Welterbe­tagungen

Schweriner Welterbetagungen

 © Landeshauptstadt Schwerin/Christian Malz

Die Schweriner Welterbetagungen wurden 2015 als Teil des nachhaltigen Managements der zukünftigen Welterbestätte „Schweriner Residenzensemble – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“ etabliert. Sie sichern die kontinuierliche Forschung zur potentiellen Welterbestätte  und sollen Schweriner und Besucher auf dem Weg zum Welterbe mitnehmen.

1. Schweriner Welterbetagung
 © Layout Felix Conradt LHS

Die Landeshauptstadt Schwerin veranstaltete gemeinsam mit dem Land und dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern vom 22. Oktober  bis zum 23. Oktober 2015 die erste Schweriner Welterbetagung im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais.

Es wurden die neuesten Ergebnisse der Forschungsarbeit vorgestellt, wie beispielsweise im Vortrag zur gerade abgeschlossenen archäologischen Grabung im Innenhof des Schweriner Schlosses. Die Grabungsleiterin Marlies Konze sowie der Landesarchäologe Dr. Detleff Jantzen werden über „…eine Burg in einem Süßwassersee erbaut ist.“ – die Wurzeln des Schweriner Residenzensembles sprechen.

 Außerdem wurde in der Serie nationaler und internationaler Vergleichsbauten und Ensembles aus der Zeit des Residenzensembles die Residenz des osmanischen Sultan, der Dolmabahçe Seray in Istanbul, durch Dr. Christian Ottersbach vorgestellt.

 Den öffentlichen Festvortrag hielt die international renommierte Lehrstuhlinhaberin für Interkulturalität der Universität Cottbus-Senftenberg ,Marie-Theres Albert. Sie referierte über die Möglichkeiten und Chancen, die sich für das Schweriner Welterbeensemble aus den sogenannten „Gaps“ – den inhaltlich noch nicht gefüllten Lücken der UNESCO Welterbeliste ergeben.

Tagungsbroschüre 1. Schweriner Welterbetagung
2. Schweriner Welterbetagung
 © Layout Felix Conradt LHS

Vom 13. Oktober  bis zum 14. Oktober 2016 richtete die Landeshauptstadt Schwerin zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Land und dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern die Schweriner Welterbetagung im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais aus, zu der der Tagungsband der 1. Schweriner Welterbetagung präsentiert werden konnte.

Auch in diesem Jahr setzten sich nationale und internationale Referenten mit dem Welterbeanwärter „Schweriner Residenzensemble – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“ auseinander – diesmal mit dem Hauptaugenmerk auf dem Aspekt der Kulturlandschaft. Der Blick konnte vom Schweriner Schloss in die umgebende Seenlandschaft schweifen u.a. auf den historischen Schweriner Küchengarten, nach Kaninchenwerder, Mueß, Zippendorf oder Wiligrad.

Auch die urbane städtebauliche Entwicklung, die das Wohnen am Wasser im 19. Jahrhundert modern gemacht hat, wurde betrachtet. Im Peter Joseph Lenné-Jubiläumsjahr wurde das Wirken des berühmten Berliner Gartenarchitekten in Schwerin in das Visier genommen wie auch das Zusammenspiel mit dem Schweriner Hofgärtner Theodor Klett.

Als Vergleich zum Residenzensemble wurden von Dr. Alexander Wiesneth der Welterbeantrag „Gebaute Träume, die Schlösser Ludwig II. von Bayern, Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee“ dargelegt und der Direktor des Palácio da Pena, Dr. Antonio Nuῆes Pereira, stellte die romantische Kulturlandschaft der portugiesischen Welterbestätte Sintra vor. Den Festvortrag hielt die Ministerialrätin des Auswertigen Amtes für UNESCO-Welterbe, Dr. Birgitta Ringbeck: „Potentiale des Residenzensembles Schwerin als Kulturlandschaft“.

Parallel zur Tagung war die Wanderausstellung „Peter Joseph Lenné – sein Wirken in Mecklenburg-Vorpommern“ vom 12.10. bis 12.11. 2016 in der Schweriner Marienplatzgalerie zu sehen. Sie entstand aus Anlass des 150. Todestages des großen Garten – und Landschaftsgestalters und wandelt auf den Spuren seines gartenkünstlerischen Erbes in Mecklenburg.

Tagungsbroschüre 2. Schweriner Welterbetagung
3. Schweriner Welterbetagung / ICOMOS-Tagung 2017
 © Landtag M-V

3. Schweriner Welterbetagung

Gemeinsam mit ICOMOS Deutschland betrachtete die 3. Schweriner Welterbetagung als internationale Fachtagung das Schweriner Residenzensemble unter dem Titel:

Schloss – Stadt - Garten. Die Residenz als historische Kulturlandschaft.

5. – 7. November 2017

Die Tagung fand im frisch eröffneten neuen Plenarsaal des Schweriner Schlosses statt. Als Jahrestagung von ICOMOS Deutschland begleitete sie die Welterbenominierung des „Residenzensembles Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“.

Historische Kulturlandschaften bewahren als Werke von Natur und Mensch die Spuren der Vergangenheit. Im Zusammenwirken von Residenzschloss, städtischem Raum und umgebender Natur legt die Schweriner Kulturlandschaft ein besonderes Zeugnis der höfischen Kultur des 19. Jahrhunderts in Europa ab. Ausgehend von dem Schweriner Ensemble widmet sich die Tagung der historischen Kulturlandschaft im Welterbekontext und dem Beziehungsgeflecht von Residenzanlagen als urbane historische Kulturlandschaften. Nationale und internationale Referentinnen und Referenten aus Deutschland, England, Frankreich, Tschechien, Schweden und Italien werden Residenzen bzw. Residenzlandschaften vorstellen. Im Vergleich dazu kann Ort und Rang der „Residenzlandschaft Schwerin“ genauer bestimmt und ihr außergewöhnlicher universeller Wert geschärft werden. 

Den öffentlichen Festvortrag am Sonntag, den 5. November 2017 um 18:00 in der Schweriner Paulskirche hielt der ehemalige Landeskonservator und Leiter der Gartendenkmalpflege Berlin Dr.-Ing. Klaus-Henning von Krosigk:

Schlesisches Elysium – Das Hirschberger Tal

Seit der Aufklärung war der Hirschberger Talkessel am Fuß des Riesengebirges in der Grenzregion zwischen Polen, der Tschechei und der Bundesrepublik Deutschland beliebtes Reiseziel von Schriftstellern wie Goethe, Naturforschern wie Alexander von Humboldt und Malern wie Caspar David Friedrich. Im frühen 19. Jahrhundert ließen sich im „Tal der Schlösser und Gärten“ das preußische Königshaus und die dem Hof nahestehende Aristokratie nieder. Die außerordentliche universale Bedeutung dieser im 19. Jh. geprägten Kulturlandschaft ist bereits auf internationalen Symposien herausgearbeitet worden, jedoch steht eine Nominierung als UNESCO-Welterbestätte bislang immer noch aus.

„Wir freuen uns sehr über diesen hochkarätigen und international renommierten Festredner. Der ehemalige Präsident der DGGL (Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V.) und Mitglied des International Committee of Historic Gardens and Landscapes (ICOMOS-IFLA) Klaus-Henning von Krosigk gilt als Begründer der Gartendenkmalpflege in der Bundesrepublik Deutschland“, berichtet Schwerins Welterbemanagerin Claudia Schönfeld.

Im Anschluss an den Festvortrag lud der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Rico Badenschier, zum Empfang in den historischen Perzinasaal ein. Hier matte man die Gelegenheit, zum Auftakt der Tagung mit den Referenten bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

„Die dritte Welterbetagung erfüllt mich mit besonderem Stolz. Denn sie findet zugleich mit der ICOMOS Jahrestagung statt, die unserer Bewerbung ein großes Interesse und internationale wissenschaftliche Beteiligung sichert. Zu dieser dritten Konferenz können wir mit dem nun vorliegenden Tagungsband die Ergebnisse der zweiten Schweriner Welterbetagung vorstellen, die den Blick auf die umgebende Kulturlandschaft des Residenzensembles Schwerin gerichtet hatte und Grundlage für diese internationale Tagung ist. Eine wichtige Akzentsetzung für unsere Bewerbung“, betont Rico Badenschier.

Programm 3. Schweriner Welterbe Tagung Tagungsrezension in englischer Sprache
Vorschau: 4. Schweriner Welterbetagung
 © Layout Felix Conradt LHS

Save the Date:

4. Schweriner Welterbetagung am 15. - 16. November 2018 im Neustädtischen Palais, Schwerin

Programm 4. Schweriner Welterbetagung
Zurück Seite drucken

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin

Frau  Claudia  Schönfeld M.A.
Welterbemanagerin

Am Packhof 2-6
19053 Schwerin
+49 385 545 2980
cschoenfeld@schwerin.de
www.schwerin.de