Volkshochschule überarbeitet Gebührensatzung 03.12.2013

Kosten für Schulabschlüsse steigen nicht

Die Volkshochschule „Ehm Welk“ hat ihre seit 1995 geltende Gebührensatzung überarbeitet und wird im kommenden Jahr ihre Kursgebühren in den meisten Bereichen anheben. „Steigende Kosten sowohl im Sachkosten- als auch im Personalkostenbereich erfordern eine Anpassung der Gebühren“, begründet die Leiterin der Volkshochschule Marita Schwabe diesen Schritt. Die Kosten für die Erlangung von Haupt- und Realschulabschlüssen werden allerdings nicht steigen. „Hier hoffen wir künftig sogar auf eine Entlastung der Schülerinnen und Schüler, wenn die Landesregierung ihre Ankündigung umsetzt, künftig alle Schulabschlüsse kostenfrei zu stellen. Das wäre ein wichtiges Signal an die jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Denn eine abgeschlossene Schulausbildung sichert Jugendlichen mehr Chancengleichheit und berufliche Perspektiven. Und das ist gut für das Land und für die Kommunen“, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.
Ermäßigungen nur noch für Landeshauptstädter
Die Gebührensatzung, die heute erstmals im Hauptausschuss der Stadtvertretung beraten wird, regelt auch die Ermäßigungen neu. Danach wird es für Nicht-Landeshauptstädter künftig an der Volkshochschule keinen Gebührennachlass mehr geben. Stattdessen sollen Geringverdiener zum Kreis der Bevorzugten gehören.„Durch die Überarbeitung der Gebührensatzung wollen wir die Wirtschaftlichkeit unserer städtischen Bildungseinrichtung erhöhen und gleichzeitig Ermäßigungen gezielter einsetzen, um Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt die Bildungsangebote dennoch zugänglich zu machen“, so die Oberbürgermeisterin.An der Volkshochschule „Ehm Welk“ werden jährlich etwa 14.550 Unterrichtsstunden für mehr als 4500 Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer erteilt. Der städtische Zuschuss von derzeit 425.000 Euro soll sich durch die Gebührenanpassung auf 343.000 Euro verringern, der Kostendeckungsgrad von 57 auf 66 Prozent steigen.
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