Am 30. November weltweiter Aktionstag gegen die Todesstrafe - Gebäude in grünem Licht/Unterschriftenliste liegt im Stadthaus aus 26.11.2019

 © Landeshauptstadt Schwerin

Am 30. November 2019 findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio wieder der internationale Aktionstag unter dem Motto: „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Bereits 2006 hatte die Stadtvertretung der Landeshauptstadt mit großer Mehrheit beschlossen, dass sich Schwerin der Initiative anschließt. In diesem Jahr wird neben dem Rathaus am Markt auch das E-Werk am Pfaffenteich wieder von 17.00 Uhr bis Mitternacht als sichtbares Zeichen gegen die Todesstrafe in grünes Licht getaucht. Außerdem können sich die Schwerinerinnen und Schweriner bis zum 6. Dezember 2019 im Foyer des Stadthauses, Am Packhof 2 - 6, mit ihrer Unterschrift gegen die Todesstrafe wenden.
Der internationale Tag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. In Deutschland haben sich in den vergangenen 17 Jahren fast 300 Städte - darunter viele Großstädte wie Berlin, Hamburg, Stuttgart, Bremen, Köln, Leipzig, Hannover - beteiligt. Neu hinzukommen sind in diesem Jahr u. a. Frankfurt und Dortmund.

Im November 2018 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal und mit zunehmender Zustimmung eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe verabschiedet. 123 Länder stimmten für ein Hinrichtungsmoratorium - so viele wie nie zuvor.

Hintergrund
Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in ca. 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein.

Sie hat 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Mitglieder von Sant’Egidio pflegen weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten, unterstützen viele im persönlichen Einsatz und sind weltweit im Einsatz für eine Humanisierung der Haftbedingungen in Gefängnissen insbesondere in Afrika.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.santegidio.org bzw. http://nodeathpenalty.santegidio.org/en.aspx

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