Das Residenzensemble Schwerin setzt sich im Wesentlichen aus Bauten des 18., 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammen und weist eine große stilistische Bandbreite aus barocken, klassizistischen, historistischen und frühmodernen Prägungen auf. Besonders die im 19. Jahrhundert entstandenen historistischen Neobarocken und Neorenaissance-Bauten bestimmen wesentlich den Gesamtcharakter des Residenzensembles Schwerin. Das Residenzschloss sowie einige weitere Bauten des Ensembles zeigen dabei auch eine spezifisch regionale Variante der Neorenaissance, die sich auf den sogenannten Johann-Albrecht-Stil bezieht, einer im 16. Jahrhundert unter Herzog Johann Albrecht I. in Mecklenburg entstandenen Sonderform der Renaissance, die durch die Verwendung von Terrakotten sowohl für Bauglieder als auch für plastische Schmuckelemente geprägt ist. Im 19. Jahrhundert wurde der Johann-Albrecht-Stil wiederentdeckt und programmatisch als regionale Ausprägung der Neorenaissance adaptiert. Das Residenzensemble Schwerin ist durch wenige Baumeister, Herzöge und Großherzöge in seiner heutigen Gestalt
geprägt, und die Bestandteile des Residenzensembles Schwerin blieben nahezu vollständig erhalten.
Die Ensemblebestandteile sind im Weiteren nach ihren Funktionen gruppiert beschrieben. Die Kategorien lauten wie folgt: Schloss und Palais, Infrastruktur und Beamtenwohnhäuser, Kultur- und Sakralbauten, Verwaltung, sowie Militär.