Das Votum ist eindeutig: Die Bewohner Wickendorfs stehen mit übergroßer Mehrheit hinter den Plänen zur Errichtung eines Nahversorgers und haben dies auch mit ihrer Unterschrift deutlich gemacht. Kritiker der Planungen sind zwar ebenfalls aktiv, aber in der Minderheit. Das belegt die Unterschriftensammlung, initiiert von Bürgerinnen und Bürgern des Ortsteils und unterstützt von der Ortsteilvertretung. Am 11. Juni 2026 überreichte die Vorsitzende der Ortsteilvertretung Wickendorf Annelie Schröder gemeinsam mit weiteren engagierten Bürgerinnen und Bürgern knapp 600 Unterschriften an den Baudezernenten und stellvertretenden Oberbürgermeister Bernd Nottebaum: „Das ist ein wichtiges Signal der Bürgerinnen und Bürger und ihrer Ortsteilvertretung an die Stadtverwaltung und die künftigen Betreiber des Nahversorgers. Und es ist wichtig, dieses Gemeinwohlinteresse deutlich zu artikulieren“, so Nottebaum. Auf der überreichten Liste stehen nicht nur 510 Unterschriften aus Wickendorf, sondern auch Unterschriften aus Seehof, Schwerin, Rostock und Dresden. „Auch die Kinder von in Wickendorf lebenden Menschen unterstützen das Vorhaben, da sie die Vorteile des Einkaufens vor Ort bei Besuch schätzen“, erklärt Annelie Schröder die auswärtigen Unterschriften.
Durch das neue Wohngebiet „Wickendorf-West“ stieg in den vergangenen Jahren die Bevölkerungszahl dieses Ortsteils, was dem Wunsch nach einem Nahversorger Nachdruck verlieh. Um den Standort wurde auch mit den Nachbargemeinden lange gerungen: Das Planungsgebiet befindet sich am nördlichen Rand der Landeshauptstadt, an der Seehofer Straße. Im Februar 2025 hatte der Hauptausschuss beschlossen, Erbbaurecht für die Errichtung eines Nahversorgers zu vergeben. Bernd Nottebaum bedankte sich bei den Engagierten vor Ort und hofft auf einen Baubeginn im nächsten Jahr.
