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Schweriner Literaturtage

© Karen Obenauf

31. Schweriner Literaturtage

Mit großer Vorfreude blicken wir auf die 31. Ausgabe der Literaturtage in diesem Jahr. Am 7. Oktober geht es los... Wir freuen uns schon sehr auf viele schöne Momente, Begegnungen und Austausch, auf die großartigen Autorinnen und Autoren, die bei uns zu Gast sein werden, auf ein Wiedersehen mit unserem tollen Publikum und die gemeinsame Zeit rund um die Literatur. 

Der Vorverkauf startet am 7. September bei RESERVIX sowie der Kasse unserer Tourist-Information.

Tourist-Information Schwerin (zzgl. Ticketgebühr)
Am Markt 14, 19055 Schwerin
Mo – Fr   10 – 18 Uhr
Sa – So   10 – 16 Uhr 

Abendkassen an den Veranstaltungsorten, keine Ermäßigung an der Abendkasse

Abweichend von oben genannter VVK-Regelung:
Lesung am 08.10.2026
Lesung am 16.10.2026
Lesung am 29.10.2026
Lesung am 24.3.2027

Wir freuen uns auf den Herbst!

PROGRAMMHEFT 31. SCHWERINER LITERATURTAGE

PROGRAMM 31. SCHWERINER LITERATURTAGE

07.10.2026: TROJA, SPÄTER NACHMITTAG – Lesung mit Gregor Sander
 © Heike Steinweg

TROJA, SPÄTER NACHMITTAG – Lesung mit Gregor Sander

Von Ankershagen in die Welt: Als der junge Heinrich in seinem mecklenburgischen Heimatdorf zum ersten Mal von der »Ilias« hört, ahnt er noch nicht, dass dieses Buch sein Leben entscheidend prägen wird. Doch aus dem Pfarrerssohn, der sich vor den Schlägen des Vaters in Träumereien flüchtet, wird einmal der Weltstar Heinrich Schliemann werden, der Ent-decker des mutmaßlichen Troja und Begründer der modernen Archäologie. Als Kaufmann häufig auf Reisen, verschlägt es ihn von Amsterdam über Sankt Petersburg, Sacramento und Panama bis nach Griechenland, wo sich Schliemann auf die fieberhafte Suche nach dem Palast des Odysseus begibt. Halt findet er stets im Austausch mit seiner Kindheitsfreundin und großen Liebe Minna Meincke – die einen anderen Mann geheiratet hat und zu der trotz vieler Kilometer Entfernung die Nähe nie abreißt.
In rasantem Tempo und voller Witz zeichnet Gregor Sander das bewegte Leben der Ausnahmeerscheinung Heinrich Schliemann nach. Ein opulenter, sinnlicher und spannungsreicher Roman über das Suchen und Finden.

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt »Abwesend« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman »Was gewesen wäre« wurde prominent besetzt verfilmt. Im Penguin Verlag ist zuletzt sein Roman »Lenin auf Schalke« erschienen.

Moderation: Marion Brasch, Journalistin und Schriftstellerin

Mittwoch
7. Oktober 2026
19:30 Uhr
Wichernsaal, Apothekerstraße 48 / Körnerstraße 7 (Eingang über Hof)

Eintritt
Vorverkauf und Abendkasse: 15,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

08.10.2026: GESCHICHTEN AUS DER GESCHICHTE – Lesung mit Lutz Dettmann
 © Liane Römer

HICHTEN AUS DER GESCHICHTE – Lesung mit Lutz Dettmann

Lutz Dettmann, gebürtiger Crivitzer und bekennender Schweriner, liebt es, Geschichte in unterhaltsamen »Zwischendurch-Happen« zu erzählen. Seine Bücher »Wie aus Meklenburg Mecklenburg wurde« und »Geschichten aus der Geschichte« bündeln eine abwechslungsreiche Mischung von Schlaglichtern auf die regionale Vergangenheit. Dettmanns kurzweilige Texte bringen sowohl ernste als auch heitere Themen auf den Punkt. Die Bandbreite reicht u.a. von Hexenprozessen, der französischen Besatzung Mecklenburgs und die große Choleraepedemie über den Bau des Paulsdamms durch den Schweriner See bis hin zur Entscheidung über die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Geschichten für »Zwischendurch« – Geschichte, einmal anders erzählt. Ergänzend zu den Texten werden auch Bilder gezeigt.

Lutz Dettmann, geboren im März 1961 in Crivitz, aufgewachsen in Schwerin, lebt jetzt in Rugensee bei Schwerin und ist noch immer eng mit Schwerin verbunden. Bekannt wurde er durch seinen ersten Roman »Wer die Beatles nicht kennt«. Er ist Mitglied des Vorstandes der Hans-Fallada-Gesellschaft sowie im Vorstand des Fördervereins Alter Friedhof Schwerin. 

Donnerstag
8. Oktober 2026
19:00 Uhr
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12

Eintritt
Vorverkauf und Abendkasse: 3,00 € (Kasse Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus)

Veranstalter
Stiftung Mecklenburg und Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

09.10.2026: MARMOR, QUECKSILBER, NEBEL. WORAUS DIE WELT GEMACHT IST – Lesung mit Judith Schalansky
 © Jürgen Bauer_SV

MARMOR, QUECKSILBER, NEBEL. WORAUS DIE WELT GEMACHT IST – Lesung mit Judith Schalansky

Es beginnt mit einem weißen Block, einem fast 27 Tonnen schweren Ungetüm aus massivem Marmor. Noch lange nach der Begegnung auf einer Fähre vor der Insel Thassos lässt der Stein Judith Schalansky nicht los. Er führt sie in die Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers, durch die dunkle, oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung und Weltaneignung. Ein Workshop an der Kunsthochschule von Guadalajara wiederum gerät zu einer tollkühn-quecksilbrigen Performance als Apologetin der Buchkultur. Und die Rekonstruktion einer vergangenen Besteigung des oft nebelverhangenen Brockens verdichtet sich zu einer Enzyklopädie der Undurchsichtigkeit, die das Erhellende im Ungewissen sucht.
Wie immer bei Judith Schalansky geht es in ihrem neuen Buch um alles: den Nährwert von Marmorschweinen, das Gewicht der Erde, den Belegungsplan der Arche Noah, die Wahrhaftigkeit mexikanischen Wrestlings oder das Brockengespenst – um Phänomene also, in denen sich die widerspenstige Wirklichkeit spiegelt und vervielfacht.

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, wie der Bestseller »Atlas der abgelegenen Inseln« sowie »Der Hals der Giraffe«, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der »Naturkunden« und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

Moderation: Anke Jahns, NDR MV

Freitag
9. Oktober 2026
19:00 Uhr
Oudry-Saal im Staatlichen Museum, Alter Garten 3

Eintritt
Vorverkauf und Abendkasse: 15,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturüro der Landeshauptstadt Schwerin in Kooperation mit dem NDR

15.10.2026: SANDITZ – Lesung mit Lukas Rietzschel
 © Alexandra Polina

SANDITZ – Lesung mit Lukas Rietzschel

Sanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler, Orgelbauer, Fliesensammler, Lokaljournalistinnen, selbsternannte Widerständler, Träumerinnen, Frührentner, Kinder, Liebespaare, verhuschte Archivare und die Familie Wenzel. 
Warmherzig und multiperspektivisch verwebt Lukas Rietzschel die Erzählung der Familie und der Sanditzer Stadtbewohner zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart, vom Besetzen der örtlichen Stasi-Zentrale bis zum Kampf eines Freiwilligen in der Ukraine, vom Abrackern auf westdeutschen Baustellen bis zum isolierten Inseldasein während der Corona-Epidemie. 
Ein Roman über Aufbruch und Niedergang, Gelingen und Scheitern des Aufruhrs, Freundschaft und Familie in umwälzenden Zeiten, über den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit.  

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen. Schon sein Debütroman »Mit der Faust in die Welt schlagen« (2018) war ein Bestseller, der für das Kino verfilmt wurde. 2021 erschien der zweite Roman »Raumfahrer«. Lukas Rietzschels Romane und Theaterstücke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gellert-Preis, dem Sächsischen Literaturpreis und dem Literaturpreis Text & Sprache.

Moderation: Kathrin Matern, Journalistin und Buchhändlerin

Donnerstag
15. Oktober 2026
19:30 Uhr
Stadtbibliothek in den Schweriner Höfen, Klöresgang 3

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

16.10.2026: ZWEITE WENDE – Lesung mit Marieke Reimann
 © Patricia Neligan

ZWEITE WENDE: Warum Ostdeutschland uns alle angeht – Lesung mit Marieke Reimann

Wende verschlafen, Lebensleistungen entwertet, Chefsessel westdeutsch besetzt – eine wirklich gerechte Einheit wurde verpasst. Nicht nur politisch, auch medial, wirtschaftlich und im Alltag: Ostdeutschland wird oft karikiert, als Klischee statt als Realität wahrgenommen. Marieke Reimann, 1987 in Rostock geboren und im Plattenbau aufgewachsen, kennt die Brüche aus erster Hand. Als Journalistin und ehemalige Chefredakteurin kämpft sie seit Jahren für eine Sichtbarkeit, die über den »Jammer-Ossi« hinausgeht. Warum finden Einheitsfeiern ohne Ostdeutsche statt? Warum ist Friedrich Merz froh, im Westen geboren zu sein? Warum wird da am rechten Rand gewählt, wo es viel Abwanderung und wenig Frauen gibt? Und können Angela Merkel und Tokio Hotel Vorbilder sein? Marieke Reimann verbindet persönliche Reportage mit scharfer Analyse und benennt die Leerstellen unserer Gesellschaft auf brillante, ungeschönte Art. In ihrem Buch appelliert sie für ein neues Interesse aneinander.

Marieke Reimann war bis 2024 Chefredakteurin des SWR und leitete die Runde der ARD-Chefredakteure. Reimann war damit die jüngste und erste ostdeutsche Chefredakteurin bei einem öffentlich-rechtlichen Medium im Westen. Bis 2020 war sie Chefredakteurin des Magazins zett der Zeit. Hier entwickelte sie ein nachhaltiges Abo und gründete ein Ostdeutschland-Ressort.

Moderation: Sabine Rennefanz, Journalistin und Autorin

Freitag
16. Oktober 2026
19:30 Uhr
Stadtbibliothek in den Schweriner Höfen, Klöresgang 3

Eintritt frei
Freikarte (obligatorisch) an der Kasse des Kulturforums Schleswig-Holstein-Haus erhältlich

Veranstalter
Friedrich-Ebert-Stiftung und Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

17.10.2026: IM LICHT DES NEUEN TAGES – Lesung mit Jarka Kubsova
 © Gaby Gerster

LICHT DES NEUEN TAGES – Lesung mit Jarka Kubsova

Eine Schriftstellerin auf der Suche nach sich selbst. Tief im märchenhaften böhmischen Wald verschränken sich die Schicksale zweier mutiger Frauen.
Als Elli Hajek sich zum Schreiben in ein abgelegenes Haus zurückzieht, erinnert sie sich an eine Figur, von der ihr einst ihre tschechische Großmutter erzählte: Viktorka, die junge Frau, die nach einem schwerwiegenden Ereignis für wahnsinnig erklärt wurde und fortan allein im böhmischen Wald lebte. Als Elli erfährt, dass Viktorka wirklich existierte, reist sie in das Land, aus dem sie selbst als Kind geflohen ist. Elli will mehr erfahren – doch tief im Wald, zwischen leuchtendem Farn und reißendem Fluss, wartet eine andere Aufgabe auf sie: Bevor sie die Wahrheit über Viktorka erfährt, muss Elli sich ihrer eigenen verdrängten Geschichte stellen.
Eine große, leuchtende Geschichte um Gerechtigkeit und Vergangenheit, weibliche Geschichtsschreibung und den Mut zur Wahrheit.

Jarka Kubsova wurde 1977 in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren, seit 1987 lebt sie in Deutschland. Sie arbeitete als Journalistin, Ghostwriterin und Co-Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbücher. 2021 erschien ihr Debütroman »Bergland«, 2023 folgte der Roman »Marschlande«, der für das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen nominiert war und am Theater inszeniert wurde. Jarka Kubsova lebt in Hamburg.

Moderation: Maria-Christina Piwowarski, Herausgeberin und Literaturvermittlung

Samstag
17. Oktober 2026
19:30 Uhr
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

19.10.2026: TROST – Lesung mit Angelika Klüssendorf
 © Sarah Wolff

TROST – Lesung mit Angelika Klüssendorf

Ein Jahr, das alles verändert: 2022.
Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich aus der Welt. Für die siebzehnjährige Jane bekommt das Leben erste Risse. Zu Rita, ihrer Stiefmutter, hat sie eine tiefe Bindung. Und wie soll sie mit einem Krieg umgehen, dessen Gewalt sie nicht begreifen kann? Wird ihre Freundschaft mit Lea dieses abgründige Jahr überdauern? Joachim, ein Analphabet in der Seelenliebe, begegnet dagegen mit Ende sechzig einer unverhofften Liebe, die er nicht hinterfragen muss.
Ein trotzig-heiterer Roman von beklemmender Aktualität, der nach Trost fragt in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. 

Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute wohnt sie auf dem Land in Mecklenburg. Sie veröffentlichte mehrere Erzählbände und Romane und die Romantrilogie »Das Mädchen«, »April« und »Jahre später«, deren Einzeltitel alle für den Deutschen Buchpreis nominiert waren und zweimal auch auf der Shortlist standen. Zuletzt wurde sie mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis (2019) ausgezeichnet. Ihr Roman »Risse« wurde für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2023 nominiert.  

Moderation: Lara Sielmann, Kulturjournalistin und Literaturkritikerin

Montag
19. Oktober 2026
19:30 Uhr
Stadtbibliothek in den Schweriner Höfen, Klöresgang 3

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

21.10.2026: THE JOY OF AGEING – Musikalische Lesung mit Christiane Rösinger
 © Dorothea Tuch

THE JOY OF AGEING – Musikalische Lesung mit Christiane Rösinger

Christiane Rösinger ist Musikerin, Kreuzbergerin und Großmutter. Von ihr aus könnte das immer so weitergehen, wären da nicht das Älterwerden und die Geldsorgen. Das Altern lässt sich nicht aufhalten, aber um ein bisschen was zu verdienen, beschließt Christiane, einen Altersratgeber zu schreiben. Ohne Illusionen, dafür mit Power. Ein energischer Aufruf, sich nicht länger gefallen zu lassen, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die nicht mehr jung sind.
Dabei ist es gar nicht so einfach, selbst eine entspannte Haltung zum Altwerden zu finden. Das zeigen schon die Gespräche mit den Freundinnen, deren unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen: Da sind die Hundefrau, die Selbstoptimiererin, die Aufs-Land-Zieherin. Weit und breit kein positives Role Model. Wo sind die Vorbilder? Und vor allem: Was hilft alles, wenn man sich plötzlich in der Stroke Unit im Krankenhaus wiederfindet?
Kein Ratgeber, sondern ein bissig-komisches Buch voller Erinnerungen, Gedanken und Geschichten, das am Ende einen ernsthaften Rat bereithält: weniger klagen, mehr leben. Denn alt sein heißt frei sein. 

Die Musikerin Christiane Rösinger war in ihrer Jugend ein Underground-Star; in ihren reifen Jahren ist sie es immer noch. Vielen gilt sie als »die bedeutendste lebende Songschreiberin Deutschlands« (Frankfurter Rundschau). Neben der Musik schreibt sie journalistisch und für die Bühne. 2008 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Mehrere ihrer Stücke inszenierte sie selbst im Theater Hebbel am Ufer.

Mittwoch
21.Oktober 2026
19:30 Uhr
DER SPEICHER, Röntgenstraße 22 (Eingang Schelfstraße)

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

22.10.2026: DIE LÜCKEN – Lesung mit Shida Bazyar
 © Tabea Treichel

DIE LÜCKEN – Lesung mit Shida Bazyar

Ein Roman über die Fundamente unserer Heimat.
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. Der Roman führt uns durch die Jahre und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Shida Bazyar gelingt ein virtuoses Erzählmosaik über die Last der Geschichte, die Lüge des Neubeginns und den Wunsch, endlich eine Heimat zu finden.

Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran« (2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Uwe-Johnson-Förderpreis und der Nominierung zum International Booker Prize. »Drei Kameradinnen« folgte 2021 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2023 wurde ihre Arbeit mit dem Ernst-Toller-Preis geehrt.

Moderation: Ulrika Rinke, Programmleitung Literaturhaus Rostock

Donnerstag
22.Oktober 2026
19:30 Uhr
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12

Eintritt
Abendkasse: 10,00 € / Vorverkauf: 7,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Heinrich-Böll-Stiftung MV und Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

23.10.2026: GEMISCHTES DOPPEL – Herbstlese mit Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz
 © Patricia Batlle

GEMISCHTES DOPPEL – Herbstlese mit Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz

Buchmessen, Preisverleihungen, Bestseller? Was soll man lesen, was verschenken, wie den Überblick behalten im Dickicht der literarischen Neuerscheinungen? Bei welchem Buch ist die Lesezeit sinnvoll investiert?

Gemeinsam hat sich Norddeutschlands prominentestes Literaturkritiker-Gespann – Rainer Moritz, ehemaliger Leiter des Hamburger Literaturhauses, und die NDR-Kulturredakteurin Annemarie Stoltenberg – wieder durch die Bücherstapel der Saison gearbeitet und die Spreu vom Weizen getrennt.

Die beiden sind als das Gemischte Doppel auch in diesem Herbst wieder mit rund 20 Titeln – Belletristik und Sachbuch bunt gemischt – aus dem aktuellen Angebot des Büchermarkts zu Gast in der Schweriner Stadtbibliothek, um ihre neuen Lieblingsbücher vorzustellen und sich dabei gewohnt humorvoll wie kurzweilig die Bälle zuzuspielen. Seien Sie dabei und wappnen sich anschließend am Büchertisch für den langen Schweriner Herbst…

Freitag
23. Oktober 2026
19:30 Uhr
Stadtbibliothek in den Schweriner Höfen, Klöresgang 3

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

28.10.2026: WIR TÖCHTER – Lesung mit Oliwia Hälterlein
 © MiNZKUNST

WIR TÖCHTER – Lesung mit Oliwia Hälterlein

Eine Familie, zwei Jahrhunderte, drei Frauen - ihre Geschichten sind miteinander verwoben wie die Seidenfäden der Spinnen am Ende eines langen Sommers. Die Großmutter, Marianna, wächst am Ende des Zweiten Weltkriegs auf und führt das Leben einer einfachen Bäuerin.
Ihre Tochter Róza wäre im vom Sozialismus geprägten Dorf ihrer Mutter geblieben, wäre da nicht Szymek mit den feinen Händen. Wären da nicht die Stadt Gdansk und Schuhe, die auf Asphalt klackern. Wäre da nicht die Solidarnosc-Revolution. Und wäre da nicht irgendwann ein Kind, dem Róza ein Zimmer für sich allein wünscht.
Róza verlässt Polen Ende der 1980er Jahre und ihre Tochter Waleria wächst im Westen des wiedervereinigten Deutschlands auf. Sie verlernt ihre Muttersprache und die Welt ihrer Babcia Marianna, einst ihr Zuhause, rückt in immer weitere Ferne. Doch als die erwachsene Waleria erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann, stellen sich ihr unerwartete Fragen: Was bedeutet es, die Letzte zu sein? Was schuldet Waleria den Frauen in ihrer Familie? Und welche Geschichten gehen mit ihr zu Ende?

Oliwia Hälterlein, geboren 1986 in Bydgoszcz, ist Autorin, Dramaturgin, Moderatorin und Dozentin. Sie studierte Slawistik, Vergleichende Literatur-, Kultur- und Theaterwissenschaft und ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig. 2020 erschien ihr Essay »Das Jungfernhäutchen gibt es nicht« im Maro Verlag. »Wir Töchter« ist ihr Debütroman.

Moderation: Ronja Kindler, Theatermacherin

Mittwoch
28.Oktober 2026
19:30 Uhr
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

29.10.2026: SELBSTREGULIERUNG DES HERZENS – Lesung mit Peggy Mädler
 © Wenke Seemann

DES HERZENS – Lesung mit Peggy Mädler

»Selbstregulierung des Herzens« entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.
Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle. Ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseuren und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman »Legende vom Glück des Menschen«, für »Wohin wir gehen« (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis. 2024 erschien das Buch »Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat«.

Moderation: Gitta Lindemann, Journalistin

Donnerstag
29. Oktober 2026
19:30 Uhr
Buchhandlung littera et cetera, Schliemannstraße 2

Eintritt
Vorverkauf und Abendkasse: 15,00 € (in der Buchhandlung littera et cetera)

Veranstalter
Buchhandlung littera et cetera

30.10.2026: WO DIE TOTEN SPRECHEN – Lesung mit Jaroslav Rudiš
 © Vojtěch Veškrna

Wo DIE TOTEN SPRECHEN – Lesung mit Jaroslav Rudiš

Lorenzo, Caspar und Miss Detroit sind unterwegs im alten Saab. Drei Freunde, irgendwo zwischen Lebensmitte und Lebensmüdigkeit. Ihr Ziel: die Friedhöfe Mitteleuropas. Während sich Lorenzo durch Bücher frisst und versucht, eine Doktorarbeit über die toten europäischen Dichter zu schreiben, träumt Miss Detroit davon, Friedhofsbotanikerin zu werden und durch die Blumen mit den Toten zu sprechen. Und der fast blinde Caspar denkt an seinen Vater im Böhmischen Paradies, dessen verstorbene Freunde noch immer durch seine Stammkneipe geistern. Mit jedem gefahrenen Kilometer rücken die drei näher aneinander und hören die Stimmen der Toten von Grab zu Grab deutlicher: Wovon sprechen sie? Und wem hört man besser nicht zu? Als sie auf einem Berliner Friedhof plündernden Reichsbürgern zuvorkommen und die Knochen eines NS-Verbrechers entwenden, beginnt eine absurde Verfolgungsjagd entlang der Grenzen der europäischen Mitte.
Jaroslav Rudiš bricht auf zu einer rasanten Odyssee und erzählt von Freundschaft, Vergänglichkeit und davon, was uns in Europa zusammenhält.

Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in Tschechien, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Nach mehreren ins Deutsche übersetzten Romanen, war er 2019 mit seinem ersten auf Deutsch geschriebenem Roman »Winterbergs letzte Reise« für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Für sein Werk wurde er außerdem mit dem Usedomer Literaturpreis, dem Preis der Literaturhäuser sowie dem Chamisso-Preis/Hellerau ausgezeichnet.

Moderation: Kathrin Matern, Journalistin und Buchhändlerin 

Freitag
30. Oktober 2026
19:30 Uhr
Stadtbibliothek in den Schweriner Höfen, Klöresgang 3

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der LAndeshauptstadt Schwerin

31.10.2026: JUGO – Lesung mit Ilija Matusko
 © Heike Steinweg_SV

JUGO – Lesung mit Ilija Matusko

Sie sehen sich nur einmal im Jahr, und jedes Mal geraten sie in Streit. Der Vater, der als junger Mann nach Deutschland kam, hier eine Familie gründete, in der Gastwirtschaft arbeitete und das Land dreißig Jahre später wieder Richtung Kroatien verließ. Und der Sohn, der in Berlin lebt, Schriftsteller geworden ist und im Gästehaus seines Vaters an der Adriaküste Urlaub macht. In scheinbar kleinen Momenten entdecken sie eine unerwartete Nähe: wenn sie, begleitet vom Jugo, dem warmen Südwind, mit dem Boot zur Insel vor der Bucht fahren, Tennis auf dem Platz eines verfallenen Hotels spielen oder den kleinen Acker der Familie in Bosnien besuchen. Nach und nach legen sie alte, zugewachsene Wege frei – zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte.
Jugo ist eine Liebeserklärung an den gleichzeitig nahen und fernen Vater, dessen Rückkehr in die alte Heimat schwieriger war als seine Ankunft in einem fremden Land. Einfühlsam erkundet Matusko die Vergangenheit, erzählt von Familie und den Konflikten im zerfallenen Jugoslawien und spürt einem Gefühl nach, das beide verbindet: nie ganz angekommen zu sein. 

Ilija Matusko, geboren 1980, hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien, zuletzt ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles. 2023 erschien »Verdunstung in der Randzone« in der edition suhrkamp. »Jugo« ist sein Romandebüt.

Moderation: Emily Grunert, Leiterin Literaturbüro NRW 

Samstag
31. Oktober 2026
19:30 Uhr
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshauptstadt Schwerin

01.11.2026: LESEN INTERNATIONAL
 © Carmela Daza

LESEN INTERNATIONAL

THEMA 2026: BRÜCKEN BAUEN

In Schwerin leben Menschen aus mehr als 100 Nationen. Im Internationalen Haus Schwerin können Besucher am Sonntag den 1. November, mithilfe der Sprache auf Reisen gehen und neue Welten entdecken.
Zehn Menschen aus zehn Ländern, die heute in Schwerin leben, lesen Texte in zehn verschiedenen Sprachen. Die deutschen Übersetzungen laden im Begleitheft zum Mitlesen ein.

Dienstag
1.November 2026
15:00 Uhr
Internationales Haus Schwerin, Ziegenmarkt 4

Eintritt frei

Weitere Informationen unter Facebook: 10-10-10 oder auf Instagram: 10.10.10.de
Kontakt: info(at)ihschwerin.com

03.11.2026: DAS KÖNNEN WIR UNS NICHT LEISTEN – Lesung mit Miriam Davoudvandi
 © Daniel Nguyen

DAS KÖNNEN WIR UNS NICHT LEISTEN: Was es bedeutet in Deutschland arm zu sein – Lesung mit Miriam Davoudvandi

Um Jungs machte sie lange einen Bogen, denn Miriam Davoudvandi wusste, jeder Typ muss irgendwann ihre Wohnung von innen sehen: im schäbigen Sozialbau inmitten von Einfamilienhäusern, die vollgestellten Zimmer, das abgenutzte Bad. Die Scham, nichts bieten zu können und nicht dazuzugehören, prägte Miriam Davoudvandi spätestens seit ihrer Einschulung – und sie ist bis heute ein Teil von ihr.
Inzwischen ist sie sozial aufgestiegen und verdient mehr, als ihre Eltern es je taten. Ihr Fazit: Geld macht sogar sehr glücklich. Aber zu welchem Preis? Und welche Spuren haben ihre Erfahrungen hinterlassen? Ehrlich und berührend erzählt Miriam Davoudvandi, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Dabei blickt sie nicht nur auf die offensichtlichen Schauplätze von Armut, sondern auch auf Aspekte wie Dating, Freundschaften, Familiengründung und Psyche, auf die Bedeutung des Fernsehers und das Leben als erste Studierende der Familie. Und zeigt, warum Arme sogar beim Sterben benachteiligt sind.

Miriam Davoudvandi, 1992 in Bukarest als Tochter einer Rumänin und eines Iraners geboren, wuchs in einer Kleinstadt in Süddeutschland auf. Sie ist freie Journalistin, Moderatorin und Autorin, wurde mehrfach ausgezeichnet und ist Host des WDR-Podcasts »Danke, gut«, in dem sie mit Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, über psychische Gesundheit spricht. 

Moderation: Marie Krutmann, freie Lektorin, Redakteurin & Autorin 

Dienstag
3. November 2026
19:30 Uhr
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Kulturbüro der Landehauptstadt Schwerin

03.-20.11.2026: KiJuLi – WOCHE FÜR KINDER- UND JUGENDLITERATUR
 © Karen Obenauf

KiJuLi –  WOCHE FÜR KINDER- UND JUGENDLITERATUR

Für das Lesen begeistern – das möchte die Woche Kinder- und Jugendlitera-tur (kurz: KiJuLi), die im Rahmen der Schweriner Literaturtage ein interes-santes und buntes Lesefest für verschiedenen Altersgruppen bietet. Dazu sind zahlreiche Akteure aus der Kinder- und Jugendliteraturszene geladen.

Stadtbibliothek Lankow

3. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Vorschule - Klasse 1
»Grimm & Möhrchen«
Lesung mit Stephanie Schneider

5. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Klasse 4 - 5
»Ren – der Ninja«
Lesung mit Miyuki Tsuji 

6. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Klasse 2 - 4
»Licht ins Dunkel«
Lesung mit Steffen Gumpert

Hauptbibliothek

9. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Vorschule - Klasse 2
»Der Miesepups«
Lesung mit Kirsten Fuchs 

10. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Klasse 4 - 6
»Underdogs United – Ein Team für ALLE«
Lesung mit Martin Klein 

11. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Klasse 4 - 5
»Will Gmehling: Sternensee«
Lesung mit Will Gmehling

13. November, 09:00-13:00 Uhr, ab Klasse 7
»Rap macht Schule«
Veranstaltung mit CRZA 

19. November, 09:30 und 11:00 Uhr, ab Klasse 8
»22 Bahnen / tschick«
Szenische Lesung mit Rainer Rudloff

Stadtteilbibliothek Neu Zippendorf

17. November, 09:00 und 10:30 Uhr, Klasse 2 - 3
»Heavysaurus – Der Comic«
Lesung mit Adrian von Baur

19.November, 09:00 und 10:30 Uhr, Kindergarten
»Wild, wilder, Wilda!«
Lesung mit Lissa Lehmenkühler 

20.November, 10:00 und 11:30 Uhr, Klasse 4 - 5
»Der Schatzjäger-Klub«
Lesung mit Andreas Schlüter

 

Voranmeldung erforderlich unter 0385-5901921 oder unter stadtbibliothek@schwerin.de

Das Projekt wird gefördert durch den Freundeskreis der Stadtbibliothek Schwerin, den Rotary Club sowie das LOS (Lehrinstitut für Orthographie und Sprachkompetenz).

05.11.2026: UND DER WAL SPUCKT MICH AUS – Musikalische Lesung mit Jan Simowitsch
 © Johanna Degenstein

UND DER WAL SPUCKT MICH AUS – Musikalische Lesung mit Jan Simowitsch

Jan hat seinen Job als Kirchenmusiker gekündigt, eine Leitungsaufgabe, die ihm viel bedeutet hat. Um einen klaren Kopf zu bekommen, bucht er für sich und sein Fahrrad einen Platz auf einer Fähre, die ihn von Dänemark auf die Färöer-Inseln bringt. 18 Felseninseln vulkanischen Ursprungs, die zwischen Island und Norwegen im Nordatlantik liegen. Im April ist es dort kalt, stürmisch und regnerisch. Und so wird nicht nur die Tour ein einziges Abenteuer, sondern für Jan auch eine Reise zu sich selbst.
Die biblische Geschichte von Jona, der von einem Wal verschluckt wird, weil er nicht auf das gehört hat, was ihm gesagt wurde, verwebt sich in »Und der Wal spuckt mich aus« auf wunderbare Weise mit Jans eigener Realität. Eine faszinierende, wahre Geschichte von Aufbruch, Neuanfang und wertvollen Begegnungen, die zum Nachdenken anregt und Mut macht, auf die eigene innere Stimme zu hören. 

Jan Simowitsch, Jahrgang 1980, hat nach seinem Klavierstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock eine Stelle als Kirchenmusiker mit Schwerpunkt Popularmusik in Bad Segeberg angetreten. Von 2016 bis 2024 gestaltete er als Leiter des Popinstituts der Nordkirche die musikalische und liturgische Entwicklung in der Evangelischen Kirche mit. Neben seiner hauptamtlichen Arbeit beschäftigt sich Jan Simowitsch viel mit Wort und Musik. 

Donnerstag
5. November 2026
19:30 Uhr
Aula der VHS-Schwerin, Puschkinstraße 13

Eintritt
Abendkasse: 14,00 € / Vorverkauf: 12,00 € (zzgl. Ticketgebühr)

Veranstalter
Volkshochschule der Landeshuptstdt Schwerin

ZUGABE: 24.03.2027: AUS RUINEN. JUNGER MANN IN KRISENZEITEN – Lesung mit Hendrik Bolz
 © Greta Baumann

ZUGABE IM FRÜHJAHR

AUS RUINEN. JUNGER MANN IN KRISENZEITEN – Lesung mit Hendrik Bolz

Aus Stralsund nach Zehlendorf, aus dem Plattenbau an einen Campus voller westdeutscher Mittelschichtskids. Von einem mehrjährigen bekifften Nach-mittag auf der Couch in eine endlose Spätschicht als Verkäufer im Esprit-Store. In den Nachrichten Bankenrettung und Austerität, im Posteingang SMS neuer Bekanntschaften, die interessiert wirken, aber anderes erwarten als einen aufgepumpten Oberkörper, eine weggedrückte Vergangenheit im Nachwendechaos und das stetige Gefühl, sich auf einem Schlachtfeld bewähren zu müssen. Also heißt es weiterhin: zwei, drei Bier, sobald sich etwas im Inneren zu regen scheint, und wenn einer dumm kommt, muss man drauf. Und irgendwann die Frage, ob der Umzug nicht doch ein großer Irrtum war.
Hendrik Bolz schreibt über einen jungen Mann in der Krise, über eine Ankunft in Berlin am Ende der Nullerjahre und über die scheiternde Anpassung an ein rätselhaftes Wertesystem. Ein greller und zugleich feiner Blick in eine Zeit, aus der unsere Gegenwart geworden ist. 

Hendrik Bolz wurde 1988 in Leipzig geboren, wuchs in Stralsund auf und zog später nach Berlin. Er setzte ein Studium in den Sand, schloss ein anderes ab und schaffte schließlich den Durchbruch mit der Band Zugezogen Maskulin. Heute ist er u. a. Host des preisgekrönten Podcasts »Springerstiefel« und freier Autor. Sein Debüt »Nullerjahre« war ein Bestseller.

Moderation: Emily Grunert, Leiterin Literaturbüro NRW 

Mittwoch
24. März 2027
19:30 Uhr
Konzertfoyer des Mecklenburgischen Staatstheaters, Alter Garten 2

Eintritt
Vorverkauf und Abendkasse: 17,00 € (Kasse des Mecklenburgischen Staatstheaters)

Veranstalter
Kulturbüro der Landeshautstadt Schwerin in Kooperation mit dem Mecklenburgischen Staatstheater

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Landeshauptstadt Schwerin - Kulturbüro

Ulrike Just

Puschkinstr. 13
19055 Schwerin

Schweriner Literaturtage Rückblick 2025

Gefördert durch