Europäische Strategien zur Holocaust- Erinnerung: 08.05.2014

Zweijähriges europäisches Kulturprojekt ESTHER geht zu Ende

Bereits seit dem Jahr 2001 organisiert der Landesverband Jeunesses Musicales Mecklen-burg-Vorpommern e.V. nationale und internationale Projekte zum Thema Verfemte Musik. 2009 wurde dem Landesverband für diese Arbeit der „Golden Star Award“ der Europäischen Union verliehen.  Unter dem Akronym ESTHER (Europäische Strategien zur Holocaust- Erinnerung) initiierte der Landesverband Jeunesses Musicales MV 2012 in Kooperation mit seinen Partnern exil.arte (Wien / Österreich), DUNK (Helsinki / Finnland), Proquartet (Paris / Frankreich) und dem Royal College of Music (London / Großbritannien) ein innovatives Kulturprojekt. Aus 318 europaweiten Einreichungen für das Kulturprogramm 2007 bis 2013 in Brüssel wurde das Projekt als eines von neun deutschen Bewerbungen für den Zeitraum 1.6.2012 bis 31.5.2014 ausgewählt.
Europaweites Theaterprojekt erzählte Lebensgeschichte von  Esther Bauer
Ausgangspunkt für die europäische Zusammenarbeit war der gemeinsame Ansatz, Strategien zur Erinnerung an den Holocaust zu entwickeln, wenn die Mitwirkung von Zeitzeugen nicht mehr möglich ist. Dabei nahm die musikalisch-kulturelle Jugendbildung eine herausragende Stellung ein. Die Innovation des Projektes lag in der Einstudierung und Aufführung eines europaweiten Theaterprojektes, in welchem Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Finnland und Österreich die Lebensgeschichte der Holocaustüberlebenden Esther Bauer, geboren 1925 in Hamburg, heute in New York City lebend, erarbeiteten. Die Premiere fand während des Internationalen Festivals Verfemte Musik 2012 in Schwerin statt. Weitere Aufführungen gab es in Wien und Helsinki. Darüber hinaus wurde das Projekt geprägt durch eine Vielzahl hochkarätiger Konzerte, Vorlesungen, Meisterkursen, Filmvorführungen, internationalen Symposien sowie einer in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock entstandenen und in Deutschland, Großbritannien und Österreich gezeigten Ausstellung zum Thema Hans Gál,  „Gerade die Schicksale und die Kunstwerke der von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten jüdischen Musikerinnen und Musiker ermöglichen jungen Menschen tiefe emotionale Erlebnisse und Einsichten. In der Landeshauptstadt ist dieser Musik seit Jahren ein eigenes Festival gewidmet. Es ist aus dem Kulturleben Schwerins nicht mehr wegzudenken und trägt dazu bei, dass ein fast schon vergessenes Musik-Repertoire wieder zum kulturellen Allgemeingut wird“, so Kulturdezernentin und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern lässt hoffen, dass die vielen entwickelten Strategien auch für zukünftige Projekte Inspiration bringen“, bilanziert der Direktor des Konservatoriums und Koordinator des ESTHER-Projekts Volker Ahmels.

Zum Abschluss des internationalen Kulturprojektes findet am 8. Mai 2014 um 19 Uhr ein Europäisches Konzert im Brigitte Feldtmann Saal des Konservatoriums Schwerin in der Puschkinstr. 6 statt. Studentinnen und Studenten aus Österreich und Deutschland werden die Zuhörenden in eine Welt brillanter Kompositionen von überschwänglicher Freude, zer-reißender Melancholie, tiefer Trauer und ungebrochenem Lebenswillen führen. Sie möchten ihnen damit Verfemte Musik nahe bringen, die teilweise bisher unentdeckt und verborgen war, als hätte sie nie existiert.

Weitere Informationen auf der Website:www.esther-europe,eu

Ansprechpartner:    Volker Ahmels und Andreas Damken,Tel.: 0385 / 5558926 oder 0175 / 9183565
Kontakt:        Landesverband Jeunesses Musicales MV
c/o Konservatorium Schwerin
Puschkinstraße 13
19055 Schwerin
Zurück Seite drucken

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin - Pressestelle

Frau Michaela Christen
Pressesprecherin
Raum: 6027

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-1010
+49 385 545-1019
mchristen@schwerin.de

Landeshauptstadt Schwerin - Pressestelle

Frau Mareike Diestel
Koordination
Raum: 5029

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545-1013
+49 385 545-1019
mdiestel@schwerin.de

Was sonst noch interessant ist