Landeshauptstadt stellt erstmals Suchtpräventions- undSuchthilfeplan vor Gemeindepsychiatrischer Verbund soll Hilfesystem steuern 13.03.2013

Die Landeshauptstadt Schwerin hat erstmals einen Suchtpräventions- und Suchthilfeplan erarbeitet, der heute zur Beratung in den Hauptausschuss eingebracht wird. Ziel dieser Konzeption sind ausgewogene und bedarfsgerechte Angebote des Suchthilfesystems und eine enge Vernetzung der Präventionsarbeit sowie der Einrichtungen der Suchthilfe, auch mit anderen Hilfesystemen.   Die Versorgung von suchterkrankten Menschen ist eine Gemeinschafts- und Pflichtaufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes.  Der Suchtpräventions- und Suchthilfeplan beschreibt die aktuelle Situation der Suchtkrankenhilfe in Schwerin, stellt die Entwicklungen und Probleme dar und zeigt Perspektiven für die Weiterentwicklung auf. Den Auftrag dazu hatte die  Stadtvertretung 2011 erteilt.
Die Konzeption beleuchtet den Themenkomplex Sucht als körperliche und psychische Abhängigkeit von Alkohol, Drogen, Medikamenten, Nikotin, aber auch von Glücksspiel, Computer und Internet. „Süchtiges Verhalten  - Mediensucht eingeschlossen - ist stets mit einem Kontrollverlust verbunden und hat schwerwiegende gesundheitliche, psychische und soziale Konsequenzen. Sucht ist eine schwere Krankheit, die eine umfassende Beratung, Behandlung und Rehabilitation erfordert“, so Amtsärztin Renate Kubbutat.
Bei der Erarbeitung des Suchtpräventions- und Suchthilfeplans hat in den vergangenen Monaten ein intensiver Kommunikations- und Planungsprozess zwischen den Schweriner Akteuren stattgefunden, der fortgesetzt wird. Ein konkretes Ergebnis ist die für 20. März geplante Gründung eines Gemeindepsychiatrischen Verbundes in Schwerin. Damit will die Landeshauptstadt ihrer Verantwortung für die Steuerung des Hilfesystems gerecht werden. Beteiligt ist die Stadt daran über den Sozialpsychiatrischen Dienst, über die Förderung zweier Suchtberatungsstellen und die Eingliederungshilfe für Suchterkrankte. „Das Suchthilfesystem ist sehr komplex und unterliegt einer ständigen Dynamik, z.B. durch das Auftauchen neuer Suchtmittel oder veränderte Konsumgewohnheiten“, so Renate Kubbutat.
In der Präventionsarbeit muss es explizit um den verantwortungsvollen Umgang mit suchterzeugenden Substanzen gehen und nicht um das Verbot von Suchtmitteln, heißt es in der Konzeption. Die Politik müsse sich dabei zunehmend der Frage stellen, wie sie den Herausforderungen durch Suchtprobleme entgegen treten will und welchen Preis sie dafür zu zahlen bereit ist.

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