Als der Schweizer Lebensmittel-Konzern Nestlé am 5. September 2014 sein Werk für Kaffeekapseln im Industriepark Schwerin eröffnete, war viel vom „Nestlé-Effekt“ die Rede. Die Hoffnung war, dass ein Weltkonzern wie Nestlé weitere Investoren aus dem In- und Ausland anziehen wird.
Tatsächlich greift der „Nestlé-Effekt“:
- Der Schweizer Lebensmittel-Konzern hat angekündigt, ab 2027 in Schwerin 28 Prozent mehr Kaffee-Kapseln pro Jahr zu produzieren. Dafür wächst die derzeitige Belegschaft von 350 Beschäftigte um 50 weitere Mitarbeiter.
Auch andere Unternehmen sind in den Industriepark gekommen, um zu wachsen:
- Die Medizintechnik-Firma Ypsomed will bis 2030 mehr als 400 neue Jobs schaffen.
- Fahrzeugbau Junge (Fahrzeugaufbauten für Transporter) und Vink Chemicals (technische Konservierungsstoffe) bauen neue Werke für 100 bzw. 50 Mitarbeiter.
- Auch das Schweriner Traditionsunternehmen Hildebrandt GmbH hat 2025 einen zweiten Standort zur Herstellung großer Stahlkabeltrommeln im Industriepark eröffnet.
- Und mit der Tec Med Deutschland GmbH baut ein weiterer Schweizer Medizintechnikhersteller am Sitz der ehemaligen ZIM Flugsitze eine Produktionsstätte für medizinische Autoinjektoren auf.
„Die Nestlé-Investition war die Initialzündung für den Industriepark Schwerin. 12 produzierende Unternehmen haben sich mittlerweile hier angesiedelt. Einige erweitern wie Nestlé ihre modernen Produktionsstätten oder haben das schon getan. Das sind starke Signale für den Standort, dessen verkehrliche Anbindung künftig durch einen Autobahnzubringer zur A14 weiter verbessert wird“, sagt Oberbürgermeister Sebastian Ehlers. Er versichert: „Als Stadt begleiten wir die dynamische Entwicklung des Industrieparks durch zügige Genehmigungsverfahren und attraktive Lernbedingungen in den Berufsschulen der Landeshauptstadt.“
Bis jetzt ist noch gut die Hälfte des 350 Hektar großen Industrieparks für Ansiedlungen verfügbar. Die 12 produzierenden Unternehmen im Industriepark beschäftigen derzeit 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
