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Die magische Welt des Joan Miró ab 1. Juni im Schleswig-Holstein-Haus/Sonderschau „Bauer und Biene“ lockt ins Freilichtmuseum 01.06.2021

Joan Miro/Die Nacht 1953 Lithografie © VG Bild-Kunst 2021

Unter dem Motto „Schwerin kann #stadtfinden“ es geht wieder los. Die Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt Schwerin öffnen ab 1. Juni 2021 wieder ihre Türen für die Öffentlichkeit.

  • Die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv sind zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar. Die Nutzung der Lesesäle des Stadtarchives setzt einen negativen Corona-Test voraus. Ausgenommen davon sind vollständig Geimpfte bzw. Genesene.
  • Auch das Konservatorium und die Volkshochschule bieten wieder Kurse in Präsenzunterricht im Rahmen der Verordnungslage für alle Altersklassen an.
  • Das soziokulturelle Zentrum „Der Speicher“ startet am 8. Juni im ersten Schritt mit Kinderveranstaltungen.
  • Ein Besuch in den Ausstellungshäusern Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus und Museum für Volkskunde Schwerin-Schwerin ist ebenfalls ab dem 1. Juni 2021 wieder möglich. Vollständig geimpfte bzw. genesene Personen können die Ausstellungen ohne Test besuchen, die übrigen Besucher benötigen einen negativen Corona-Test.

Kulturforum eröffnet mit einem Paukenschlag

Ab Dienstag, den 1. Juni 2021, können Besucher:innen in die magische Welt des Joan Miró (1893-1983) eintauchen und seine rätselhaften Wesen bewundern. „Das Haus öffnet mit einem Paukenschlag wieder seine Türen. Zu sehen sind 90 grafische Werke des weltberühmten Künstlers“, freut sich der Leiter des Kulturbüros Dirk Kretschmar. Mit seinen oft geheimnisvollen Werken erneuerte der international anerkannte Maler Joan Miró einst die Kunst des 20. Jahrhunderts. Heute zählt er neben Pablo Picasso, Salvador Dalí und Marc Chagall zu den Klassikern der Moderne. Miró gilt dabei als einer der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus. Mit seinen poetischen und farbenfrohen Werken verzaubert er noch heute die Menschen. Insbesondere im grafischen Bereich entwickelt der spanisch-katalanische Künstler seine unverwechselbare Bildsprache. Mit großer Raffinesse komponierte Miró Farben und Formen mit dem ewigen Ziel, eine kosmische Balance zu erreichen. Die umfangreiche Ausstellung im städtischen Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus lädt zum Entdecken dieses künstlerischen Kosmos ein: Gezeigt werden hochwertige Grafiken von den 1920-er bis 1980-er Jahren aus mehreren Privatsammlungen.

In der Kleinen Galerie ist noch bis zum 6. Juni eine Ausstellung zum Buchdruck zu sehen: „Schwarze Kunst in Mecklenburg. Buchdruck als erste Medien-Revolution?“ zu sehen. Hierfür bietet der Kurator Dr. Bernd Schattinger am 1., 3. und 5. Juni um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr Führungen inklusive der Vorführung der Druckpresse an.

Sonderschau „Bauer und Biene“ im Mueßer Freilichtmuseum

Am 1. Juni öffnet das Freilichtmuseum für Volkskunde in Schwerin-Mueß wieder täglich außer montags die Pforten von 10 - 18 Uhr. Besucher können die original erhaltenen Bauernhäuser dieses historisch gewachsenen Dorfkerns besichtigen und viel Zeit auf dem weitläufigen Museumsgelände mit seinen Gärten, Spielplätzen und dem Museumscafé entlang des Schweriner Seeufers verbringen.

Zum Neustart erarbeiteten Museumsmitarbeiter Volker Janke und Kollegen eine neue Sonderausstellung über eine ökologische Schlüsselart an: Honigbienen und der Umgang des Menschen mit diesem Nutzinsekt stehen hierbei im Mittelpunkt. Wie konnte es so weit kommen, dass besonders die Wildbienenarten vom Aussterben bedroht sind? Hat es auch mit unserer Art der Ökonomisierung der Landwirtschaft zu tun? „Hättest du den Bauern nicht, dann hättest du kein Brot. Gäbe es die Bienen nicht, so litt der Bauer Not“ heißt eine der Imkerweisheiten, die von der direkten Abhängigkeit des Bauern von Witterung und Natur künden. Nun ist die Bestäubungsleistung der Bienen gerade beim Getreide als gering einzuschätzen. Dafür leiden Obstbauern umso mehr unter der Abwesenheit von Bienen. Die letzten 100 Jahre brachten viele politische Umbrüche, Krieg und Entbehrung sowie zahllose Veränderungen in der Landwirtschaft mit sich. Das Ende des Kaiserreichs, weltweite Agrarkrisen, Eroberungspolitik und Zerstörung, die Neuaufteilung der Landflächen, z.B. durch die sozialistische Bodenreform, und schließlich der 1989 begonnene Umgestaltungsprozess mit Reprivatisierung und Fortsetzung der Vergrößerung der Nutzflächen und Massenproduktion prägten und prägen bis heute das Agrarland Mecklenburg-Vorpommern. Mit diesen tiefgreifenden Änderungen in der Landwirtschaft wandelte sich auch unser Bild von der bäuerlichen Produktion und vom Bauern selbst.

„Bauer und Biene“ so heißt die Ausstellung im Kunstkaten, die das historisch gewachsene Verhältnis des Menschen zur Natur zeigt, belegt durch Objekte der volkskundlichen Sammlungen des Museums, durch Fotos des größten historischen Fotoarchivs Mecklenburg-Vorpommerns und durch Fakten von aktuellen Bienenforschern. Besucher können sich ein fundiertes Bild zur Lage der Honigbiene machen. Interessierte können auf dem Imkereilehrpfad des Museums entlang von Streuobstwiese und Dorfschullehrergarten weitere sehr anschauliche Eindrücke sammeln.

Teile der Ausstellung sind an den Stationen des „Erlebnisreichs Bienenstraße“ als Wanderausstellung unterwegs. Nach der ersten Station in der Dorfkirche Eickelberg wird dieser Teil der Ausstellung ab dem 17. Juni im Naturparkzentrum Sternberger Seenland in Warin zu besichtigen sein.

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