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Spielsucht, Medien, Drogen – Schwerin verstetigt Suchtprävention 960 Schüler ab Klasse 4 nahmen Angebote an Schulen war 07.10.2026

Das Programm wurde jetzt bis zur Klassenstufe 10 erweitert, wo es um das Thema Cannabis geht. © Landeshauptstadt Schwerin

Was kann ich in meiner Freizeit ohne digitale Medien machen? Wie lange dauert es, bis Alkohol im Körper abgebaut ist? Welche gesundheitlichen Folgen hat eigentlich das Vapen? Und was hat sich mit dem neuen Konsumcannabisgesetz verändert? Zu diesen und weiteren Themen sind die beiden Suchtpräventionsfachkräfte aus dem Gesundheitsamt in den Schulen Schwerins unterwegs. Im Rahmen eines gemeinsamen Präventionskonzeptes mit der Polizei und dem Verbund für Soziale Projekte haben sie seit dem Start des Programms vor einem Jahr mehr als 960 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 8 über die Risiken von Alkohol, Nikotin, Drogen und Medien aufgeklärt. In diesem Schuljahr wird das Programm bis zur Klasse 10 erweitert. Themenschwerpunkte sind Social Media in der 9. und Cannabis in der 10. Klasse. Termine für das Jahr 2027 können bereits über das Gesundheitsamt unter praevention@schwerin.de angemeldet werden. Einige Schulen haben dies bereits getan – auch für die neu hinzu gekommenen Programme.

Suchterzeugende Online-Spiele, riskante Mediennutzung, gefährliche Mutproben über Social Media, legale und illegale Drogen – Kinder und Jugendliche werden heutzutage schon sehr früh mit zahlreichen Suchtrisiken konfrontiert. Den Umgang mit diesen Risiken kann und muss man lernen. „Seit dem letzten Schuljahr verknüpfen wir bewährte und gut erprobte Präventionsprogramme gemeinsam mit der Polizei und dem Jugendhilfeträger VsP zu einem abgestimmten Präventionskonzept für die Schweriner Schulen. Wir behandeln die einzelnen Suchtphänomene altersgerecht und beginnen deutlich früher. So haben wir die Möglichkeit geschaffen, von der 4. bis zur 10. Klasse nach und nach alle relevanten Suchtbereiche altersgerecht zu behandeln und die entsprechenden Kompetenzen über die Jahre zu vertiefen,“ beschreibt der Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Fachdienst Gesundheit Dr. Klaas Winter das ganzheitliche Präventionskonzept der Landeshauptstadt. Es steht allen Schulen zur Verfügung – und trifft offenbar auf große Nachfrage: Die Termine bis Jahresende sind nahezu ausgebucht.

Die Präventionsmaßahmen zielen insbesondere auf die Bereiche Medien, Alkohol und Cannabis, ergänzt durch grundlegende Aufklärung zu Suchtmechanismen, rechtlichen Aspekten und Risikoverhalten. Vermittelt werden sowohl Wissen als auch soziale Kompetenzen, um Selbstreflexion und Entscheidungsfähigkeit zu stärken.

„Mit dieser Struktur und dem abgestimmten Vorgehen gehen wir in Schwerin die Suchtprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. Sie beginnt bereits in der Grundschule und muss unbedingt verstetigt werden, um Kindern und Jugendlichen dauerhaften Schutz zu bieten,“ bekräftigt Oberbürgermeister Sebastian Ehlers das Ziel der Stadt, die Suchtprävention langfristig und verlässlich im schulischen Alltag zu integrieren.

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