Solo-Recital Raphael Wallfisch SPECIAL 60 Jahre Konservatorium Schwerin als Musikschule 09.10.2013

Der international renommierte britische Cellist Raphael Wallfisch gibt sich die Ehre und spielt am 25. Oktober 2013 um 19 Uhr in einem Solo-Recital alle Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach im Brigitte-Feldmann-Saal in der Puschkinstraße 6. Mit diesem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk zum 60. Musikschul-Jubiläum möchte er seine Anerkennung und seinen Dank für die Schaffung des „Peter-Wallfisch-Archiv“ am Konservatorium ausdrücken, in dem über 3000 Werke aus dem Nachlass seines Vaters einen Ehrenplatz in der Bibliothek der Musikschule gefunden haben.

Die 6 Suiten für Violoncello Solo gehören zu den wichtigsten Stücken, die jemals für dieses Instrument geschrieben wurden. Vermutlich entstanden sie 1720 während Bachs Zeit als Kapellmeister am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Cöthen, in der er frei von kirchenmusikalischen Verpflichtungen war. Johann Nikolaus Forkel – der erste Biograph Bachs – schrieb über die Cellosuiten: „… die leidenschaftlich vordringende Energie, die oftmals zum Unheimlichen gesteigerte innere Gluth [der Kompositionen für Violine, redaktionelle Anm.] ist hier einer ruhigen Pracht und meist wohltuenden Großartigkeit gewichen, wie sie die tiefere Stimmung, der gesättigtere Ton des Instruments nahe legen.“
Während der Veranstaltung sind mehrere Pausen vorgesehen, bei denen es ein Catering gibt. Der Eintritt kostet 15,00 Euro (ermäßigt 10,00 Euro), für sichteingeschränkte Plätze 7,50 Euro (ermäßigt 5,00 Euro). Kartenreservierungen werden auf Grund der großen Nachfrage empfohlen unter Telefon 0385 5912748 oder per E-Mail unter dsemlow@schwerin.de.


Hintergrund:

Raphael Wallfisch gehört zu den renommiertesten Cellisten der Gegenwart. Er wurde in London als Sohn einer bekannten Musikerfamilie geboren. Seine Mutter Anita Lasker-Wallfisch war Cellistin im English Chamber Orchestra und ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. Sein Vater Peter Wallfisch war ein angesehener Konzertpianist. Raphael Wallfischs musikalische Entwicklung wurde von so bedeutenden Lehrern wie Zara Nelsova, Amaryllis Fleming, Amadeo Baldovino, Derek Simpson und ganz besonders von Gregor Piatigorsky beeinflusst.

Engagements führten ihn zum Minnesota Orchestra, den Hamburger Symphonikern, MDR-Sinfonieorchester, Vancouver Symphony Orchestra, Budapest Festival Orchestra und zum Bournemouth Symphony Orchestra. Er gastierte außerdem bei Orchestern wie dem London Symphony, London Philharmonic, Philharmonia, BBC Symphony, English Chamber Orchestra, Hallé Orchestra, City of Birmingham Symphony, Gewandhaus-Orchester Leipzig, Konzerthausorchester Berlin, WDR Sinfonie-Orchester Köln, Los Angeles Philharmonic, Indianapolis Symphony, Nationalphilharmonie Warschau, Tschechische Philharmonie, Slowakische Philharmonie und anderen mehr. Regelmäßig gastiert er bei führenden Festivals wie Bergen, den BBC Proms, Edinburgh, Aldeburgh, Spoleto, Montpellier, Prades, Oslo oder dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Neben seiner Tätigkeit als Solist widmet sich Raphael Wallfisch intensiv der Kammermusik.

Er gibt Meisterklassen, ist Mitglied der Royal Academy of Music und Professor am Konservatorium Winterthur. Viele der führenden Komponisten Großbritanniens haben eng mit Raphael Wallfisch zusammengearbeitet oder für ihn Werke geschrieben. Dazu gehören Sir Peter Maxwell Davies, Kenneth Leighton, James MacMillan, Paul Patterson, Robert Simpson und Sir John Tavener. Raphael Wallfischs umfangreiche Diskographie umfasst sowohl Konzerte des etablierten Repertoires - viele seiner Einspielungen gelten als maßstabsetzend - wie auch zahlreiche weniger bekannte Werke von Komponisten wie Dohnányi, Respighi, Martinu, Richard Strauss, Dvo?ák, Kabalewski und Chatschaturjan. Raphael Wallfisch spielt ein Instrument von Gennaro Gagliano aus dem Jahr 1760.

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