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Kunst- und Kulturpreis

© Landeshauptstadt Schwerin / Wandbild

Über den Kunst- und Kulturpreis

Die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin vergibt in Kooperation mit der Landeshauptstadt Schwerin jährlich einen Kunst- und Kulturpreis für besondere Leistungen auf den Gebieten der bildenden und darstellenden Kunst, des Films, der Fotografie, der Literatur, der Musik, der Denkmal- und Heimatpflege sowie der Volkskunst und der Archäologie. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 EURO dotiert. Er kann auf einen ersten und maximal 3 weitere Preisträger aufgeteilt werden. Vorschläge können jeweils bis zum 31. Oktober durch Vereine, Verbände, Institutionen,  und Einzelpersonen der Landeshauptstadt Schwerin eingereicht werden. Eine unabhängige Jury entscheidet bis Ende des Jahres über die Preisvergaben. Die Preisverleihung findet dann jeweils im Januar des Folgejahres im Rahmen des gemeinsamen Neujahrsempfangs der Landeshauptstadt Schwerin und der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin statt.

Preisträger 2021

 © Landeshauptstadt Schwerin / Hendrik Grygas

Preise für zwei Debüts und zwei Lebenswerke

Der von der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin in Kooperation mit der Landeshauptstadt Schwerin ausgelobte Kunst- und Kulturpreis 2021 geht an vier Preisträgerinnen und Preisträger. Mit dem Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro werden die Band Luna Soul und der Autor Björn Stephan für ihre künstlerischen Debüts sowie der Musiker Reinhard Lippert und der Künstler Hans-Joachim Bruhn für ihre Lebenswerke ausgezeichnet.

Die Preise wurden am 24. Februar 2022 in der historischen Kundenhalle der Sparkasse in der Wismarschen Straße von Sparkassenvorstand Kai Lorenzen und Oberbürgermeister Rico Badenschier übergeben. „Ich hoffe, dass von dieser Preisverleihung auch eine Signalwirkung für die Wiederbelebung von Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt ausgeht. Schwerin zeichnet sich durch eine reiche Kulturlandschaft aus. Wie viele Schwerinerinnen und Schweriner habe ich diese vielfältigen Angebote auf der langen coronabedingten Durststrecke schmerzlich vermisst“, so Oberbürgermeister Badenschier.

Sparkassenvorstand Kai Lorenzen erinnerte daran, dass die Preisverleihung im Vorjahr nur in persönlichen Einzelehrungen möglich war. „Doch hat der Kunst- und Kulturpreis nichts von seiner Strahlkraft verloren. Der Preis würdigt kulturelle und künstlerische Leistungen, die sich durch besondere Originalität und Qualität auszeichnen und einen engen inhaltlichen Bezug zur Landeshauptstadt haben. Die Jury hatte aufgrund der großen Vielfalt der 16 Einreichungen eine schwere Wahl zu treffen“, sagte Kai Lorenzen.

Die Veranstaltung wurde von TV Schwerin begleitet.

Preisverleihung

Luna Soul, Björn Stephan, Reinhard Lippert und Hanning Bruhn ausgezeichnet

Gewürdigt wird die Debüt-Arbeit der Band Luna Soul, deren erstes Album „Hills of Time“ im Dezember 2019 erschien. Die Band versteht sich als musikalischer Zusammenschluss von Kulturen, Sprachen und Genres. Sie veröffentlichte im Oktober 2019 die Single-Auskopplung mit dem Titel „Higher“ und einem dazu produzierten Musik-Video. Drehort zum Video „Higher“ waren sehenswerte Plätze in der Landeshauptstadt Schwerin. Tänzerinnen und Tänzer des Ballett-Ensembles des Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin runden das Video mit einer eigenen Choreografie ab.

Portrait Luna Soul

Der Autor Björn Stephan wurde für seine Reportagen vielfach ausgezeichnet und erhält den Kunst- und Kulturpreis der Sparkassenstiftung für seinen ersten Roman „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“. Das wundervolle Werk ist sein literarisches Debüt. Es erzählt mit viel Einfühlungsvermögen, Witz und Melancholie von der ersten Liebe und dem Aufwachsen in den Ruinen eines verschwundenen Landes. „Der Held sucht nach besonderen Worten, sein Autor hat sie immer wieder gefunden“, lobt der Schriftsteller Benedict Wells den Autor.

Portrait Björn Stephan

Der Musiker Reinhard Lippert gilt als ein Schweriner Wahrzeichen kreativen Musikgebarens. Er belebt seit vielen Jahrzehnten wie kaum ein anderer Musiker das kulturelle Leben in und um Schwerin. Reinhard Lippert engagiert sich in vielen Ensembles in den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen. Dabei bewegt er sich zwischen zeitgenössischer Musik, Romantik und Filmmusik und lässt die Grenzen sogenannter U- und E-Musik spielerisch verschwimmen. Reinhard Lippert ist nicht nur Musiker, sondern auch Rhetoriker, Autor von Prosatexten und Gedichten sowie Maler. Sein Werk ist riesig, ungewöhnlich, einzigartig. Für dieses außergewöhnliche Engagement gebührt ihm die Ehrung.

Portrait Reinhard Lippert

Ebenfalls für sein Lebenswerk wird der Künstler Hans-Joachim Bruhn geehrt. Hanning Bruhn ist seit mehr als fünf Jahrzehnten in Schwerin als Künstler tätig. Ein Blick auf sein vielfältiges Werk – bestehend aus Malerei, baubezogener Kunst, Plastik und Installationen – zeigt, dass er eng mit der Stadt, ihrer Gesellschaft, ihren Gebäuden und der umliegenden Landschaft verbunden ist. In Würdigung seiner außergewöhnlichen Lebens- und Arbeitsleistung und seines unnachahmlichen Engagements erhält er diese Ehrung.

Portrait Hanning Bruhn

Preisträger der letzten Jahre

2020
 © TV Schwerin / Preisübergabe Dr. Rico Badenschier, Oberbürgermeister und Gabriele Szymanski, Kunst-Wasser-Werk e. V.

Im Dezember 2020 kam die Jury zusammen und hat aus einer Vielzahl von Bewerbungen ohne Themenschwerpunkt vier Preisträger ermittelt. Die Preisverleihung fand, bedingt durch die Corona-Pandemie, nicht im Rahmen des gemeinsamen Neujahrsempfanges der Landeshauptstadt Schwerin und der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin statt. Aus diesem Grund wurden die Auszeichnungen vom Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier und vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin Kai Lorenzen persönlich vor Ort an die Preisträger übergeben.

Förderverein Alter Friedhof Schwerin e. V.

Ziel des Vereins ist es, dass der Friedhof nicht nur als historisches Gedächtnis der Stadt und des Landes wahrgenommen wird, sondern auch als ein Ort der lebendigen Begegnung und des Austausches über Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Die Restaurierung und der Erhalt kultur- und stadtgeschichtlicher Grabdenkmale ist neben der Erforschung und Vermittlung der damit verbundenen Personengeschichten der Kern der Vereinsarbeit.

Kunst-Wasser-Werk e. V.

Der 2008 gegründete Verein gehört spätestens seit 2015 zur anerkannten Kulturlandschaft Schwerins. Das Kunst-Wasser-Werk ist ein Ort der zeitgenössischen Kunst, der belebenden Ruhe, ein Ort der zum Schaffen anregt und durch seine Vernetzung Menschen trotz unterschiedlicher Charaktere und Kunstrichtungen zusammenführt. Der Verein sucht die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Ziel zum WIR.

Männerchor "ffortissibros"

Die 12 jungen Männer - alles gebürtige Schweriner - sind zwischen 20 und 24 Jahre alt und setzten sich für die Erhaltung und Verbreitung der klassischen Männerchorliteratur ein. Mit ihren Arrangements wollen sie der Chortradition neue Impulse geben und diese Musik auch für jüngere Sänger und Zuhörer zugänglich machen. Die Kompositionen von Friedrich Wilhelm Kücken, der sich im 19. Jahrhundert immer wieder in Schwerin aufhielt, spielen in ihren Programmen eine wichtige Rolle.

Freie Redaktionswerkstatt

Das ehrenamtliche Redaktionsteam erhielt die Auszeichnung für das Projekt „Worttagebau“ – Lyrik trifft Grafik, Fotografie und Malerei. Dahinter verbirgt sich ein kleines Heft mit bunten Fotos, idyllischen Malereien und spannenden Grafiken neben kleinen und größeren Stücken von Lyrik, Prosa und Liedtexten. Die Beiträge sind von Menschen aus Schwerin und dem Umland eingereicht. Es soll allen Menschen Mut machen, sich im kreativen Schreiben oder Malen auszuprobieren, und ihnen eine Plattform bieten. Inzwischen sind bereits 5 Hefte erschienen, die sogar schon in so manchen Berufsschulunterricht Einzug gehalten haben.

 

2019
 © Reinhard Klawitter

Mit dem Kunst- und Kulturpreis 2019 würdigte die Stiftung Projekte bzw. Einrichtungen zum Thema „Medien in der Kulturarbeit“. Es lagen insgesamt zehn Einreichungen zur Entscheidung vor. Diskutiert und bewertet wurden diese von einer Fachjury, in der unter anderem Antje Schunke, Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses, Ulrike Auge, Fachgruppe Wirtschaft und Tourismus in der Landeshauptstadt Schwerin sowie Jörg Velten von der Medienanstalt M-V, mitwirkten.

Der 1. Preis ging an Manuela Koska und Felix Conradt für Ihre Dokumentation „Heimat – Ich bin ein Mensch“. Diese Dokumentation aus Fotografien und Gesprächen, wurde für eine umfangreiche Wanderausstellung und einen begleitenden Katalog zusammengestellt. Die Arbeit entstand unter Einbeziehung digitaler Fotografie, Webinhalten und Videos. Neben der Vermittlung von Medienkompetenz überzeugte das Projekt durch seine hohe soziale, gesellschaftliche und kulturelle Relevanz.

Der 2. Preis wurde dem Tanztheater Lysistrate am Goethe-Gymnasium Schwerin für ihr Tanztheater-Film-Projekt „Immerzu.Immerzu!*frei nach Büchners Woyzeck“ verliehen. Die Besonderheit dieser Inszenierung liegt in der Kombination von unterschiedlichen künstlerischen Mitteln. Neben der künstlerisch-ästhetischen Bildung umfasst das Projekt auch eine Auseinandersetzung mit einer gesellschaftlich brisanten, politischen Thematik – der Spaltung der Gesellschaft.

Der 3. Preis ging an das Mecklenburgische Förderzentrum für Körperbehinderte in Schwerin mit ihrem Animationsfilm in Anlehnung an Godzilla. Im Zeitalter der digitalen Welt lernen die Jugendlichen mit digitaler Technik umzugehen. Mit diesem Filmprojekt, welches mit der Stop-Motion-Technik gedreht wurde, wurde den Jugendlichen die frühere, analoge Zeit nähergebracht.

2018
 © MST Silke Winkler / Kooperationsprojekt Brundibàr

Mit dem Kunst- und Kulturpreis 2018 würdigte die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg Schwerin und die Landeshauptstadt Schwerin Projekte bzw. Einrichtungen zum Thema „Jugendkultur/Kulturvermittlung/Bildung“. Insgesamt lagen acht Vorschläge zur Entscheidung vor. Diskutiert und bewertet wurden diese von einer Fachjury, in der u. a. Antje Schunke, Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses, Sophie Aniszewski, Projektleiterin Künstlerbund MV sowie Birgit Baumgart, Museumspädagogin mitwirkten. Es wurden drei Preisträger ermittelt:

Verein Schweriner Spielleute 1990 e. V.

Neben dem Spaß und der Freude am gemeinsamen Musizieren lernen die Jugendlichen Rücksichtnahme, Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und Disziplin. Die künstlerischen Ergebnisse sind auf Stadtfesten, Jubiläen oder Umzügen in der Stadt zu erleben. 

Schulzirkus „Waldionelli“ der Waldorfschule

Seit über 15 Jahren ist der Schulzirkus „Waldionelli“ im Einsatz. Die Schüler tragen stolz ihre akrobatischen Kunststücke u. a. bei Stadtfesten vor. Besonders beeindruckend ist die Beständigkeit dieser Schul-AG, welche vor allem auf die Motivationsfähigkeit und das Engagement der Lehrer zurückzuführen ist. 

Kooperationsprojekt „Brundibár“

Im Rahmen des Festivals „Verfemte Musik“ wurde das Projekt als Kinderoper mit 120 Kindern und Jugendlichen realisiert, die generationsübergreifend Geschichte hautnah erlebt haben.

2017
 © albert-art/Klaus-Joachim Albert

2018 würdigte die Stiftung herausragende Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Insgesamt lagen zwölf Vorschläge zur Entscheidung vor. Konstruktiv diskutiert und bewertet wurden diese von einer Fachjury, in der unter anderen die Kunsthistorikerinnen Antje Schunke, Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses, und Dr. Christina May vom Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern mitwirkten. Der Kunst- und Kulturpreis wurde in drei Kategorien vergeben.

Kategorie Lebenswerk

Kunst- und Kulturpreisträger 2017 für sein Lebenswerk ist der Künstler Klaus-Joachim Albert. Die künstlerischen Arbeiten des namhaften Metallbildhauers haben nationale und internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren. Zu den herausragenden Aktivitäten des Künstlers gehören neben seinen bemerkenswerten Kunstwerken die Internationalen Bildhauersymposien in Wiligrad und Schwerin. Die vielfältigen künstlerischen Ergebnisse haben im Stadtbild der Landeshauptstadt ihren Platz gefunden und prägen es noch heute mit. Wichtige Akzente im Kunstleben von Mecklenburg-Vorpommern setzte Albert mit seiner Arbeit im Kunstverein Wiligrad. Beeindruckend ist sein Bemühen, Kunst und Kultur in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.  

Kategorie Moderne Kunst & Innovation

Preisträger in der Kategorie Moderne Kunst / Innovation ist der Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin. Mit der Ausstellung MADGERMANES / Mystery of Foreign Affairs  widmete sich der Verein einem bislang wenig bekannten Kapitel der DDR-Außenpolitik. Als „Madgermanes“ bezeichnen sich die ehemaligen Vertragsarbeiter aus Mosambik, die zwischen 1979 und 1991 in der ehemaligen DDR lebten und arbeiteten. Nach der Wende in ihre Heimatländer zurückgeschickt, kämpfen die „Madgermanes“ bis zum heutigen Tag, um die Auszahlung eines Großteils ihrer Gehälter und die Auszahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die Ausstellung hat dazu beigetragen, diese Geschichte im öffentlichen Raum und somit in der öffentlichen Wahrnehmung zu aktualisieren. Es wurden Skulpturen und Fotografien, Malerei und Grafik, Videos und Installationen zeitgenössischer Künstler/innen im öffentlichen Raum Schwerins und in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins gezeigt. Aufbereitetes Filmmaterial gab einen Einblick in die ambivalente Außenpolitik der ehemaligen DDR im postkolonialen Afrika, die in großen Teilen nahezu unbekannt ist – wenngleich sie bis heute auf vielfältige Weise soziokulturell und gesellschaftspolitisch nachwirkt.

Kategorie Bürgerschaftliches Engagement

Für bürgerschaftliches Engagement ist der Verein „Die Platte lebt“ mit seinem Projekt „Müll ist Mangel an Fantasie“ ausgezeichnet. Im Stadtteil Mueßer Holz wirkt dieses Kulturprojekt aktiv im öffentlichen Raum. So hat der Verein gemeinsam mit weiteren Vereinen und Bewohnern aus dem Stadtteil das Projekt „Plattenpark“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Gemeinsam den eigenen Lebensraum gestalten“ ist zwischen 2014 und 2017 auf einer Brachfläche im Mueßer Holz ein ungewöhnlicher Erlebnispark aus kreativen Objekten entstanden. Weitere Objekte sind geplant. Mit dem Preisgeld soll zukünftig ein Künstler in die Gestaltung der Fläche einbezogen werden und künstlerische Impulse vermitteln.

2016
 © Reinhard Klawitter / Künstler: Sander, Bittner, Dettmann

Der Kunst- und Kulturpreis 2016 würdigte Menschen und Projekte zum Thema Malerei. 22 Bewerbungen wurden von einer fachkundigen Jury, u. a. mit der Malerin Miro Zahra, konstruktiv diskutiert und bewertet.

Den ersten Preis erhielt  das Künstlerteam Tino Bittner, Udo Dettmann und Thomas Sander. Mit ihrem Projekt „Dezernat 5 – Galerie für aktuelle Kunst“ präsentieren sich die Künstler dem Schweriner Publikum seit über sieben Jahren mit aktuellen Arbeiten. In ihren Bildern, Objekten sowie mit ihrer Video- und Digitalkunst beschreiten sie stets neue Wege bei der Vermittlung von zeitgenössischer bildender Kunst. Ihre Ausstellungen sind mittlerweile aber nicht nur in Schwerin und Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. Die Künstlerfreunde haben sich längst schon über die Landesgrenzen hinaus, in Deutschland und im europäischen Ausland einen Namen gemacht. Als Teilnehmer auf Kunstmessen und mit Ausstellungen in Schwerins Partnerstädten ist die Galerie zumdem zum Werbeträger für die Landeshauptstadt geworden. In der künstlerisch-kulturellen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zeigen die Künstler ein großes Engagement.

Mit dem zweiten Preis wurde Ute Laux ausgezeichnet. Sie ist seit 1987 freiberuflich als Malerin und Grafikerin in Schwerin tätig. Ihr Atelier und eine eigene Galerie hat die Künstlerin auf der Insel Hiddensee. Ihre Werke zeichnen sich durch Qualität und Anspruch aus. In zahlreichen Ausstellungen können die Bilder, Drucke und Skulpturen von Ute Laux besichtigt werden. Damit repräsentiert die Künstlerin die Landeshauptstadt in besonderer Weise. Neben der Malerei ist die Schweriner Künstlerin in vielfältigen Projekten in der Landeshauptstadt aktiv. So engagiert sich Ute Laux in der künstlerischen und kunsttherapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie an der Musik- und Kunstschule „ATARAXIA“.

Dritter Preisträger wurde der Schweriner Maler Gerhard Reinisch für sein Lebenswerk. Seit Anfang der 70-er Jahre ist Schwerin die Heimat des gebürtigen Bernburgers. In seinem Atelier hat der freischaffende Maler und Grafiker viele Bilder mit Blick auf Mecklenburg und Vorpommern geschaffen. Die Breite seines Wirkens zeigen künstlerische Stadt- und Wandgestaltungen zum Beispiel in der Burgstraße, der Grünen Straße und den Schweriner Höfen. Dazu kommen Aktivitäten in der künstlerischen Ausbildung in der Volkshochschule, im Kulturbund und als Herausgeber von Büchern. Eindrücke seiner Reisen durch fremde Länder wie Mexiko, Thailand, Syrien oder Jordanien verarbeitet der 80-Jährige in seinen Kunstwerken. Kunstinteressierte hatten bereits vielfach die Möglichkeit, die Arbeiten von Gerhard Reinisch in Ausstellungen im In- und Ausland zu besichtigen.

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