Schwerin erfüllt Kriterien für Fairtrade-Stadt Am 26. Juni Abgabe der Bewerbung mit internationalen Gästen 18.06.2013

Sieben Monate nach dem einstimmigen Beschluss der Stadtvertretung für eine Bewerbung der Landeshauptstadt als „Fairtrade-Stadt“ erfüllt Schwerin nunmehr alle Voraussetzungen, um den Titel beim Verein TransFair Deutschland beantragen zu können. „Wir erfüllen die fünf geforderten Kriterien  für die Bewerbung und werden am 26. Juni 2013 die Unterlagen offiziell an den Titelverleiher TransFair Deutschland absenden“, rechnete Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow heute gemeinsam mit den Initiatoren der Bewerbung die Erfüllung dieses Stadtvertreterbeschlusses vom November 2012 ab.  „Gleichzeitig werden wir die öffentlichkeitswirksame Abgabe der Unterlagen nutzen, um weiter die Werbetrommel für das Anliegen des fairen Welthandels zu rühren“, so die Oberbürgermeisterin.

Ralf Göttlicher, Koordinator der Kampagne „Schwerin wird Fairtrade-Stadt“, präsentierte die Ergebnisse einer aktuellen Erhebung im hiesigen Einzelhandel und der Gastronomie: Danach führen inzwischen mindestens 52 Schweriner Einzelhändler und 21 Gastronomiebetriebe fair gehandelte Produkte. Für eine erfolgreiche Bewerbung hätten 20 Einzelhändler und 10 Gastronomen ausgereicht.  „Um den Kundinnen und Kunden die Orientierung zu erleichtern, werden wir die Ergebnisse unserer Recherche auf einer Karte unter www.fairtrade-schwerin.de veröffentlichen. Wir bitten alle Unterstützerinnen und Unterstützer des fairen Handels, uns bei der weiteren Vervollständigung unserer Liste zu helfen.”

Zur offiziellen Bewerbungsabgabe am 26. Juni 2013 werden sich die Vertreterinnen und Vertreter der seit Anfang des Jahres aktiven Arbeitsgruppe der „Fairtrade-Stadt“ um 13 Uhr am Briefkasten Marienplatz/Ecke Schlossstraße mit der Oberbürgermeisterin  treffen, um gemeinsam die Bewerbungsunterlagen abzuschicken. Mit dabei sind auch internationale Gäste: Ein Schulchor aus Tansania, der zurzeit  zu einem Schüleraustausch am Goethe-Gymnasium in der Landeshauptstadt weilt, wird  zusammen mit den „Goethles“ einen kleinen Ausschnitt aus ihrem gemeinsam einstudierten Programm präsentieren. Unter dem Motto „Different Sounds – One World“ hat die Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend Schwerin diesen Austausch organisiert.
Im Anschluss (um 13.26 Uhr) sind die Aktiven des Weltladens Schwerin und Oberbürgermeisterin Gramkow  mit einer Fairtrade-Straßenbahn Richtung  Lankow unterwegs.  In der Bahn werden sie faire Leckereien verteilen, um mit den Fahrgästen über die  Bewerbung und das Anliegen des fairen Handels ins Gespräch zu kommen. „In den letzten Wochen war deutlich zu spüren, dass das Thema Fairtrade die Schwerinerinnen und Schweriner sehr bewegt und sie daran zum Beispiel auch Fragen nach der fairen Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel knüpfen, mehr fair gehandelte Produkte von großen Markenartiklern fordern oder den Handel mit Billigtextilien hinterfragen.“

Anlässlich der Bewerbungsabgabe veranstaltet der Weltladen Schwerin auch ein Preisausschreiben. Das entsprechende Rätsel ist ab dem 24. Juni unter  www.fairtrade-schwerin.de zu finden, wird am 26. Juni  in der Straßenbahn verteilt  und liegt im Weltladen Schwerin in der Puschkinstr. 18 aus. Es winken Einkaufsgutscheine des Weltladens im Gesamtwert von 60 Euro. „Die Titelübergabe ist für den 27. September geplant und soll bei einer Feierstunde zum 15. Geburtstag des Schlosspark-Centers übergeben werden“, kündigt Ralf Göttlicher an.Detaillierte Informationen zur Erfüllung der Kriterien sind zu finden auf www.fairtrade-schwerin.de. Nachfragen zum Projekt an: Ralf Göttlicher, Koordinator „Schwerin wird Fairtrade-Stadt“, Tel. 0151-20 20 42 49, info@fairtrade-schwerin.de

Die zu erfüllenden Kriterien sind:
1. Beschluss der Stadtvertretung über die Bewerbung Schwerins um den Titel Fairtrade-Stadt und das Angebot von fair gehandelten Produkten im Büro der Oberbürgermeisterin und im Büro des Stadtpräsidenten.

2. Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Fairtrade-Stadt-Aktivitäten: In Schwerin gehören dieser Gruppe Vertreter_innen der Stadtverwaltung, der IHK, der DEHOGA, des Einzelhandels, der Kirchen und des Weltladens an.

3. Angebot fair gehandelter Produkte in mind. 20 Einzelhandelsgeschäften und 10 Gastronomiebetrieben.

4. Verwendung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen und Durchführung von Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel.

5. Berichterstattung der örtlichen Medien über die Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt.

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