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Schweriner Literaturtage

© H.-P. Krüger / Schweriner Literaturtage

Herbstzeit ist Lesezeit

Die SCHWERINER LITERATURTAGE laden jährlich von Anfang Oktober bis Mitte November zu zahlreichen Lesungen und literarischen Veranstaltungen ein. Traditionell trifft sich dabei die Literatur mit Musik, Bildender Kunst oder Figurentheater.

Zu den Autorinnen und Autoren, die in Schwerin lesen und sich dem Gespräch mit ihrem Publikum stellen, zählen große Namen und vielfach ausgezeichnete Literaturpreisträger ebenso wie Debütantinnen und Debütanten, die zum ersten Mal ihre Geschichte oder ihren Roman präsentieren. Viele von ihnen haben ihre Wurzeln in Mecklenburg-Vorpommern oder leben auch heute hier, und immer wieder gibt es jemanden, der seine ersten literarischen Erfolge mit den Schweriner Literaturtagen verbindet.

Die Themen der Lesungen spannen einen weiten Bogen. Sie berühren die großen Fragen des Lebens, die sich im ganz Persönlichen stellen, laden ein zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen oder beleuchten Historisches, entführen in fantastische Welten und bieten Spannung und beste Unterhaltung.

Dabei sind die Literaturtage, unter der Ägide des Kulturbüros der Landeshauptstadt Schwerin, ein Gemeinschaftswerk. So gibt es Kooperationen mit Stiftungen aus Kultur, Bildung und Politik ebenso wie mit Buchhandlungen, Verlagen, Medien, Kulturinstitutionen, Vereinen und Initiativen.

Damit alle Freunde des guten Buches ihre jeweiligen Favoriten finden können, erscheint jeweils zu den Schweriner Literaturtagen ein ausführliches Programmheft, welches an den einschlägigen Informationszentren bereitliegt.

Bekannte Namen und große Themen bei den 25. Schweriner Literaturtagen 2020

Am 6. November liest Katja Oskamp aus ihrem Roman „Marzahn, mon amour“. © Paula Winkler

14. Oktober bis 14. November

Nachdem in den letzten Monaten virtuelle Lesungen Hochkonjunktur hatten, wollen die Schweriner Literaturtage in diesem Herbst wieder zu ganz persönlichen Begegnungen, Lesungen und Gesprächen einladen. Erfolgsschriftsteller Lutz Seiler eröffnet am 14. Oktober in der Stadtbibliothek die diesjährige Lesereihe. Mit seinem preisgekrönten Roman „Stern 111“ führt er uns auf eine Reise um den halben Erdball und in ein Berlin des Um- und Aufbruchs – in den Herbst 89. „Ich freue mich sehr, dass es uns mit Lutz Seiler nun schon zum dritten Mal in Folge gelungen ist, einen aktuellen Preisträger bzw. eine Preisträgerin der Leipziger Buchmesse nach Schwerin einzuladen“, sagt Dirk Kretzschmar, Leiter des städtischen Kulturbüros.

Der Herbst 89 und der Blick auf 30 Jahre wiedervereintes Deutschland ziehen sich wie ein roter Faden durch die Literaturtage. Es geht um Rückschau und Erinnerung. Und es geht um große Sorgen angesichts der inneren Spaltung zwischen Ost und West und dem Wirken von Kräften, die unser Gemeinwesen erschüttern. Zu den Autor*innen, die mit kritischem und analytischem Blick auf unsere Gesellschaft schauen, zählen u. a. Daniela Dahn, Christian Gesellmann oder Matthias Meisner.

Belletristisch wendet sich Ingo Schulze den Widersprüchen unserer Gegenwart zu. Einen Ost-West-Roman über Ankunft, Anpassung und Aufbruch hat die Schweriner Autorin Katrin Sobotha-Heidelk mit „Interzonenjahre“ vorgelegt, während der gebürtige Schweriner Gregor Sander über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschlands erzählt.

„Marzahn, mon amour“ ist der Titel des Buches von Katja Oskamp, die als Fußpflegerin den Menschen zuhört und berührende Geschichten über diese Begegnungen schreibt. Markus Orths lädt ein zu einem aufregenden philosophischen Abenteuer und Anna von Münchhausen begibt sich auf die Spur ihres berühmten Vorfahren.

Das Porträt einer außergewöhnlichen Frau und eine Zeitreise ins Künstlermilieu der Dadaisten und Surrealisten schafft Unda Hörners biografischer Roman über Gala Dalí. Mit einem Abend über das Leben Astrid Lindgrens erinnern die Schauspielerinnen Annett Renneberg und Brigitte Janner an eine große Schriftstellerin.

Die 25. Schweriner Literaturtage halten weitere Namen sowie spannende und berührende Themen bereit. „Ein Programm zur anspruchsvollen Unterhaltung, aber auch zum Weiterdenken und Streiten“, wie Schwerins Kulturdezernent Andreas Ruhl betont.

Die meisten Lesungen – so auch alle in der Stadtbibliothek und im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus – sind barrierefrei zu erreichen. Damit der Besuch der Lesungen auch in diesem Jahr ein Erlebnis ohne negative Folgen bleibt, werden alle Gäste gebeten, die derzeit geltenden Abstands- und Hygienevorschriften zu beachten. Dazu gehört auch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung während der Veranstaltungen. Das umfangreiche Literaturangebot entschädigt mit Sicherheit für diese kleine Unannehmlichkeit.

Karten zum Vorverkaufspreis gibt es für die meisten Veranstaltungen in der Tourist-Information Schwerin, Am Markt 14. Über davon abweichende Vorverkaufsregelungen und das gesamte Programm informiert das Programmheft der 25. Schweriner Literaturtage, das in den einschlägigen Informationszentren bereitliegt.

 © Herbert Weisrock

Eine Straße liest

14. November, 14:00-20:00 Uhr

Wieder im Programm dabei: die beliebte Aktion "Eine Straße liest". In ausgewählten Geschäften und Gaststätten in der Münz- und Puschkinstraße geht es natürlich um Literatur, aber auch um bürgerschaftliches Engagement und Spenden für einen guten Zweck. Persönlichkeiten aus Schwerin und Umgebung lesen aus ihren Lieblingsromanen. Schlendernd durch einen wunderschönen Teil der Altstadt, können die Besucher ihr Programm selbst auswählen.

Einige Inhalte sind abhängig von aktuellen Corona-Regeln.

Programm der 25. Schweriner Literaturtage
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Schweriner Literaturtage Rückblick 2019

Die Veranstaltungsorte der Schweriner Literaturtage 2020

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