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Ergebnisse der Seniorenbefragung liegen vor - Jeder Zweite möchte auch bei Hilfebedürftigkeit in seinem Zuhause bleiben 10.11.2020

Seniorinnen und Senioren leben zu 96 Prozent gern oder sehr gern in Schwerin. Jeder Zweite möchte auch dann in seiner vertrauten Wohnung und Wohnumgebung bleiben, wenn er auf Hilfe angewiesen ist. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Seniorenbefragung der Landeshauptstadt Schwerin. „Angesichts des wachsenden Anteils älterer Einwohner*innen haben Maßnahmen, die Schwerin seniorenfreundlicher gestalten, einen hohen Stellenwert. Und wie die aktuelle Seniorenbefragung zeigt, ist vieles, was die ältere Generation in ihrem Lebensalltag als wichtig sieht, auch von hohem gesellschaftlichen Belang“, resümiert die Beauftragte für Behinderte und Senioren der Landeshauptstadt Ines Hennings die Ergebnisse der aktuellen Umfrage. So machen sich die Schweriner Senior*innen z.B. die größten Sorgen um die Erhaltung des Friedens und die Folgen des Klimawandels.

Zu den am häufigsten genannten Mängeln in der Wohnumgebung gehören mit 76 Prozent der Zustand der Gehwege und die Sauberkeit in der Wohnumgebung. Obwohl die Qualität der Radwege in Schwerin von 60 Prozent der Befragten als ungenügend eingeschätzt wird, nutzen viele Senior*innen regelmäßig das Fahrrad.

Fußläufig gut erreichbar sind nach ihrer Einschätzung Einkaufsmöglichkeiten und Hausärzte, mit dem ÖPNV gut erreichbar sind Fachärzte, als weniger gut erreichbar werden Seniorentreffs oder religiöse Einrichtungen genannt. Hier gibt es starke Unterschiede in den Stadtgebieten. Auch die Barrierefreiheit der Einrichtungen wird mit nur 20 Prozent angegeben.

Die befragten Schweriner Senior*innen zeigten sich insgesamt sehr aktiv. Zwischen 60 und 70 Prozent nehmen an Angeboten des kulturellen und sportlichen Lebens teil, wobei die regelmäßigen Aktivitäten zu 82 Prozent im kulturellen Leben liegen. Überraschend war dagegen der geringe Anteil an ehrenamtlich Tätigen mit nur 37 Prozent der Befragten.

Auf die Frage nach möglichen Hilfen im Alter erwartet der überwiegende Teil der Senior*innen die Hilfe von der Familie und dann erst von ambulanten Diensten.

Über die Möglichkeiten der politischen Teilhabe weiß jeder Zweite (56 Prozent) Bescheid. Jedoch fühlt sich nur jeder Fünfte gut in politische Entscheidungen einbezogen.

Von Januar bis April konnten alle Schweriner Senior*innen über 60 Jahre an der Befragung teilnehmen. 538 Personen, zwei Drittel davon Frauen, machten von der Möglichkeit Gebrauch, den gemeinsam mit dem Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik, der Seniorenbeauftragten, dem Seniorenbeirat und dem Seniorenbüro entwickelten Fragebogen auszufüllen. Inhaltliche Schwerpunkte waren dabei die Bereiche Wohnen, Infrastruktur, Freizeitgestaltung und ehrenamtliches Engagement.

Die ausführlichen Ergebnisse fließen nun, zusammen mit den Ergebnissen der Pflegesozialplanung und anderen statistischen Werten in ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept für die Stadt Schwerin ein. Die ausführliche Auswertung der Befragung können Sie unter www.schwerin.de unter dem Stichwort Senioren/Bürgerbefragung nachlesen.

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