es erforderlich, bestehende Strukturen zu sichern und die Zusammenarbeit weiter auszubauen, so Daniela Richter. Gleichzeitig sei es ihr wichtig, die Themen der Fachstelle und deren Zusammenhänge stärker sichtbar zu machen. Chancengleichheit bedeute, Gleichstellung, Beeinträchtigungen, Alter und Migration gemeinsam zu betrachten und daraus Mehrwert für die gesamte Stadtgesellschaft zu schaffen.

Ein besonderes Anliegen ist für sie die stärkere Einbindung von Migrantinnen und Migranten in politische und gesellschaftliche Prozesse. Mehr Mitgestaltung und Mitwirkung stärkten grundlegend nicht nur die Teilhabe, sondern auch den Zusammenhalt in der Stadt und das Vertrauen in demokratische Institutionen.

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