Bestes Besucherergebnis seit der Wende - Über 140.000 Tagesbesucher verzeichnet der Zoo Schwerin 2019 07.02.2020

Mit dem Ergebnis von über 140.000 Tagesbesuchern im vergangenen Jahr im Rücken, beginnen in diesen Tagen die Baumaßnahmen zum bisher größten Projekt des Zoos, dem „Rote-Liste-Zentrum“.

Der Zoo Schwerin blickt auf ein ereignisreiches Zoojahr mit diversen Baumaßnahmen und vielen Entwicklungen im Tierbestand zurück. Die Besucherzahlen spiegeln diese positive Weiterentwicklung wider, denn das Jahr 2019 schließt mit einer Rekordbesucherzahl von verkauften 140.235 Tickets ab. Damit fährt der Zoo das beste Ergebnis seit der Wende ein.

Hinzu kommen die Mehrfachbesuche durch Jahreskarteninhaber, Schüler der Zooschule, Besucher denen kostenfreier Eintritt gewährt wird, wie Begleitpersonen oder auch Kinder im Alter von bis zu drei Jahren. „Wir sind alle sehr Stolz über das Ergebnis und ich danke dem gesamten Team für die erbrachten Leistung. Das Jahr 2019 war aufgrund der sehr dünnen Personaldecke extrem fordernd für uns alle,“ blickt Zoodirektor und Geschäftsführer Dr. Tim Schikora zurück. „Die Neuausrichtung des Zoos zum Artenschutz-Zoo wird angenommen und das Einzugsgebiet wächst stetig. Die 2019 erstmals vorgenommene Erhöhung des städtischen Zuschusses war dafür eine erste, wichtige Voraussetzung. Mit dem ausgerufenen Klimanotstand für die Landeshauptstadt steigt die Bedeutung des Zoos als größte städtische Einrichtung für Natur- und Umweltbildung. Für die kommenden Jahre setze ich sehr auf eine gemeinschaftliche Strategie von Zoo, Politik und städtischer Verwaltung, um unsere Ziele zu erreichen.“

Unterstützung gibt es auch von dem durch die Fraktionen der Stadtvertretung besetzten Aufsichtsrat. „Dieser großartige Besucherzuspruch ist der Beleg dafür, dass alle Mitarbeiter - vom Tierpfleger bis zum Zoodirektor - einen hervorragenden Job machen. Dafür spreche ich allen Beschäftigten im Namen des Aufsichtsrates der Zoologischer Garten Schwerin gGmbH meinen herzlichen Dank aus", ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende Silvio Horn. "Dass soviele Gäste den Schweriner Zoo besucht haben, ist in einem insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ein eindeutiger Beleg dafür, dass wir mit dem neuen Entwicklungskonzept für den Zoo die richtigen Weichenstellungen vorgenommen haben.“

Für weitere Besucherzuwächse sollen die weiteren Entwicklungen führen. Das nächste große Projekt steht in den Startlöchern. Direkt hinter dem Eingangsbereich entsteht nun das Rote-Liste-Zentrum. Die Einrichtung der Baustelle und das Herstellen der Baustraßen ist bereits geschehen. Die Baumaßnahmen für das etwa 5 Millionen Euro teure Projekt beginnt in diesen Tagen. Zu 90 % beteiligen sich das Land Mecklenburg-Vorpommern und die EU mit dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und ermöglichen damit dieses einzigartige Projekt. Der verbleibende Eigenanteil wird wesentlichen aus den durch die Landeshauptstadt zur Verfügung gestellten Gewinnen der Bundesgartenschau 2009 gedeckt. Mit dem Rote-Liste-Zentrum macht der Zoo einen bedeutenden Schritt hin zur Weiterentwicklung zum Artenschutz-Zoo. Neben den künftigen Bewohnern werden hier die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) und die nationale Rote Listen thematisiert. Hier erfahren die Zoobesucher was eine Art zu einer „vom Aussterben bedrohten Art“ macht. An Hand von zehn Tierarten unterschiedlichem Aussterberisikos wird erläutert, was hinter den Klassifizierungen steckt, wie schwerwiegend diese sind, wie eine Art auf die Liste kommt und wie sie gegebenenfalls wieder aus ihrem Status wieder herauskommen kann. Die Leittierart wird der Asiatische Löwe sein. Zudem ziehen in den neuen Komplex Gelbrückenducker sowie verschiedene Amphibien und Reptilien ein. Die beliebten Rothschild-Giraffen und Blauhalsstrauße werden ebenfalls dieses Areal bewohnen. In dem 700 Quadratmeter große Gebäude erwarten die Besucher zudem eine einsehbare Futterküche, einen Besucherbereich zum Verweilen mit großen Einsichten in die Innenanlagen der Tiere. Für die Löwen entsteht eine über 3.500 Quadratmeter große Freianlage.

„Wir bauen für unsere Tiere und Gäste gleichermaßen. Daher werden wir wie schon bei den vergangenen Baumaßnahmen wieder nach Fertigstellung ein modernes und spannendes neues Stück Zoo zeigen können. Hin und wieder wird es zu geringen Einschränkungen für unser Besucher kommen, aber es wird sich lohnen“, verspricht der Zoodirektor. Die Eröffnung des Rote-Liste-Zentrums ist für Ostern 2021 geplant.

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