Kinder und Jugendliche sollen in Schwerin die Unterstützung erhalten, die sie für eine gute Entwicklung benötigen, Familien frühzeitig Hilfe erhalten, wenn Herausforderungen entstehen. Mit dem einstimmigen Beschluss des Teilfachplans „Hilfen zur Erziehung“ hat der Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Schwerin nun die Grundlage geschaffen, um bestehende Angebote weiterzuentwickeln und neue Unterstützungsangebote gezielt aufzubauen.
Der Teilfachplan ist Bestandteil der gesetzlich vorgeschriebenen Jugendhilfeplanung und analysiert bestehende Angebote sowie soziale Entwicklungen in den Stadtteilen. Ziel ist es, Hilfen noch stärker an den Bedarfen von Kindern, Jugendlichen und Familien auszurichten und Unterstützungsangebote dort auszubauen, wo sie besonders benötigt werden.
„Jedes Kind soll die Chance haben, sicher aufzuwachsen, seine Fähigkeiten zu entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Familien benötigen dabei verlässliche Ansprechpartner und passgenaue Unterstützung. Mit dem Teilfachplan schaffen wir die Grundlage, unsere Hilfen noch gezielter an den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Eltern auszurichten. Wir bauen bestehende Angebote aus, entwickeln neue Unterstützungsformen und stärken die Zusammenarbeit aller Beteiligten. So gestalten wir die Kinder- und Jugendhilfe in Schwerin gemeinsam weiter“, sagt der zuständige Beigeordnete Silvio Horn.
Wohnortnahe Hilfen und passgenaue Angebote stärken
Auf Grundlage einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse setzt die Landeshauptstadt auf den weiteren Ausbau wohnortnaher Hilfen. Diese ermöglichen Kindern und Jugendlichen, in ihrem sozialen Umfeld zu bleiben und fördern die Zusammenarbeit mit ihren Familien. Gleichzeitig sollen zusätzliche Kapazitäten in der stationären Jugendhilfe geschaffen, die Gewinnung von Pflegefamilien intensiviert und die Bereitschaftspflege ausgebaut werden. Weitere Schwerpunkte der künftigen Jahre sind die Verbesserung von Übergängen aus der Inobhutnahme in geeignete Hilfen, die Stärkung inklusiver Angebote sowie die Weiterentwicklung therapeutischer und intensivpädagogischer Unterstützungsformen.
Prävention ausbauen und Zukunft der Jugendhilfe gestalten
Neben Hilfen in akuten Krisensituationen rückt der Teilfachplan die Prävention stärker in den Fokus. Auch die Begleitung junger Volljähriger auf dem Weg in ein selbstständiges Leben sowie bedarfsgerechte Angebote für unbegleitete minderjährige Ausländer bleiben wichtige Bestandteile der Planung. Gleichzeitig bereitet sich die Landeshauptstadt auf die weitere Umsetzung der Reform des Kinder- und Jugendhilferechts vor. Mit dem einstimmigen Beschluss bekräftigt Schwerin das Ziel, Kindern, Jugendlichen und Familien ein verlässliches, bedarfsgerechtes und zukunftsfähiges Unterstützungssystem zur Verfügung zu stellen.
