Baugenehmigung beantragen

Allgemeine Informationen

Bevor ein baugenehmigungspflichtiges Vorhaben realisiert werden kann, muss eine Baugenehmigung vorliegen. Dazu ist bei der unteren Bauaufsichtsbehörde ein Bauantrag zu stellen. Der Bauantrag muss vom Bauherrn und vom Entwurfsverfasser, die Bauvorlagen vom Entwurfsverfasser unterschrieben sein. Die von Fachplanern erstellten Bauvorlagen müssen auch von diesen unterschrieben sein.

Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt

Mit dem Bauantrag wird die Erteilung einer Baugenehmigung für baugenehmigungspflichtige Vorhaben beantragt. Die Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern unterscheidet zwischen dem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren, das durch ein weitgehend eingeschränktes Prüfprogramm charakterisiert ist (§ 63 LBauO MV) und dem "herkömmlichen" Baugenehmigungsverfahren ( §64 LBauO MV) für Bauvorhaben, die nicht vom vereinfachten Baugenehmigungsverfahren bzw. von der Genehmigungsfreistellung (§ 62 LBauO MV) erfasst werden.

  • Der Bauantrag muss vom Bauherrn und von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser (i.d.R. sind dies Architekten, Ingenieure) unterschrieben sein.
  • Die Bauvorlagen müssen vom Entwurfsverfasser unterschrieben sein.
  • Die von Fachplanern erstellten Bauvorlagen müssen auch von diesen unterschrieben sein.

Rechtsgrundlagen

Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt
  • §§ 59, 68, 72, 73 Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern (LBauO)

Erforderliche Unterlagen

Der Bauantrag ist unter Verwendung der amtlich vorgeschriebenen Bauformulare zu stellen.

  • Neben dem Bauantrag sind die für die Beurteilung des Vorhabens und die Bearbeitung des Bauantrages erforderlich Unterlagen (z.B. Lageplan, Auszug aus der amtlichen Liegenschaftskarte, Baubeschreibung, Bauzeichnungen usw.) bei der unteren Bauaufsichtsbehörde einzureichen. Welche Unterlagen vorzulegen sind, ergibt sich aus der
Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt
  • Der Bauantrag ist unter Verwendung der amtlich vorgeschriebenen Formulare zu stellen.
  • Der Bauauntrag ist mit den erforderlichen Unterlagen (z.B. Lageplan, Auszug aus der amtlichen Liegenschaftskarte, Baubeschreibung, Bauzeichnungen), die für die Beurteilung des Vorhabens und die Bearbeitung des Bauantrages erforderlich sind, bei der unteren Bauaufsichtsbehörde einzureichen.
  • Einzelheiten zu den Bauvorlagen sind in der Bauvorlagenverordnung geregelt.

Voraussetzungen

Der Bauantrag ist unter Verwendung der amtlich vorgeschriebenen Bauformulare zu stellen. Die Antragsformulare sind im Internet abrufbar (https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Bau/Planen-und-Bauen/Bauformulare/).

Mit dem Bauantrag sind die erforderlichen Bauvorlagen, die für die Beurteilung des Vorhabens und die Bearbeitung des Bauantrages erforderlich sind, bei der unteren Bauaufsichtsbehörde einzureichen.

Kosten

Für Amtshandlungen der Bauaufsichtsbehörde sind Kosten (Gebühren und Auslagen) zu erheben. Die Höhe der Gebühren ergibt sich aus dem Gebührenverzeichnis,

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  • Für Amtshandlungen der Bauaufsicht werden Kosten (Gebühren und Auslagen) erhoben.

Verfahrensablauf

Der Bauantrag ist bei der unteren Bauaufsichtsbehörde einzureichen. Diese prüft den Bauantrag und trifft die Entscheidung. Sie beteiligt zuvor die Gemeinde und diejenigen Stellen, deren Beteiligung oder Anhörung für die Entscheidung über den Bauantrag vorgeschrieben ist, oder ohne deren Stellungnahme die Genehmigungsfähigkeit des Bauantrages nicht beurteilt werden kann.

Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt

Die untere Bauaufsichtsbehörde beteiligt die Gemeinde und diejenigen Stellen,

            1. deren Beteiligung oder Anhörung für die Entscheidung über den Bauantrag durch Rechtsvorschrift vorgeschrieben ist, oder 
            2. ohne deren Stellungnahme die Genehmigungsfähigkeit des Bauantrages nicht beurteilt werden kann.

Die untere Bauaufsichtsbehörde prüft den Bauantrag und die ihr vorliegenden Stellungnahmen und entscheidet über die baurechtliche Zulässigkeit der Baumaßnahme und für deren Erteilung einer Baugenehmigung.

Bearbeitungsdauer

Die Bauaufsichtsbehörde hat nur in den Fällen, in denen sie ein Bauvorhaben im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren (§ 63) prüft, innerhalb von drei Monaten nach Eingang des vollständigen Bauantrages über diesen Antrag zu entscheiden. Die Behörde kann diese Frist aus wichtigem Grund verlängern. Wenn das nach dem Baugesetzbuch erforderliche Einvernehmen ersetzt werden soll oder Verbände beteiligt werden müssen gilt diese Frist nicht.

Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt

Die Bauaufsichtsbehörde hat nur im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren (§ 63) innerhalb von 3 Monaten nach Eingang des vollständigen Antrages zu entscheiden. Sie kann diese Frist aus wichtigem Grund verlängern. Diese Frist gilt nicht, wenn das nach dem Baugesetz erforderliche Einvernehmen ersetzt werden soll oder Verbände beteiligt werden müssen.

Fristen

Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt

Die Geltungsdauer einer Baugenehmigung beträgt in Mecklenburg-Vorpommern drei Jahre. Innerhalb dieser Zeit muss mit dem Bau begonnen werden. Auf Antrag kann diese Frist um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Formulare

Zuständige Stelle

zuständige untere Bauaufsichtsbehörde

Spezieller Hinweis für Schwerin, Landeshauptstadt

untere Bauaufsichtsbehörde (Fachgruppe Bauordnung) im Fachdienst Bauen und Denkmalpflege der Landeshauptstadt Schwerin 

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

30.07.2019

Teaser

Für die Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung von Anlagen und die Beseitigung von Anlagen, die als Denkmale in die Denkmallisten eingetragen sind, ist eine Baugenehmigung erforderlich, soweit in der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern nichts anderes bestimmt ist.