Schwerin und die Landkreise wollen im ÖPNV in Westmecklenburg kooperieren 16.02.2018

Setzen auf gute Nachbarschaft: Oberbürgermeister Badenschier, Landrätin Weiss und Landrat Christiansen © Landeshauptstadt Schwerin / Michaela Christen

Der Landkreis Nordwestmecklenburg, der Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Landeshauptstadt Schwerin wollen auf dem Gebiet des öffentlichen Nahverkehrs in Zukunft stärker kooperieren. Das haben Landrätin Kerstin Weiss, Landrat Rolf Christiansen und Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier vereinbart. Es sei notwendig, zukünftig intensiver zusammenzuarbeiten, um in Westmecklenburg im Interesse der Fahrgäste nachfrageorientiert, angebotsoptimiert und bedarfsgerecht abgestimmte Leistungen anbieten zu können. Dabei geht es zunächst um die bessere Abstimmung im Stadt-Umland-Raum Schwerin. Rund wird die ganze Sache aber nur, wenn auch das Land als Träger des Schienenpersonennahverkehrs mit ins Boot geholt werden kann. Das Land hat hieran bereits Interesse signalisiert. In den nächsten Wochen soll es dazu  weitere Gespräche geben. Mittelfristig halten die Beteiligten durch diese Abstimmungen Synergieeffekte für möglich. Auch eine eventuelle Zusammenarbeit in einem Verkehrsverbund könnte Ergebnis derartiger Verhandlungen sein.

Landrätin Kerstin Weiss: „Interkommunale Zusammenarbeit im ÖPNV halte ich für zukunftsweisend. Der Kombitarif für Nordwestmecklenburger und Schweriner, die mit dem Bus die Stadtgrenze passieren, gibt es jetzt schon zwei Jahre. Ein gutes Beispiel für Zusammenarbeit über die Gebietsgrenzen  hinweg. Darauf lässt sich aufbauen.“

Landrat Rolf Christiansen: „Nachdem wir den ÖPNV im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit der Einführung des Rufbussystems in eine neue, erfolgreiche Richtung weiterentwickelt haben, ist es jetzt an der Zeit, in der Region Westmecklenburg ein einheitliches Tarifsystem zu entwickeln nach dem Motto: Ein Fahrschein auf alle Linien, ob Bus, Bahn oder Straßenbahn.“

Oberbürgermeister Rico Badenschier: „Wenn wir Westmecklenburg ernsthaft in der Metropolregion Hamburg verankern wollen, dann müssen wir zuerst die Aufgaben vor unserer Haustür anpacken. Dazu gehört die Zusammenarbeit im Nahverkehr. Denn Mobilität macht nicht vor Verwaltungsgrenzen halt.“

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