Jahrhundert-Finsternis am Abendhimmel: Sternwarte öffnet zur Mondfinsternis am 27. Juli 19.07.2018

Die totale Mondfinsternis am 27. Juli ist auch in der Sternwarte zu erleben. © Dr. Bernhard Moldenhauer

Am 27. Juli 2018 ist in den Abendstunden eine sehr intensive, totale Mondfinsternis zu beobachten. Diese gehört zweifelsohne zu den ganz großen astronomischen Ereignissen unserer Zeit, heißt es in einer Mitteilung der Schweriner Sternwarte. Mit einer Dauer von 103 Minuten wird sie die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts sein. Selbst der Kalender meint es diesmal gut mit den Beobachtern, denn die Jahrhundert-Finsternis findet an einem Freitagabend statt. Die Sternwarte Schwerin ist an diesem Abend ab 19.00 Uhr für Interessierte geöffnet. Die Schwerinerinnen und Schweriner sind herzlich eingeladen, dieses Naturschauspiel gemeinsam zu beobachten. Die Beobachtungsmöglichkeiten sind in der Sternwarte im Moment zwar etwas eingeschränkt, da die Sternwarte eine neue Kuppel bekommt und die Plattform nicht nutzbar ist. Daher werden die aktuellen Bilder der Mondfinsternis ins Planetarium übertragen und an die Kuppel projiziert.

Die totale Mondfinsternis ist von Südamerika, Europa, Afrika, Asien und Australien zu sehen. Der Mond wird dabei eine Stunde und 43 Minuten lang sehr tief in den Kernschatten der Erde eintreten und über die Kernschattenmitte streifen. Aus diesem Grund wird der Mond zum Zeitpunkt der Mitte der Finsternis (22:22 Uhr MESZ)  sehr dunkel erscheinen. Da der Mond während der ersten partiellen Phase aufgeht, ist die Mondfinsternis von Deutschland aus sehr gut zu sehen. Der Beobachtungszeitraum in Schwerin beginnt etwa gegen 21.30 Uhr. Dann ist der rote Blutmond bereits total verfinstert. 

Da der Mond in Mitteleuropa während der einleitenden partiellen Phase aufgeht, kann die Totalität am dunkelblauen Dämmerungshimmel in voller Länge verfolgt werden. Etwa 6 Grad unterhalb des Roten Mondes steht Mars, der Rote Planet. Wenn ein Planet sich in der Nähe des Vollmonds befindet, dann steht er zwangsläufig in Opposition zur Sonne und erreicht mithin seine maximale Helligkeit.  Am 27. Juli 2018 ist diese Marsopposition außerordentlich günstig: Der Rote Planet erreicht mit -2.8 mag fast seine größte überhaupt mögliche Helligkeit und übertrifft sogar den Jupiter an Glanz.

Da sich das gesamte Geschehen horizontnah in der Dämmerung abspielt, kommen auch Naturfotografen voll auf ihre Kosten.

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