Auf die Ankündigung der Deutschen Bahn, für drei ICE-Verbindungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die auch über Schwerin führen, den Halt und damit einen wichtigen Umstieg am Hamburger Hauptbahnhof bis Dezember zu streichen, hat Schwerins Oberbürgermeister Sebastian Ehlers mit Kritik und Unverständnis reagiert. „Der Wegfall des Umstiegs am Hamburger Hauptbahnhof für täglich drei ICE-Verbindungen stellt für die Landeshauptstadt eine erhebliche Verschlechterung der Anbindung an den Fernverkehr dar. Hier wiederholt, was schon bei den Bauverzögerungen bei der Generalssanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin und beim angekündigten Wegfall der frühen ICE-Verbindung nach Hamburg zu beobachten war: Wir werden ohne Vorwarnung vor vollendete Tatsachen gestellt, um Verschlechterungen kurzfristig durchzudrücken.“
Die Qualität des Angebots im Fernverkehr sei von großer Bedeutung für die Attraktivität der Landeshauptstadt und stelle somit einen relevanten Standortfaktor dar. „Deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass Schwerin, Rostock, Stralsund und andere Städte in MV von schnellen Bahnverbindungen über den Knotenpunkt Hamburg abgekoppelt werden.“
