Kunst- und Kulturpreis der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin

© Hans Georg Gaul / Kunstverein Schwerin - Madgermanes Ausstellung 2017

Über den Kunst- und Kulturpreis

Die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin vergibt in Kooperation mit der Landeshauptstadt Schwerin jährlich einen Kunst- und Kulturpreis für besondere Leistungen auf den Gebieten der bildenden und darstellenden Kunst, des Films, der Fotografie, der Literatur, der Musik sowie der Denkmal- und Heimatpflege. Die Auslobung steht jedes Jahr unter einem Motto. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 EURO dotiert. Er kann auf einen ersten und maximal 3 weitere Preisträger aufgeteilt werden. Bewerben können sich jeweils bis zum 31. Oktober Einzelkünstler oder Künstlergruppen sowie kulturelle Einrichtungen und Initiativen in der Landeshauptstadt Schwerin. Eine Jury entscheidet bis Ende des Jahres über die Preisvergabe. Die Preisverleihung findet dann jeweils im Januar des Folgejahres im Rahmen des gemeinsamen Neujahrsempfangs der Landeshauptstadt Schwerin und der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin statt.

Preisträger 2017

 © R. Cordes / Preisverleihung

Herausragende Projekte im öffentlichen Raum

Zu Beginn des Jahres 2018 würdigte die Stiftung Projekte zum Thema Kunst im öffentlichen Raum. Insgesamt zwölf Vorschläge lagen zur Entscheidung vor. Konstruktiv diskutiert und bewertet wurden diese von einer Fachjury, in der unter anderen die Kunsthistorikerinnen Antje Schunke, Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses, und Christina May vom Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern mitwirkten. Der Kunst- und Kulturpreis wurde in drei Kategorien vergeben.

 © albert-art

Kategorie Lebenswerk

Kunst- und Kulturpreisträger 2017 für sein Lebenswerk ist der Künstler Klaus-Joachim Albert. Die künstlerischen Arbeiten des namhaften Metallbildhauers haben nationale und internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren. Zu den herausragenden Aktivitäten des Künstlers gehören neben seinen bemerkenswerten Kunstwerken die Internationalen Bildhauersymposien in Wiligrad und Schwerin. Die vielfältigen künstlerischen Ergebnisse haben im Stadtbild der Landeshauptstadt ihren Platz gefunden und prägen es noch heute mit. Wichtige Akzente im Kunstleben von Mecklenburg-Vorpommern setzte Albert mit seiner Arbeit im Kunstverein Wiligrad. Beeindruckend ist sein Bemühen, Kunst und Kultur in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.  

 © Hans-Georg Gaul

Kategorie Moderne Kunst & Innovation

Preisträger in der Kategorie Moderne Kunst / Innovation ist der Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin. Mit der Ausstellung MADGERMANES / Mystery of Foreign Affairs  widmete sich der Verein einem bislang wenig bekannten Kapitel der DDR-Außenpolitik. Als „Madgermanes“ bezeichnen sich die ehemaligen Vertragsarbeiter aus Mosambik, die zwischen 1979 und 1991 in der ehemaligen DDR lebten und arbeiteten. Nach der Wende in ihre Heimatländer zurückgeschickt, kämpfen die „Madgermanes“ bis zum heutigen Tag, um die Auszahlung eines Großteils ihrer Gehälter und die Auszahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die Ausstellung hat dazu beigetragen, diese Geschichte im öffentlichen Raum und somit in der öffentlichen Wahrnehmung zu aktualisieren. Es wurden Skulpturen und Fotografien, Malerei und Grafik, Videos und Installationen zeitgenössischer Künstler/innen im öffentlichen Raum Schwerins und in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins gezeigt. Aufbereitetes Filmmaterial gab einen Einblick in die ambivalente Außenpolitik der ehemaligen DDR im postkolonialen Afrika, die in großen Teilen nahezu unbekannt ist – wenngleich sie bis heute auf vielfältige Weise soziokulturell und gesellschaftspolitisch nachwirkt.

 © Die Platte lebt e.V.

Kategorie Bürgerschaftliches Engagement

Für bürgerschaftliches Engagement ist der Verein „Die Platte lebt“ mit seinem Projekt „Müll ist Mangel an Fantasie“ ausgezeichnet. Im Stadtteil Mueßer Holz wirkt dieses Kulturprojekt aktiv im öffentlichen Raum. So hat der Verein gemeinsam mit weiteren Vereinen und Bewohnern aus dem Stadtteil das Projekt „Plattenpark“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Gemeinsam den eigenen Lebensraum gestalten“ ist zwischen 2014 und 2017 auf einer Brachfläche im Mueßer Holz ein ungewöhnlicher Erlebnispark aus kreativen Objekten entstanden. Weitere Objekte sind geplant. Mit dem Preisgeld soll zukünftig ein Künstler in die Gestaltung der Fläche einbezogen werden und künstlerische Impulse vermitteln. 

Preisträger der letzten Jahre

2016
 © Reinhard Klawitter / Hauptpreis für Dezernat5-Galerie für aktuelle Kunst

Der Kunst- und Kulturpreis 2016 würdigte Menschen und Projekte zum Thema Malerei. 22 Bewerbungen wurden von einer fachkundigen Jury, u. a. mit der Malerin Miro Zahra, konstruktiv diskutiert und bewertet.

Den ersten Preis erhielt  das Künstlerteam Tino Bittner, Udo Dettmann und Thomas Sander. Mit ihrem Projekt „Dezernat 5 – Galerie für aktuelle Kunst“ präsentieren sich die Künstler dem Schweriner Publikum seit über sieben Jahren mit aktuellen Arbeiten. In ihren Bildern, Objekten sowie mit ihrer Video- und Digitalkunst beschreiten sie stets neue Wege bei der Vermittlung von zeitgenössischer bildender Kunst. Ihre Ausstellungen sind mittlerweile aber nicht nur in Schwerin und Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. Die Künstlerfreunde haben sich längst schon über die Landesgrenzen hinaus, in Deutschland und im europäischen Ausland einen Namen gemacht. Als Teilnehmer auf Kunstmessen und mit Ausstellungen in Schwerins Partnerstädten ist die Galerie zumdem zum Werbeträger für die Landeshauptstadt geworden. In der künstlerisch-kulturellen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zeigen die Künstler ein großes Engagement.

Mit dem zweiten Preis wurde Ute Laux ausgezeichnet. Sie ist seit 1987 freiberuflich als Malerin und Grafikerin in Schwerin tätig. Ihr Atelier und eine eigene Galerie hat die Künstlerin auf der Insel Hiddensee. Ihre Werke zeichnen sich durch Qualität und Anspruch aus. In zahlreichen Ausstellungen können die Bilder, Drucke und Skulpturen von Ute Laux besichtigt werden. Damit repräsentiert die Künstlerin die Landeshauptstadt in besonderer Weise. Neben der Malerei ist die Schweriner Künstlerin in vielfältigen Projekten in der Landeshauptstadt aktiv. So engagiert sich Ute Laux in der künstlerischen und kunsttherapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie an der Musik- und Kunstschule „ATARAXIA“.

Dritter Preisträger wurde der Schweriner Maler Gerhard Reinisch für sein Lebenswerk. Seit Anfang der 70-er Jahre ist Schwerin die Heimat des gebürtigen Bernburgers. In seinem Atelier hat der freischaffende Maler und Grafiker viele Bilder mit Blick auf Mecklenburg und Vorpommern geschaffen. Die Breite seines Wirkens zeigen künstlerische Stadt- und Wandgestaltungen zum Beispiel in der Burgstraße, der Grünen Straße und den Schweriner Höfen. Dazu kommen Aktivitäten in der künstlerischen Ausbildung in der Volkshochschule, im Kulturbund und als Herausgeber von Büchern. Eindrücke seiner Reisen durch fremde Länder wie Mexiko, Thailand, Syrien oder Jordanien verarbeitet der 80-Jährige in seinen Kunstwerken. Kunstinteressierte hatten bereits vielfach die Möglichkeit, die Arbeiten von Gerhard Reinisch in Ausstellungen im In- und Ausland zu besichtigen.

Zurück Seite drucken

Kontakt

Landeshauptstadt Schwerin - Kulturbüro

Herr Kay Jasper
Kulturförderung
Raum: Raum 0.04

Puschkinstr. 13, 19055 Schwerin
Termine nach Vereinbarung
+49 385 5912714
kjasper@schwerin.de

Zu den Webseiten der Preisträger 2017

Besuchen Sie uns auch auf der Seite