Tage der Industriekultur am Wasser in Schwerin - Am 17. und 18. Juni Besichtigungen, Schauvorführungen und Stadtrundgänge 14.06.2017

Der Hafen am Ziegelsee bildete die Keimzelle für das erste Industriegebiet am Wasser und ist heute eine beliebte Wohngegend.  © Landeshauptstadt Schwerin/Heidi Brau

Seit 2011 veranstaltet die Metropolregion Hamburg die Tage der Industriekultur am Wasser – an diesem Wochenende ist es wieder so weit.  In Schwerin nehmen der Hafen am Ziegelsee, die Schleifmühle und die historische Drehbrücke im Schlossgarten an dem Projekt teil.

Der heute als Hotel genutzte Speicher war einst Teil des historischen Hafens und wurde zur Keimzelle des ersten Industriegebietes der Stadt, das heute eine beliebte Wohngegend am Wasser ist.  Hier an der Ziegelinnensee werden an beiden Tagen zwischen 11.00 und 17.00 Norbert Credé und weitere Mitglieder des Historischen Vereins Schwerin e.V. an der Promenade mit Schautafeln und Informationsmaterial über die Geschichte des Hafens, der Hafenbahn und einzelner Betriebe in dem ehemaligen Industriegebiet Auskunft geben.

Die Schleifmühle am Faulen See in Schwerin zählt zu den wenigen historischen Anlagen, in denen mit Wasserkraft große Natursteine gesägt und geschliffen wurden. Hier werden am 17. und 18. Juni in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr öffentliche Führungen zur Geschichte der Schleifmühle angeboten. Außerdem können Besucher  in der Schauanlage die  Gesteinsbearbeitung von Natursteinen live miterleben.

Auch die Drehbrücke hinter dem Schweriner Schloss ist an beiden Tagen in Aktion zu erleben: Das noch funktionstüchtige technische Denkmal, das Schiffen einst die Passage zum Burgsee ermöglichte, öffnet sich am 17. Juni um 15.00 Uhr und am 18. Juni um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr. Die Drehbrücke ist auch der Treffpunkt für Stadtrundgänge zur Industriekultur in Schwerin, die am 17. und 18. Juni jeweils um 11.00 Uhr stattfinden.

Route der Industriekultur mit 20 Stationen als touristisches Angebot

Pünktlich zu den Tagen der Industriekultur bietet Schwerin als zweite Stadt der Metropolregion eine regionale Route der Industriekultur mit 20 Stationen als zusätzliches touristisches Angebot an und hat dazu ein Faltblatt mit Karte und Tourenbeschreibung  herausgegeben: Das industriekulturelle Potenzial Schwerins ist größer als viele glauben. Tonangebend für seine Zeit waren das Elektrizitätswerk am Pfaffenteich, die Fokker-Werke, das Maschinenhaus des Theaters oder der Schweriner Fernsehturm.  Das erste Industriegebiet der Stadt entstand am Ziegelsee. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dann massiv Industrie in der späteren DDR-Bezirkshauptstadt angesiedelt. Das Klement-Gottwald-Werk wurde als Hersteller von Schiffsmaschinen schnell ein wichtiger Teil der DDR-Schiffbauindustrie. Der ehemalige Flugplatz in Görries wurde ein Industriegebiet mit 3.000 Beschäftigten im Jahr 1975. Im Industriegebiet am Ziegelsee-Hafen arbeiteten 2.000 Menschen. Und auf einem ehemaligen Militärstandort wurde bis 1961 das Industriegebiet Sacktannen mit einem Getriebe-, einem Kabel- und einem Plastverarbeitungswerk etabliert.  

Zu den Zeugnissen der Industriekultur, die in die touristischen Route aufgenommen wurden,  gehören folgende Stationen: Wasserwerk und -turm Neumühle, die Gaststätte „Panorama“ in der Weststadt, das Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk Vorwärts, die Eisengießerei Klingebiel, das Klement-Gottwald-Werk, Hauptbahnhof und Eisenbahndirektion, Bahnbetriebswerk und Eisenbahnmuseum, der Speicher Löwenthal, Nord & Co., das Elektrizitätswerk am Pfaffenteich, die Brauerei C. Strauß, die Brauerei Schall & Schwencke, Hafenkran und Getreidesilo am Ziegelsee,  Fokker Flugzeugwerke, Maschinenhaus des Hoftheaters, Drehbrücke am Schloss, Schleifmühle, Schlachthof, Industriegebiet Görries, Chausseeeinnehmerhaus in Mueß und der Fernsehturm auf dem Dreesch. 

Die zugehörigen Flyer sind ab sofort in der Tourist-Information und im BürgerBüro des Stadthauses erhältlich.

Auf der Website www.tagederindustriekultur.de finden sich weitere Informationen zur Industriegeschichte und über die teilnehmenden Denkmale.

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