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„Nachbarschaftsgarten Mueßer Holz“ erhält Annette-Köppinger-Preis 2026: Interkulturelle Woche am Sonntag in der Landeshauptstadt gestartet 28.09.2026

Im Nachbarschaftsgarten Mueßer Holz wird Gemeinschaft gelebt. Das gemeinsame Gärtnern führt zu mehr gegenseitigem Verständnis.  © VSP

Zum Auftakt der Interkulturellen Woche, die am Sonntag mit einem bunten Bühnenprogramm am Südufer des Pfaffenteichs begann, ist der „Nachbarschaftsgarten Mueßer Holz“ mit dem diesjährigen Annette-Köppinger Preis für Integration und Menschlichkeit ausgezeichnet worden. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, Akteure der Integrationsarbeit sowie Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft nahmen an der Preisverleihung teil.

Die Laudatio auf den Preisträger und die beiden Zweitplatzierten hielt Schwerins Stadtpräsidentin Mandy Pfeifer. Sie hob hervor, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement sei. Es sei für ein friedliches und respektvolles Miteinander in Schwerin unerlässlich. Zu ihrer großen Freude seien in diesem Jahr zahlreiche Vorschläge eingegangen, die das vielfältige Engagement in Schwerin deutlich machten.

„Der mit dem Annette-Köppinger-Preis 2026 ausgezeichnete Nachbarschaftsgarten Mueßer Holz steht dabei beispielhaft für Integration und Menschlichkeit. Teilhabe, Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe werden hier gleichsam im Rhythmus der Jahreszeiten gelebt - von der Saat bis zur Ernte. Das gemeinsame Gärtnern führt zu mehr gegenseitigem Verständnis, zu einem Miteinander und somit zu einer Gemeinschaft, die gemeinsam Ziele erreicht, auf die sie stolz sein kann“, so Stadtpräsidentin Mandy Pfeifer in ihrer Würdigung.

Der diesjährige Preisträger zeigt, wie Zugewandtheit, Toleranz und Engagement in einer Zeit großer gesellschaftlicher Polarisierungen zu mehr Zusammenhalt und Verständnis führen kann und damit Hoffnung und Zuversicht gestiftet wird: Menschen unterschiedlicher Kulturen, Generationen und Lebensbiografien engagieren sich gemeinsam für den Nachbarschaftsgarten. Ohne großen Hürden und mit sichtbarer Wirkung wird hier Vertrauen aufgebaut, werden Konflikte miteinander gelöst, Sprachbarrieren abgebaut und der Einsamkeit ein nachbarschaftliches Miteinander entgegengesetzt. Bundesweit bekannt wurde der Nachbarschaftsgarten Mueßer Holz durch den Dokumentarfilm „Garten der Hoffnung“ von Dieter Schumann, der im Mai beim Filmkunstfest MV in Schwerin uraufgeführt wurde.

Auch die beiden Zweitplatzierten sind seit vielen Jahren in Schwerin ehrenamtlich aktiv und durch ihr Wirken Vorbilder für viele andere Engagierte. So steht der Interreligiöse Dialog seit nahezu 25 Jahren in der Landeshauptstadt für gemeinschaftlichen Austausch, ein friedvolles Miteinander und zahlreiche Begegnungsangebote. Dabei arbeiten Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zusammen und stehen für gemeinsame Werte ein.

Als ebenfalls Zweitplatzierte gewürdigt wurde seitens der Jury Ute Radatz. Seit vielen Jahren leitet sie mit großem Engagement und viel Herzenswärme den Empfangs- und Willkommensbereich der Lebensmittelausgabe der Petrusgemeinde Schwerin.

Seit 2009 wird der Annette-Köppinger-Preis alle zwei Jahre verliehen. Namensgeberin ist Schwerins erste Integrationsbeauftragte Annette Köppinger, die sich über die Grenzen von Schwerin hinaus für Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander der Kulturen einsetzte und 2007 verstarb.

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