Oberbürgermeister Sebastian Ehlers hat am Donnerstagabend den insgesamt 400 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und den 110 Einsatzkräften im Katastrophenschutz in Schwerin bei einer Dankeschön-Veranstaltung der Stadt für ihre verantwortungsvolle Arbeit im zurückliegenden Jahr gedankt: „Der Einsatz in der Gefahrenabwehr ist kein gewöhnliches Ehrenamt. Hier opfert man im Dienst für die Allgemeinheit nicht nur seine Zeit, es kann auch um Leben und Tod gehen. Deshalb verdient dieses Ehrenamt meinen allerhöchsten Respekt“, sagte Ehlers bei der Veranstaltung auf dem Gelände der Feuerwache Süd in der Graf-Yorck-Straße.
Die Schweriner Feuerwehr rückt jedes Jahr zu mehr als 2000 Brandschutz- und Hilfeleistungseinsätzen aus. Die fünf Freiwilligen Feuerwehren in Mitte, Schlossgarten, Warnitz, Wickendorf und Wüstmark sind dabei mit ihren rund 200 Einsatzkräften aktiv in die Gefahrenabwehr eingebunden. Auch bei Spezialaufgaben im Zivil- und Katastrophenschutz sind die Freiwilligen zunehmend gefordert: So wirken die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei der Gefahrenabwehr bei Gefahrgutunfällen sowie bei der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden auch außerhalb der Stadtgrenzen mit.
Eine immer wichtigere Rolle nehmen in der Landeshauptstadt neben den Freiwilligen Feuerwehren die Katastrophenschutzeinheiten vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe ein. Hier sind weitere ca. 110 ehrenamtliche Einsatzkräfte tätig. Diese Kräfte ergänzen mit ihren speziellen Fähigkeiten die Gefahrenabwehr in Schwerin und auf Anforderung auch überregional. Ein Beispiel hierfür war im Sommer die Unterstützungsleistung bei der Bekämpfung des Waldbrandes im Müritz Nationalpark.
Die Landeshauptstadt plant im Rahmen des Brandschutzbedarfsplans für die Jahre 2027 bis 2032 massive Investitionen in den Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz. So ist in Wüstmark der Neubau der Feuerwehrwache für die Freiwillige Feuerwehr in Vorbereitung, für Ersatzbeschaffungen bei der Technik sind ab 2027 feste Budgets geplant, für die Neugründung einer sechsten Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet sollen 40 zusätzliche ehrenamtliche Feuerwehrleute gewonnen werden.
„Ehrenamtliche Einsatzkräfte riskieren beim Einsatz für die Sicherheit der Schwerinerinnen und Schweriner ihre Gesundheit. Ihre Anerkennung und Wertschätzung drückt die Landeshauptstadt auch künftig durch eine moderne Ausstattung und Einsatzbekleidung aus, um ehrenamtliche Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit genauso gut zu schützen wie die Kräfte der Berufsfeuerwehr“, erklärt der OB. Er dankte allen Unternehmen die dieses wichtige Ehrenamt mittragen, indem sie Mitarbeiter für Einsätze und Lehrgänge freistellen. „Mein Respekt gilt natürlich auch den Familien, die oft auf gemeinsame Zeit mit ihren Angehörigen verzichten müssen.“
